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Ostprignitz-Ruppin Schon 420 Briefwähler in Kyritz
Lokales Ostprignitz-Ruppin Schon 420 Briefwähler in Kyritz
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02:15 01.11.2015
Dauerte alles keine fünf Minuten: Thomas Reiche holte sich die Unterlagen im Bürgerbüro, machte sein Kreuz und steckte den Zettel in die Wahlurne. Quelle: Matthias Anke
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Kyritz

Besondere Post erreichte alle rund 8000 Kyritzer Wahlberechtigten vor Kurzem. Die nicht alltägliche Karte erinnerte an die Wahlbenachrichtigungen, wie sie schon so manches Mal im Briefkasten lagen bei Kommunal-, Landtags-, Bundestags- oder Europawahlen. Im aktuellen Fall nun aber ist es eine Abstimmungsbenachrichtigung, und zwar für den Bürgerentscheid am Sonntag, 8. November. Es geht dann um ein „Ja“, einen Beschluss der Stadtverordneten zurückzunehmen, oder ein „Nein“, diesen also zu belassen. Strittig ist die in dem Beschluss enthaltene Bauvariante, nach der das heutige Gartengelände des früheren Klosterareals mit Neubauten versehen werden würde.

Viele Kyritzer haben in den vergangenen zwei Wochen mit der Karte ihren Abstimmungsschein im Bürgerbüro des Rathauses schon geholt beziehungsweise auf dem Postweg beantragt. Die meisten davon entschieden sich bereits, machten ihr Kreuz, schickten den Schein zurück oder steckten ihn im Rathaus gleich selbst in die Urne. Wahlleiterin Veronika Lausch zählte bis Donnerstagmittag insgesamt 420 Kyritzer, die ihre Unterlagen angefordert haben, also nicht erst am Sonntag wählen gehen wollen – oder eben in ein anderes Abstimmungslokal als das für sie laut Adresse bestimmte aufsuchen müssen.

Alles wichtige rund um diese Abstimmung ist der Benachrichtigungskarte zu entnehmen. Demnach sind am Abstimmungstag mehrere Wahllokale in Kyritz und auch jeweils eines in allen Ortsteilen von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Dorthin ist neben dem Personalausweis oder Reisepass ebenso die Benachrichtigungskarte mitzubringen.

Der Schlagabtausch geht weiter

Wer sein Kreuz ebenfalls wie die bisherigen 420 Wahlberechtigten schon vor dem Sonntag machen möchte, kann sich den Abstimmungsschein noch bis zum kommenden Freitag, 6. November, um 18 Uhr von der Stadtverwaltung geben lassen.

Unterdessen geht der Schlagabtausch zwischen Befürwortern und Gegnern der sogenannten Planvariante A weiter: Maßgeblich wird unter Stadtverordneten, in Internetforen oder Leserbriefen an die MAZ immer öfter argumentiert, dass die Rücknahme des besagten Beschlusses viel mehr bedeutet, als nur den Klostergarten nicht zu bebauen. Schließlich ist es eine Art Grundsatzbeschluss zur Entwicklung des gesamten Klosterviertels. Diejenigen, die den Garten erhalten wollen, glauben dennoch daran, auf diese Weise nur die Bauvariante A zu verhindern und anschließend andere Lösungen finden zu können.

Übrigens: Wer die Benachrichtigungskarte verbummelt hat oder bereits gar in den Papierkorb warf und sich es nun doch anders überlegt, der kann auch ohne sie zur Abstimmung gehen. Dann dauert das Prozedere schlicht zwei oder drei Minuten länger.

Wie im Wahlkampf

Befürworter und Gegner des umstrittenen Stadtverordnetenbeschlusses haben in Kyritz plakatiert wie bei einer politischen Wahl.

Der Förderverein Klosterviertel wirbt mit dem Slogan „Klosterviertel als Kulturstandort für alle“ und fordert, den Beschluss beizubehalten, also „Nein“ anzukreuzen.

„Der Kloster­garten ist schon heute ein Kul­tur­stan­dort und für alle offen und nutzbar. Nie­mand möchte eine Entwick­lung ver­hin­dern, schon gar nicht die Bürg­erini­tia­tive. Es soll eine ganz andere Fläche bebaut wer­den, als die jene, auf dem Plakat zu sehen ist“, kontert die Bürgerinitiative. Ihr Satz lautet: „Stimmen Sie mit Ja für die Rettung des Klostergartens.“

Von Matthias Anke

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