Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ostprignitz-Ruppin Schloss ist jetzt Unterkunft für Flüchtlinge
Lokales Ostprignitz-Ruppin Schloss ist jetzt Unterkunft für Flüchtlinge
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:39 17.12.2016
Das denkmalgeschützte Gebäude am Unterseeufer bietet jetzt sogenannten unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen ein Obdach. Quelle: Archivfoto Matthias Anke
Bantikow

Das als Schloss Bantikow bekannte Gutshaus in der Dorfstraße des Ortes hat nach seinem Umbau vom Wellnesshotel zu einer Einrichtung der Jugendhilfe seit dem Montag dieser Woche seine ersten Bewohner. Sie bilden die Vorhut einer Gruppe von acht Jugendlichen aus Eritrea, Äthiopien, Gambia, Afghanistan und Somalia.

Die im Schnitt 16-jährigen jungen Männer sind aus ihren Heimatländern geflüchtet und ohne Begleitung von erwachsenen Angehörigen nach Deutschland gekommen. Sie werden nun in Bantikow leben und am Oberstufenzentrum des Landkreises in Neuruppin in einer der dort eingerichteten Spezialklassen zur Schule gehen. „Noch in diesem Monat soll die Gruppe vollständig sein“, sagt Diplom-Sozialpädagogin Dorothea Bothe, Leiterin der Einrichtung, dessen Träger das Elisabethstift in Berlin ist.

Haus will sich bei einem „Tag der offenen Tür“ vorstellen

Sein Geschäftsführer Helmut Wegner hatte bei einer Einwohnerversammlung am 1. Juni dieses Jahres interessierten Bantikowern die Struktur des mittlerweile 190 Jahre alten Stifts und seine Ziele im Gebäude am Untersee erläutert. Die Rede war damals davon, dass dort maximal 27 jungen Menschen in drei Gruppen untergebracht werden sollen. Das hat sich insofern geändert, dass nun noch zusätzlich eine fünfköpfige Wohngemeinschaft hinzukommen wird, so Dorothea Bothe. Sie steht einem Kollektiv vor, zu dem vier Erzieherinnen und Erzieher, ein Arbeitspädagoge und drei Hauswirtschaftskräfte gehören. Bei einem „Tag“ der offenen Tür können sich die Einwohner des Dorfes am Mittwoch, 21. Dezember, von 16 bis 18 Uhr von den aktuellen Gegebenheiten im Schloss überzeugen.

Man wollte den Einheimischen noch vor Weihnachten diesen Blick ermöglichen. Für ein Wochenende, eventuell einen Samstag, der auch Werktätigen bessere Chancen zum Schauen geboten hätte, wäre die Vorbereitungszeit zu kurz gewesen, verteidigt die Leiterin den gewählten Termin. Die Umbauarbeiten hatten sich länger hingezogen als geplant. Eine Betriebserlaubnis liegt dem Elisabethstift, das etliche Standorte in Berlin und Brandenburg betreibt, seit Anfang dieses Monats vor.

Aus der Schlossgeschichte

Schloss Bantikow entstand anstelle eines alten Rittersitzes in neubarocker Form in den Baujahren 1905/1906.

Elisabeth Amelung, Gutsfrau von 1893 bis 1907, veranlasste den Neubau des Gebäudes am Ufer des Untersees.

Unter den ihr nachfolgenden Gutsherren verdient einer besondere Erwähnung: Paul de Gruyter. Er kam 1920 nach Bantikow. 1939 verstorben, führte seine Frau die Geschäfte bis 1945 weiter. Seither gilt sie als vermisst.

Seit den 1950er Jahren und bis 1990 unterhielt die LDPD der DDR im Schloss ihre zentrale Parteischule. 1991 übernahm die Bundesanstalt für Arbeit das Gebäude und nutzte es bis 1999 als Schulungsstätte.

Dann kaufte es Unternehmer Kurt Glass aus Sigrön bei Bad Wilsnack und baute es zum Wellness-Schlosshotel um.

Von Wolfgang Hörmann

Der Wittstocker Mittelstandsverein will künftig auch online zu finden sein. Deshalb plant er, sich ab 2017 auf einer Internetseite zu präsentieren. Das ist nicht die einzige Neuerungen im Verein. Erst kürzlich wurde der Vorstand neu gewählt, der gleich zwei Veränderungen mit sich brachte. Zudem planen die Mitglieder für 2017 so einiges.

13.12.2016

Die 4. Strickaktion von Doris Sperling und ihren Helfern ist zwar am Montag offiziell zu Ende gegangen, aber in den nächsten Tagen werden noch weitere Stücke erwartet. Die bisherige Zahl von 818 selbst gestrickten Kleidungsstücken für Berliner Obdachlose wird sich somit noch erhöhen. Am 19. Dezember werden die Dinge in Berlin verteilt.

13.12.2016

20 Projekte aus Ostprignitz-Ruppin können auf Geld aus dem EU-Förderprogramm Leader hoffen. Die Lokale Arbeitsgruppe hatte insgesamt 5,3 Millionen Euro für weitere Projekte freigegeben. Auch der Protzener Gutspark, Wittstocker Laga-Projekte und die Rheinsberger Kirche sollen gefördert werden.

13.12.2016