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Ostprignitz-Ruppin Schluss mit der Geiz-ist-Geil in Biesen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Schluss mit der Geiz-ist-Geil in Biesen
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23:36 14.06.2015
Die Besucher konnten in Biesen auch die Herfordrinder in Augenschein nehmen. Quelle: Ruch
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Biesen

Es ist keine heile Landwirtschaftswelt in Biesen. Auch wenn die Kinder am Sonnabend bei der Brandenburger Landpartie ganz nah an die Herfordzuchtrinder gehen, eine Runde mit dem Traktor über den staubtrockenen Acker drehen oder dem Imker Lutz Behrendt über die Schulter schauen – es liegt buchstäblich Gewitterluft über dem Ort. Burkhard Schultz ist der Chef in der Landwirtschaftlichen Produktions- und Dienstleistungsgenossenschaft (LPDG) in Biesen. Und angesichts der aktuell angespannten Lage nennt er die Dinge beim Namen.

Geiz-ist-geil-Philosophie bereitet Landwirten Probleme

„Die Hoffnung stirbt zuletzt, aber der Regen fehlt massiv.“ Wenn Schultz die 300 Hektar Roggen des Unternehmens vor Augen hat, sieht er schwarz. Er rechnet mit mehr als 50 Prozent Ernteausfall. Eine künstliche Beregnung kann das Unternehmen nicht leisten. Da denkt der Landwirt unweigerlich an die Jahre 2000, 2003 und 2006 – auch damals fehlte der Regen. Genauso nachdenklich wird Schultz beim Thema Milch und Quote. Derzeit werden 28 Cent pro Liter Milch an die Landwirte ausgezahlt. „Kostendeckend arbeiten wir bei 35 bis 36 Cent pro Liter.“ Doch im Gegensatz zu anderen Milchbauern denkt Burkhard Schultz nicht an die Aufgabe seiner 300 Milchkühe. „Wir haben 500 Hektar Grünland und eine Verwertung sehen wir nur über die Tiermägen.“ Tierwohl hat auch für den Unternehmer seinen Preis. „Doch wenn die Leute beim Milcheinkauf und anderer Produkte nur nach Geiz-ist-geil gehen, hilft das der Landwirtschaft kaum.“

Zusammenhänge vermitteln bei der Landpartie

In der Landpartie sieht er dennoch eine große Chance. „Die Kraftanstrengung beim Vorbereiten ist notwendig, um immer wieder erneut im Bewusstsein der Bürger zu bleiben.“ Schultz und seinen Mitarbeitern liegt es am Herzen, „die Zusammenhänge in der Landwirtschaft zu vermitteln“. Gleichzeitig bedauert er: „Es machen einfach zu wenig Betriebe bei der Landpartie mit. Denn: Jeder Agrarbetrieb hat zugleich die Verantwortung für das Zusammenleben in den Dörfern. Somit ist Biesen auch ein gutes Beispiel, denn dort gelingt es Jahr für Jahr, dass die Einwohner an dem Strang Landpartie mitziehen.

Von Christamaria Ruch

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