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Schönermark wird seinem Namen gerecht

Dorf putzt sich heraus Schönermark wird seinem Namen gerecht

Schönermark hat sich in den vergangenen Jahren herausgeputzt und wird seinem Namen dadurch immer mehr gerecht. Bürgermeister Gerhard Wilke freut sich, dass das Dorfleben funktioniert und das Gewerbe im Ort floriert. Jedoch bereitet auch Wilke die demografische Entwicklung der Region auf längere Sicht Sorgen.

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Schönermarks Bürgermeister Gerhard Wilke.

Quelle: André Reichel

Schönermark. Geschnatter badender Enten schallt in Schönermark vom Teich in der Dorfmitte herüber. Es ist ein Bild wie aus alten Zeiten. Die Wiese drum herum ist frisch gemäht und Steinbänke laden dort im Schatten einiger Bäume zum Verweilen ein. Einen gepflegten Eindruck macht auch die sanierte Dorfstraße, und bis auf ganz wenige Ausnahmen sind alle Häuser bewohnt und gut in Schuss. Von etwa 70 Häusern sind bisher 45 umfassend saniert oder umgebaut. Schönermark wird seinem Namen immer gerechter. Das älteste Haus im Dorf ist über 200 Jahre alt. Ein Großteil der Häuser stammt aus der sogenannten Gründerzeit, also der Zeit von 1871 bis etwa um 1900. Erst in den 1950er Jahren kamen drei Siedlungsgehöfte hinzu. Bis zum Ende der DDR wurden weitere 22 Häuser errichtet. Die meisten davon stehen im Holzhausener Weg. Nach der politischen Wende kam kein einziges Haus hinzu.

Insgesamt stimmt die Struktur im Dorf, betont Gerhard Wilke und warnt jedoch vor den Auswirkungen der demografischen Entwicklung: „Wir haben acht Gewerbetreibende im Ort, das ist gut. Aber es gibt hier zu wenig Kinder.“ Der 68-Jährige ist seit 1970 in Schönermarks Gemeindevertretung, seit 2002 stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Stüdenitz-Schönermark und seit 2014 schließlich Bürgermeister. Besonders stolz ist Wilke darauf, dass es die Agrargenossenschaft des Dorfes noch gibt. Der Landwirtschaftsbetrieb ist im Ort der größte Arbeitgeber und feiert in diesem Jahr das 25-jährige Bestehen.

Wegebau war über Jahrzehnte hinweg wichtiges Thema

Der Weg zur Verschönerung des Dorfes war steinig und dauerte viele Jahrzehnte, erinnert sich Gerhard Wilke. Den Anfang machten die Schönermarker, als sie 1888 die Dorfstraße pflasterten. Vorher gab es nur einen Sandweg, der bei Regen zur Modderpiste verkam. Fast 100 Jahre später, im Jahre 1979, wurde das Holperpflaster im Dorf mit Bitumen überzogen und die Straße nach Zernitz verbreitert. Fünf Jahre später wurde die Betonstraße nach Charlottenhöhe gebaut. Ebenfalls noch zu DDR-Zeiten wurde unter Führung des damaligen Bürgermeisters Carl Schulz der erste Gehweg im Dorf von den Einwohnern gebaut. 1986 wurde der Wirtschaftsweg zu den Stallanlagen südlich des Dorfes betoniert.

Unmittelbar nach der politischen Wende wurde der Feldweg vom Abzweig Charlottenhöhe bis nach Holzhausen mit Betonplatten ausgebaut. „Das Material war noch übrig, also haben wir es verbaut“, sagte Gerhard Wilke. Im Zeitraum von 1995 bis 2000 ist die Dorfstraße von Schönermark samt Nebenanlagen saniert worden. Gleiches gilt für den Stüdenitzer Damm und die Straße nach Zernitz, die bis dato eine mit Bitumen überzogene Kopfsteinpflasterstraße mit befestigtem Seitenstreifen war. Die feierliche Übergabe fand am 16. Juni 2000 statt. Gefeiert wurde gleichzeitig das 75-jährige Bestehen der freiwilligen Feuerwehr des Dorfes. „Schon bald darauf wurde die Ortsfeuerwehr aufgelöst“, sagte Gerhard Wilke mit Bedauern.

Fusion mit Stüdenitz als demokratisch entschiedener Schritt

Im Jahr 2002 fusionierte Schönermark mit Stüdenitz im Rahmen der Kommunalreform zu einer Gemeinde. Das bis dahin zur Stadt Kyritz gehörende Schönermark wurde so ins Amt Neustadt eingegliedert. „Die Einwohner beider Dörfer hatten damals abgestimmt und sich ganz demokratisch für diesen Schritt entschieden“, sagte Bürgermeister Wilke. Im selben Jahr des Zusammengehens mit Stüdenitz wurde in Schönermark die Betonstraße nach Charlottenhöhe rekonstruiert. Das Geld hierfür kam vom Amt Neustadt.„Es war so etwas wie ein Geschenk für uns Neulinge“, sagte Gerhard Wilke.

Als bislang letzte Straßenbaumaßnahme ist im Jahr 2009 der Barenthiner Weg vom letzten Haus im Dorf bis hin zur Waldkante erneuert worden. Dieser ist 30 Jahre zuvor von der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft (LPG) als sogenannte Nassbetonstraße gebaut worden. In vier Jahren, so Wilke, sind alle Kredite für die Straßenbaumaßnahmen abbezahlt.

Von André Reichel

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