Volltextsuche über das Angebot:

17 ° / 12 ° stark bewölkt

Navigation:
Schnuppertauchen im See

Dranse Schnuppertauchen im See

Wer beim Tauchen eine faszinierende Unterwasserwelt sehen möchte, muss nicht weit reisen: Auch in hiesigen Seen gibt es viel zu entdecken, ob es nun Zander, Hechte oder Wasserpflanzen sind. Der Zaatzker Falko Schmidt begleitet Anfänger im Dranser See bei ihrem ersten Tauchgang.

Voriger Artikel
Ein Netzwerk gegen Fachkräftemangel
Nächster Artikel
Wieder Gäste in der Jugendherberge

Auch in den hiesigen Seen gibt es unter Wasser viel zu sehen.

Quelle: Privat

Zaatzke. Die Ausrüstung wiegt schon unvollständig schwer: Neoprenanzug, sämtliche Geräte und der Bleigürtel, beladen mit mehreren Kilogramm. Als Falko Schmidt seinem Schüler dann die Sauerstoffflasche auf den Rücken schnallt, geht der leicht in die Knie: Summa summarum dürften jetzt um die 30 Kilogramm zusammengekommen sein.

„Ruhig atmen, nicht strampeln…”, gibt Falko Schmidt die letzten Hinweise und beschreibt noch einmal, wie der Druckausgleich unter Wasser funktioniert. Er weiß, dass es für Anfänger meist nicht ganz leicht ist, statt auf dem normalen Weg nun Luft aus der Flasche zu atmen. Etwas unsicher mit den langen Flossen läuft der Schützling in den See. Dann geht alles ganz schnell: Das Wasser trägt ihn, die Gewichte werden ebenso schwerelos wie der frisch gebackene Taucher selbst.

Falko Schmidt hat die Berechtigung als Dive-Master erworben

Falko Schmidt hat die Berechtigung als Dive-Master erworben. Er darf somit Anfänger beim Tauchgang begleiten.

Quelle: Privat

Die ersten Atemzüge unter Wasser – wer bereits geschnorchelt hat, ist das Mundstück bereits gewöhnt. Zuverlässig liefert die Flasche Luft, ansonsten muss sich der Schnupperschüler keine Gedanken übers Tarieren oder ähnliches machen – und auch ein Tiefenrausch ist an diesem Tag ausgeschlossen, schließlich geht es maximal sechs Meter tief.

Interessanter dagegen das leuchtende Grün, dass das Taucher-Duo umfängt: Schlingpflanzen und Seegras wiegen sich in der Strömung, kleines Fische schauen neugierig, wer sie da besuchen kommt.

Ein schöner Tauchgang im Werbellinsee

„Man muss gar nicht erst zum Indischen Ozean fahren”, sagt Falko Schmidt später: „Hier in den Seen gibt es genug zu sehen, ob es nun Zander, Hechte oder Wasserpflanzen sind.” Seinen schönsten Tauchgang habe er im Werbellinsee absolviert, als er bei Nacht riesige Hechte beobachtet und zahllose Aale gesehen habe. Auch Bootswracks gibt es hin und wieder, doch dass es im Dranser See ein Flugzeugwrack gibt, ist wohl mehr oder weniger ein Gerücht: „Ein kleines Bootswrack habe ich da schon gesehen”, sagt Falko Schmidt, der den See wie seine Westentasche kennt.

Seit 20 Jahren ist der Zaatzker Taucher. Ob es die Seen oder Steinbrüche in der Region oder auch Tauchspots auf der ganzen Welt waren – Erfahrung hat er während dieser Zeit jede Menge gesammelt. Nun will er sie auch mit anderen teilen – und ihnen vor allem auch das eigene Hobby schmackhaft machen. „Ein paar Taucher sind wir in Zaatzke ja inzwischen”, sagt er, „aber wir könnten ruhig mehr werden.”

Sein Hobby entdeckt hat er während der Zeit, in der er in Norddeutschland arbeitete. In Hamburg hat er eine Tauchbasis entdeckt, eine Taucherzeitschrift lag ebenfalls herum. Der Entschluss war schnell gefasst: In Eckernförde legte er seinen Tauchschein ab. Ob im Roten Meer oder im Steinbruch von Feldberg: „Tauchen ist nach wie vor Abenteuer für mich”, sagt er: „Das ist meine Faszination. Und die Unterwasserwelt ist eine unglaubliche Erholung für mich.”

Tauchturm in der alten Ölmühle in Wittenberge

Mit ein Grund, weshalb er sein Hobby nun auch als Beruf ausübt. Im Wittenberger Tauchturm in der alten Ölmühle hat er die Berechtigung als Dive-Master erworben und kann damit nun auch Tauchsport-Interessierten die Möglichkeit geben, den Sport ohne offiziellen Tauchschein einfach mal auszuprobieren – in Begleitung natürlich. Mehrere Tauchanzüge, Flaschen, Flossen und alles übrige Gerät stellt Falko Schmidt. Er hat nun in Zaatzke einen Raum eingerichtet, wo er auch die Pressluftflaschen auffüllen kann. Nachdem der Schnuppertaucher einen medizinischen Fragebogen ausgefüllt hat, ist auch für eine Versicherung für den Tauchgang gesorgt. Der Tauchgast muss nur seine Neugier mitbringen und ein Mindestalter von zehn Jahren.

Je nachdem, wie die Wasserbeschaffenheit sei, wird im Glam­becksee, im Dranser See oder in anderen Gewässern der Umgebung getaucht: „Ich achte immer darauf, dass das Wasser so klar ist, dass meine Schnuppertaucher auch etwas zu sehen bekommen.”

Bekommt der Tauchgast Lust darauf, den Sport zu den verschiedenen Tauchscheinen fortzusetzen, arbeitet Falko Schmidt mit verschiedenen Tauchbasen zusammen, an die er seine Gäste weiterempfehlen kann. Anmeldungen nimmt Falko Schmidt unter der Telefonnummer 03394/44 26 99 entgegen. Um Pfingsten herum beginnt traditionell die Tauchsaison. „Eine Mindesttemperatur von 15 Grad sollte das Wasser haben”, sagt Falko Schmidt.

Von Claudia Bihler

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostprignitz-Ruppin
MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg