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Ostprignitz-Ruppin Schnuppertag am Gymnasium
Lokales Ostprignitz-Ruppin Schnuppertag am Gymnasium
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00:19 26.11.2017
Verschiedene Salze verfärben die Flamme unterschiedlich: Kleine Experimente machten den jungen Gästen Spaß. Quelle: Björn Wagener
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Wittstock

Verdammt, das Goldrezept ist weg. Dabei hatte es der Professor extra in einem Tresor verwahrt. Aber zum Glück gibt es ja Sherlock Holmes und Dr. Watson. Mit viel kriminalistischem Gespür und fluoreszierenden Stoffen kommen der Meisterdetektiv und sein Assistent schließlich der Übeltäterin auf die Spur: Die Hexe war’s. Sie wird gefasst. Das Rezept ist gerettet. Gott sei dank.

Diese Szene aus dem London des 19. Jahrhunderts spielte sich am Donnerstagnachmittag im Chemiekabinett des Städtischen Gymnasiums in Wittstock ab. Zuschauer waren Kinder aus den 6. Klassen von Grundschulen aus Wittstock und der Gemeinde Heiligengrabe. Sie bekamen Gelegenheit, in einige speziell naturwissenschaftliche Unterrichtsfächer am Gymnasium hineinzuschnuppern.

Theater in Chemie

Vor allem in Chemie war das durchaus wörtlich zu nehmen. Denn das Theaterstückchen, entwickelt von Schülern der 8. und 11. Klasse der Chemie/Biologie-Arbeitsgemeinschaft, wurde von kleinen Knall-und-Peng-Effekten begleitet, die auch dafür sorgten, dass verschiedenste Gerüche in die Nasen stiegen – Unterricht für alle Sinne.

Im Chemiekabinett kam das Goldrezept abhanden – ein Fall für Sherlock Holmes. Quelle: Björn Wagener

Jedes Jahr bietet das Städtische Gymnasium sogenannte thematische Grundschulnachmittage an, um jenen Schülern, die unmittelbar vor der Entscheidung für eine weiterführende Schule stehen, zu präsentieren, welche Angebote und Möglichkeiten die höhere Bildungsanstalt bietet. Neben Chemie konnten die jungen Gäste auch die Fächer Physik, Biologie, Mathematik und Informatik näher kennenlernen. Im zwanzigminütigen Rotationsprinzip statteten alle 63 Grundschüler den Fächern einen Besuch ab. Gymnasiasten der 7. bis 12. Klassen hatten gemeinsam mit ihren Lehrern dafür gesorgt, den Grundschülern einen interessanten Nachmittag zu bieten. Überall wurde mit optisch eindrucksvollen Experimenten oder anschaulichen Beispielen präsentiert, worum es in den jeweiligen Fächern geht. Mitunter durften die Gastschüler auch selbst ein wenig unter fachkundiger Anleitung experimentieren – zum Beispiel Salze in eine Flamme halten, die diese dann unterschiedlich färben. Die Sechstklässler hatten sichtlich Spaß daran, sich ein wenig auszuprobieren.

Wieder mehr Schüler

Das Städtische Gymnasium will mit diesen Schnupperstunden vor allem für sich werben – mit guten Erfahrungen. „Es gibt wieder mehr Schüler. Das heißt, wir werden auch häufiger angewählt“, sagt Schulleiter Uwe Ronneburg, der die Schnupperstunden im Fach Informatik gestaltete. Er blicke daher optimistisch in die Zukunft.

Von Björn Wagener

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