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Schon drei Bewerber fürs Bürgermeisteramt

Rheinsberg Schon drei Bewerber fürs Bürgermeisteramt

Zeitgleich mit den Bundestagswahlen wird am 24. September in Rheinsberg auch der Bürgermeister neu gewählt. Amtsinhaber Jan-Pieter Rau (CDU) wird dabei wohl mindestens zwei Gegenkandidaten haben: Rheinsberg ehrenamtlichen Ortsvorsteher Sven Alisch (SPD) sowie den streitlustigen Frank-Rudi Schwochow (BVB/Freie Wähler).

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Sven Alisch will es noch einmal wissen.

Rheinsberg. Nun ist es offiziell: Die Rheinsberger können bei der Wahl eines neuen Bürgermeisters am 24. September zwischen wenigstens drei Bewerbern wählen. Denn neben Amtsinhaber Jan-Pieter Rau (50/CDU) treten auch Sven Alisch (51/SPD) und Frank-Rudi Schwochow (30/BVB-Freie Wähler) an. „Der Ortsverein hat den Wunsch an mich herangetragen“, sagte Alisch am Montag. Der Kreistagsabgeordnete erbat sich zunächst Bedenkzeit. Zudem sollte die Partei klären, ob es noch andere Bewerber gebe. Doch gingen keine weiteren Vorschläge ein, so dass der Ortsverein Alisch nun einhellig, bei einer Enthaltung, nominierte.

Alisch bescheinigte Bürgermeister Rau, eine „sehr gute Arbeit“ gemacht und die Verwaltung neu aufgestellt zu haben. Gleichwohl sieht der SPD-Mann Handlungsbedarf. „Die Einwohnerzahl darf nicht unter 8000 sinken, damit Rheinsberg selbstständig bleiben kann“, sagte der Rechtsschutzsekretär. Zudem sollten die touristische Infrastruktur ausgebaut und mehr barrierefreie Angebote geschaffen werden. Alisch will zudem, dass die Kita-Öffnungszeiten besser mit den Arbeitszeiten der Eltern abgestimmt werden, „sonst werden wir es schwer haben, dass neue Fachkräfte nach Rheinsberg ziehen“. Nicht zuletzt will Alisch dafür eintreten, dass sich die Kommunikation zwischen den Abgeordneten untereinander sowie zwischen den Politikern und der Stadtverwaltung verbessert.

Von Johannes Rau für die SPD geworben

Alisch ist seit 1992 in der SPD, geworben hat ihn kein Geringerer als der spätere Bundespräsident Johannes Rau. Diesen hatte der Rheinsberger 1991 bei einem Gewerkschaftstag in Köln getroffen. Zudem war Alisch von der Arbeitsweise Brandenburgs einstiger Sozialministerin Regine Hildebrandt (SPD) beeindruckt. Alisch ist seit Jahren ehrenamtlicher Ortsvorsteher von Rheinsberg und Kreistagsabgeordneter. 2009 wurde der Politiker verdächtigt, Fördermittel zweckentfremdet eingesetzt zu haben. Doch dieses Verfahren wurde in dritter Instanz gegen Zahlung einer Geldbuße von 10 000 Euro eingestellt. „Ich bin rehabilitiert“, betonte Alisch.

Frank-Rudi Schwochow will sich erst am Ende der Woche zu seiner Kandidatur äußern. Ob die Linke einen Bewerber um das Rheinsberger Bürgermeisteramt ins Rennen schickt, das will die Partei am Dienstagabend bei einer Versammlung klären. CDU-Mann Rau hatte sich 2010 überraschend gleich im ersten Wahlgang gegen vier weitere Bewerber durchgesetzt.

Von Andreas Vogel

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