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Ostprignitz-Ruppin Schlosstheater: Besucheranstieg von 28 Prozent
Lokales Ostprignitz-Ruppin Schlosstheater: Besucheranstieg von 28 Prozent
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02:20 05.03.2018
Festgezurrt ist noch nicht, was bei den Musiktagen zu Pfingsten in Rheinsberg geboten wird. Die Pfingsttage seien eine Achillesferse, so der Geschäftsführer Falk. Im Vorjahr hatte die Musikakademie zu einer Fête à la Rococo eingeladen. Quelle: Peter Geisler
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Rheinsberg

Der Musikkultur Rheinsberg, unter deren Dach die Kammeroper und die Musikakademie arbeiten, scheint es gut zu gehen: Das Schlosstheater hat 2017 einen Besucheranstieg von knapp 28 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erzielt; bei der Kammeroper sah es nicht viel schlechter aus. Dort kamen gut 18 Prozent mehr Gäste als im Vorjahr, sagte Thomas Falk, seit September 2016 Geschäftsführer der Musikkultur, am Donnerstag beim Kreis- und Finanzausschuss in Neuruppin.

Nachfolge der Kammeroper auch noch offen

Weiterhin offen ist allerdings, wann die Musikakademie, die seit mehr als einem Jahr führerlos ist, wieder einen Leiter erhält und wie die Nachfolge von Frank Matthus als künstlerischer Chef der Kammeroper geregelt wird. Der Vertrag von Matthus endet planmäßig nach dieser Saison. Klar scheint zu sein, dass es nur noch einen künstlerischen Leiter geben wird, der sowohl für die Kammeroper als auch für Musikakademie zuständig ist. Dafür hat sich jedenfalls das Land ausgesprochen, das mit 75 Prozent plus einer Stimme der Mehrheitsgesellschafter der Musikkultur ist.

Ein Chef für zwei Posten

Falk hat nichts gegen diesen Plan. „Das wäre die allerbeste Lösung“, sagte er am Donnerstag. Der Geschäftsführer glaubt nicht, dass bei nur einem Chef für die zwei Abteilungen dann entweder die Musikakademie oder die Kammeroper untergehen wird. Schließlich werde es auch wieder einen Leiter der Musikakademie geben, nur eben keinen künstlerischen mehr, so Thomas Falk. Unklar blieb, bis wann die Personalien geklärt werden. Falk sprach lediglich davon, dass die Stelle für die Musikakademie wohl noch vor Beginn der Kammeroper-Saison besetzt wird.

Noch viel Luft nach oben im Schlosstheater

Damit gaben sich die Abgeordneten zufrieden. Zuvor hatte Falk erklärt, dass er bei der Auslastung des Schlosstheaters trotz des großen Besucheranstiegs noch „viel Luft nach oben“ sehe. Denn bei einigen Aufführungen seien nur 30 statt der möglichen 300 Zuschauer gekommen. Um welche Vorstellungen es sich dabei handelte, das verriet Thomas Falk aber nicht. Vielmehr verwies er darauf, dass in der vergangenen Saison die zeitgenössische Oper „Tucholskys Spiegel“ nicht nur bei der Welturaufführung „sehr gut“ besucht war.

Der kleine Freischütz für die Zuschauer der Zukunft

Auf eine ähnlich Resonanz hofft Falk in diesem Jahr beim „Kleinen Freischütz“. Dabei handelt es sich um eine Kinder-Opernproduktion, die nur eine Stunde geht und sich an die „Zuschauer der Zukunft“ richtet. Außerdem werden in Rheinsberg in diesem Jahr „Cosí fan tutte“, „Der Freischütz“ in der Langfassung sowie die Uraufführung der Opernburleske „A bad man’s life“ von Frank Matthus zu sehen sein.

Filmorchester Babelsberg kommt nach Rheinsberg

Obwohl die Musikkultur für das nächste Jahr noch keinen künstlerischen Leiter hat, ist ein Punkt schon sicher: Das Deutsche Filmorchester Babelsberg werde im Sommer 2019 für zwei Auftritte ins Rheinsberger Heckentheater kommen, so Falk.

Bei der Feier zu 25 Jahre Musikakademie Rheinsberg spielte auch das Armida Duo. Quelle: Peter Geisler

Von Andreas Vogel

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