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Schreck am Morgen: Granate gefunden

Neuruppin Schreck am Morgen: Granate gefunden

Da staunten die Bauarbeiter nicht schlecht, als sie am Dienstagfrüh in der Neuruppiner Klosterstraße plötzlich ein verdächtiges Metallteil fanden. Sie alarmierten umgehend den Kampfmittelräumdienst der Polizei. Die Experten konnten Entwarnung geben. Gleichwohl werden sich die Arbeiten für die neuen Häuser an der Klosterkirche wohl verzögern.

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Die Bauarbeiter staunten am Dienstag nicht schlecht über ihren Fund in der Neuruppiner Klosterstraße.

Quelle: privat

Neuruppin. Die umgebauten Reste einer Rakete sind am Dienstag früh kurz nach 8 Uhr auf einer Baustelle in der Neuruppiner Klosterstraße gefunden worden. Der umgehend alarmierte Kampfmittelräumdienst der Polizei konnte jedoch wenig später Entwarnung geben. „Es handelte sich um ein Stück einer 57 Millimeter großen, ungelenkten Rakete“, sagte Gerd Fleischhauer. Die Hülse war leer. Der Munitionsexperte vermutet, dass die Munition sowjetischer Bauart ist und eigentlich auf dem einstigen Truppenübungsplatz in der Kyritz-Ruppiner Heide lag. Vermutlich wurde sie dort gefunden und von jemanden als eine Art Souvenir mit nach Hause gebracht. „Das war nur noch Schrott“, so Fleischhauer.

Neue Häuser auf dem einstigen Klosterfriedhof

Gleichwohl hatten die Bauarbeiter um Uwe Henning (49) aus Dierberg zunächst einen Schreck bekommen und sofort ihre Arbeiten gestoppt, als sie das verdächtige Metallstück entdeckten. „Man guckt erst mal komisch“, sagte Henning. Er ist mit seinen Kollegen derzeit im Auftrag der Neuruppiner Stadtwerke dabei, die Anschlüsse für das Wasser und den Strom zu legen, damit die Arbeiten für die geplanten Wohnhäuser, die direkt gegenüber der Klosterkirche entstehen sollen, beginnen können. Das wird allerdings noch etwas dauern. Grund ist nicht die Fundmunition. Vielmehr wurde das Areal jahrhundertelang als Klosterfriedhof genutzt. Deshalb sind weiterhin Archäologen vor Ort. 25 Gräber haben sie dort bereit bei sogenannten Rettungsgrabungen entdeckt. Darunter war ebenfalls ein Schädel, der deutliche Verletzungen durch einen Schwerthieb aufwies, sowie ein Schädel mit einem kleinen, kreisrunden Loch – ein Beleg für eine Kopfoperation vor einigen hundert Jahren.

Von Andreas Vogel

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