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Ostprignitz-Ruppin Schnuppertag in Rheinsbergs Oberschule
Lokales Ostprignitz-Ruppin Schnuppertag in Rheinsbergs Oberschule
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00:17 27.01.2016
Jordan und Angelique testen Lebensmittel auf Vitamin C. Quelle: Regine Buddeke
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Rheinsberg

Steckt in Gummibärchen Vitamin C? „Klar“, sagen die Geschwister Jordan und Angelique Stein, testen aber sicherheitshalber noch einmal mit Pinzette, Reagenzgläsern und einer lilafarbenen Chemikalie. Chemielehrerin Susanne Döbler hilft und erklärt gern – immerhin ist am Sonnabend Tag der offenen Tür an der Rheinsberger Heinrich-Rau-Oberschule und es gilt, den angehenden Siebtklässlern und deren Eltern die Schule im besten Licht zu präsentieren. Der Vater der beiden „Laboranten“ ist jedenfalls nach dem Rundgang zufrieden. „Ich kenne die Schule gut, habe auch hier gelernt“, sagt er. Dass viele ehemalige Schüler vorbeischauen, spricht ebenfalls für sich.

Die Oberschule – derzeit lernen 235 Schüler in den Klassenstufen 7 bis 10 – überzeugt nicht nur durch sein Ganztagsangebot und viele Arbeitsgemeinschaften – auch auf praxisbezogenes Arbeiten wird viel Wert gelegt. Im Wirtschaft-Arbeit-Technik-Raum kann man Jason Leipner über die Schulter schauen, der gerade ein Vogelhäuschen zimmert. In der Schülerküche werden Eierkuchen gebacken und in der Aula singen ­Schüler gerade ein paar Chorstücke aus dem „Blinden Passagier“, dem alljährliche Rheinsberger Musical, bei dem die Schüler nicht nur als Schauspieler und Orchester, sondern auch bei Bühnenbild, Kostümen und der Technik mit­wirken – ein klarer Fall von Praxislernen.

Die Schülerzahlen steigen

Dass die Rheinsberger Schule mit ihren Kapazitäten statt zweizügig auch gut dreizügig fahren könnte, daraus machen die Pädagogen keinen Hehl. Seit einigen Monaten nun hat Rheinsberg, das im Kreisvergleich prozentual viele Flüchtlingsfamilien aufgenommen hat, auch steigende Schülerzahlen – 16 Jugendliche im Oberschulalter sind es derzeit, in der Grundschule gar mehr als 50. Für eine dritte Klasse pro Jahrgangsstufe reiche das an der Heinrich-Rau-Oberschule noch nicht, sagt Schulleiter Ulf-Rainer Polzin.

Die Integration verlaufe indes zufriedenstellend. Das Schulamt habe eine Pädagogin entsendet, die Deutsch als Fremdsprache unterrichtet: 15 Stunden Deutsch erhalten die Neuankömmlinge, die peu à peu in die Klassen aufgenommen werden, sobald ihre Sprachkenntnisse dafür ausreichen. Die ersten seien schon gut integriert. „Es sind Schnelllerner dabei – aber auch Kinder, die seit langem keine Schule mehr von innen gesehen haben. Die müssen wir erst schulfähig machen“, berichtet Polzin. „Es ist keine leichte Aufgabe – aber wir tun unser Bestes.“ Die Schüler seien durchweg willig und auf gutem Wege. Gleichwohl ist völlig offen, inwieweit die Schule drei Klassen pro Jahrgangsstufe öffnen kann. „Einige der Flüchtlinge sind schon wieder weg“, ob wegen abgelehnter Asyl-Bescheide oder Wegzug vom Land in die Stadt, weiß er nicht. Ebenfalls noch ungewiss sei, was die neuen Rahmenlehrpläne bewirken, die ab Herbst 2017 in Kraft treten sollen.

Von Regine Buddeke

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