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Schöner reisen im Prignitz-Express

Neue Triebwagen für den RE6 Schöner reisen im Prignitz-Express

Der Prignitz-Express bekommt moderne Triebwagen. Voraussichtlich ab Dezember sollen die neuen Züge des französischen Herstellers Alstom auf der Strecke fahren. Sie Triebwagen sind bisher in Nordrhein-Westfalen im Einsatz, werden für den RE 6 aber komplett modernisiert und bekommen mehr Sitzplätze.

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Triebwagen vom Typ Lint 41 fahren ab Dezember auf der Strecke des Prignitz-Express’ RE 6.

Quelle: ALSTOM

Neuruppin. Die Tage der alten Züge auf der Strecke des Prignitz-Expresses sind gezählt. Seit Jahren scheinen die Störungen in den Triebwagen immer mehr zuzunehmen: Im Sommer fällt regelmäßig die Klimaanlage aus, im Winter die Heizung und wiederholt gibt es Probleme mit dem Antrieb. Jetzt soll alles besser werden. Ab Dezember setzt die Bahn auf der Strecke des RE 6 von Berlin über Neuruppin nach Wittenberge andere Triebwagen ein. Die bisherigen Züge werden zumindest auf dieser Strecke ausgemustert.

Bei den Neuen handelt es sich um Triebwagen der Baureihe 648. Für Laien sehen sie von außen nur geringfügig anders aus als die bisherigen. Für die Fahrgäste verspricht die Bahn jedoch deutliche Verbesserungen. So bekommen die Züge barrierefreie Toiletten, es soll mehr Stellplätze für Fahrräder in den Triebwagen geben, und mit einem modernen „Fahrgastinformationssystem“ werden die Züge auch ausgestattet. Die Fahrgäste können also auf Bildschirmen verfolgen, wo auf der Strecke sich der Zug gerade befindet und was auf sie zukommt.

Bahn betreibt die Strecke vorerst bis Ende 2027

Die Triebwagen sind Teil des neuen Vertrages, den die Bahn mit den Ländern Brandenburg und Berlin für den Prignitz-Express geschlossen hat. 2012 hatte der Verkehrsverbund diese Strecke und die Linie RB 55 von Hennigsdorf nach Kremmen europaweit ausgeschrieben. Schließlich hatte die DB Regio, eine Tochter der Deutschen Bahn AG, wieder den Zuschlag für den Betrieb der beiden Bahnlinien bekommen. Der neue Vertrag gilt von Ende 2016 bis Ende 2027.

Die Züge, die das Unternehmen ab Dezember einsetzen will, sind runderneuert, aber nicht völlig neu. Mit den Triebwagen vom Typ Lint des Herstellers Alstom gibt es schon reichlich Erfahrung. Die Bahn setzt die Züge mit der internen Bezeichnung BR 648 bereits seit Jahren auf mehreren Linien in ganz Deutschland ein.

Die Triebwagen, die ab Dezember in Neuruppin fahren sollen, sind bisher in Nordrhein-Westfalen unterwegs. Genauer im sogenannten Sauerlandnetz, sagt Bahnsprecher Burkhard Ahlert. Für den Einsatz beim Prignitz-Express bekommen sie „ein Redesign“ mit mehr Sitzplätzen und einer modernen Innenausstattung.

Auch das Betriebswerk in Neuruppin wird umgerüstet

Umgerüstet wird auch das Bahnwerk in Neuruppin. Bisher werden an der Mesche die Züge der Baureihe 646 gewartet, die zurzeit noch zwischen Berlin, Neuruppin und Wittenberge unterwegs sind, ebenso auf der Strecke RB 66 zwischen Angermünde und dem polnischen Szczecin.

Die Bahn rüstet ihr Betriebswerk in Neuruppin für die neuen Züge um. Künftig werden von den Mitarbeitern dort 14 Triebwagen der Baureihe 648 gewartet. Die bisherigen Triebwagen werden auch in den nächsten Jahren weiter auf der Strecke nach Polen im Einsatz sein.

Von Reyk Grunow

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