Volltextsuche über das Angebot:

19 ° / 5 ° Regenschauer

Navigation:
Schluss nach 45 Jahren bei der Feuerwehr

Neuruppin Schluss nach 45 Jahren bei der Feuerwehr

Mit 17 Jahren wurde Carelo Pfefferlein Feuerwehrmann in Neuruppin, seit 1991 gehörte er als Gerätewart zu den hauptamtlichen Kräften der Neuruppiner Feuerwehr. Doch am Freitag war sein letzter Arbeitstag. Jetzt freut er sich auf seinen Urlaub im November in Hurghada am Roten Meer. „Ich brauche Wärme“, sagt Pfefferlein.

Voriger Artikel
Auf den Spuren des ehemaligen Pfarrers
Nächster Artikel
Kritik an bürokratischen Hürden bei Leader

Carelo Pfefferlein hatte am Freitag seinen letzten Arbeitstag in Neuruppins Feuerwache.

Quelle: Andreas Vogel

Neuruppin. Der Abschied von der Feuerwehr fällt Carelo Pfefferlein nicht sonderlich schwer. Dabei ist der Neuruppiner seit 45 Jahren im Einsatz, wenn es darum geht, Brände zu löschen, nach einem Unfall Verletzte zu retten oder auch mal Tiere aus einer misslichen Lage zu befreien. Doch der 62-Jährige weiß, wann für ihn Schluss ist. „Die 45 Jahre reichen“, sagt der Oberbrandmeister, der am Freitag seinen letzten Arbeitstag in der Neuruppiner Wache in der Schinkelstraße hatte.

Im Urlaubshotel einen Fettbrand gelöscht

Eingetreten in die Freiwillige Feuerwehr ist Pfefferlein mit 17. Damals lernte er gerade Mechaniker bei den Elektro-Physikalischen Werken (EPW). Zu den Ausbildern in der Berufsschule in der Präsidentenstraße gehörte der damalige Kreisbrandmeister. Dieser warb für die Feuerwehr, Pfefferlein willigte ein. Für ihn war das selbstverständlich. „Ich bin als Kind so erzogen worden, dass man anderen Leuten hilft.“ Seit 1991 gehört Pfefferlein als Gerätewart zu den hauptamtlichen Kräften der Neuruppiner Feuerwehr. Der jetzige Kreisbrandmeister Wolfgang Hohenwald hatte ihn geholt, nachdem der damalige Betrieb von Pfefferlein, die Wärmetechnik, pleite ging und er arbeitslos war. Besonders gut kann sich Pfefferlein noch an den Einsatz erinnern, als am 19. August 1988 das große Eckhaus am Neuruppiner Schulplatz zur Wichmannstraße brannte. Zudem war er im Juni 2016 Gruppenführer bei den Löscharbeiten, als in der Fehrbelliner Straße ein Großbrand ein Geschäftshaus zerstörte. Nun freut sich der Neuruppiner schon auf seinen Urlaub in Hurghada am Roten Meer. „Ich brauche Wärme.“ Seit 15 Jahren macht er dort Urlaub, stets im selben Hotel, dem Beach Albatros. Dort hat er sogar einen Fettbrand gelöscht und das Personal davor bewahrt, die Flammen mit Wasser zu bekämpfen. „Das wäre lebensgefährlich für sie geworden.“ Gleichwohl kann er abschalten, beteuert Pfefferlein. Er freut sich auf Hurghada, die Hotelangestellten, die ihn kennen, und auf seine Stammliege am Meer. „Da kann ich richtig abschalten.“ Zu Hause hilft der Garten dabei und sein Kater Moritz.

Von Andreas Vogel

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostprignitz-Ruppin
MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg