Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ostprignitz-Ruppin Schönberg feiert den 650. Geburtstag
Lokales Ostprignitz-Ruppin Schönberg feiert den 650. Geburtstag
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:41 20.09.2015
Festumzug zur 650-Jahr-Feier in Schönberg – die prächtige Erntekrone vorneweg. Quelle: Regine Buddeke
Anzeige
Schönberg

Es sind weit mehr als Nenas 99 Luftballons, die am Samstagnachmittag über Schönberg fliegen – bestückt mit persönlichen Wünschen der Feiergäste. Für Ortsvorsteherin Mandy Pöthke ist mit dem Tag schon ein Wunsch wahr geworden: „Dass wir mit einem Festumzug unser Erntedankfest feiern, gab es in den letzten Jahren hier noch nicht“, sagt sie.

Schon der Umzug geriet sehr zur Zufriedenheit der Dörfler. Vorneweg rollte die prächtige Erntekrone, dann folgten die Schönberger – mit und ohne Kostüm und natürlich mit viel Mais, Kürbis und anderen Früchten aus Feld und Garten. Mittenmang die Treckerparade des Kelleraner Lanz-Bulldog-Hofs von Kurt Schmock – die Oldtimer brachten einen Hauch Historie in den Zug, der auf der Schönberger Mustang-Ranch von Renato Juran endete. „Toll, dass so viele Auswärtige beim Umzug mitgemacht haben“, freut sich Mandy Pöthke über die Griebener, die Löwenberger Feuerwehr und die Trecker aus Keller. „Toll ist auch, dass die Anwohner ihre Grundstücke so kreativ geschmückt haben“, lobt sie weiter. In der Tat stehen tolle Gebilde am Straßenrand. Etwa die Regenhose samt Stiefeln, aus deren Bund kein Oberkörper, sondern Blumen wachsen. Daneben ein Strohmann auf altem Trecker – das Anwesen der Familien Ortmann und Faulwetter war denn auch das Grundstück, das den Jurypreis gewann. Auch Lindows Amtsdirektor Danilo Lieske gehörte zu den Preisrichtern.

Das war nicht nur schlicht Erntedank: Schönberg feierte zugleich seine erste urkundliche Erwähnung vor 650 Jahren. Nach einem bunten Festumzug wurde auf der Mustang-Ranch weitergefeiert. Am Nachmittag hatten vor allem die Kinder ihren Spaß – abends ging es mit Livemusik für Jung und Alt zur Sache.

„Sie haben Ihr Ziel erreicht“, prangte es am Eingang der Mustang-Ranch. Wohl wahr: Für die Schönberger fängt der Spaß jetzt erst richtig an. „Heute Nachmittag dreht sich alles um die Kinder“, so die Ortsvorsteherin. Schon der Zauberclown sorgte für lachende Kindergesichter. Klar, wenn man einen „Hupfblong hüpfopologisieren“ soll, kann das nur lustig sein. Zumal der angeblich Mutigste den Ballon sicherheitshalber mit langen Armen vor sich streckt, als Xyz mit der Nadel kommt.

Nach der Show kann auf der Wiese ein riesiger Spieleparcours abgearbeitet werden: Nach Lust und Laune können sich die Kids beim Sackhüpfen, Hufeisen- und Ringewerfen, Entenangeln und sogar an der Armbrust des Schützenvereins, der im Übrigen auch für ein donnerndes Salut mit einer kleinen Kanone sorgte, austoben. Natürlich gab es auch eine Siegerehrung für die Schnellsten, Stärksten und Geschicktesten. Die Großen konnten derweil vom lecker duftenden Wildschwein kosten.

Abends gibt es Live-Musik mit Franziska – es darf getanzt werden, keine Frage. „Die ist toll“, schwärmt Ranchbetreiber Juran. „Wenn man die Augen zumacht, glaubt man wirklich, dass Helene Fischer auf der Bühne steht, so echt klingt es.“ Der gelungene Tag gipfelt spätabends noch in einem Feuerwerk. Der Abend ist damit jedoch noch lange nicht beendet.

Von Regine Buddeke

Sterben und Tod sind hierzulande Tabuthemen. „Wir begreifen den Tod nicht, weil wir ihn nicht anfassen“, sagt Autor Martin Kreuels. Der Biologe hat vor sechs Jahren seine Frau verloren. Seine Art, damit umzugehen und den Verlust zu überleben, hat er aufgeschrieben. In Neuruppin las er aus seinem Buch und stieß damit eine hitzige Debatte an.

23.09.2015

Eine Stunde kostenlos im Internet surfen, das ist für Besucher der Stadt Wittstock kein Problem mehr. Auf dem Markt ging am Freitag ein Wlan-Hotspot in Betrieb. Es ist der erste in einer Kommune des Landkreises Ostprignitz-Ruppin. Bürgermeister und Sparkassenchef waren die ersten Nutzer.

18.09.2015
Ostprignitz-Ruppin KMG-Klinik will Gebäude selbst nutzen - Kyritz: Kein Flüchtlingsheim im Bettenhaus

Die KMG-Kliniken wollen das frühere Bettenhaus in Kyritz nicht für die Unterbringung von Flüchtlingen vermieten. Eine entsprechende Anfrage hatte es dort vom Landkreis gegeben. Jedoch will die Klinik den Altbau künftig selbst nutzen und dort unter anderem ein medizinisches Versorgungszentrum etablieren.

21.09.2015
Anzeige