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Ostprignitz-Ruppin Schritt für Schritt durch die Dossestadt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Schritt für Schritt durch die Dossestadt
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00:43 23.08.2014
Zu viert geht es jeden Mittwoch durch die Stadt. Gerhard Steinkopf (r.) ist der Älteste. Quelle: Madlen Wirtz
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Wittstock

"Ihr seid zu meinem runden Geburtstag nächstes Jahr eingeladen", rief Gerhard Steinkopf am Mittwoch spontan und fröhlich in die Runde. Dass der Wittstocker bereits auf die 90 Jahre zugeht, scheint fast unglaublich. Das hohe Alter sieht ihm niemand an. "Und ich bin auch schon 78 Jahre", ergänzt Manfred Lau. Er ist froh, so gut auf den Beinen zu sein. "Es ist ja erwiesen, das die Schmiere aus den Gelenken geht, wenn man sich nicht bewegt", hat der Senior gerade erst kürzlich in einer Fernsehsendung erfahren.

Was die beiden Herren und zwei älteren Damen fithält, ist kein Geheimnis, sondern liegt ganz offensichtlich an Wittstock und der Aktion "3000 Schritte extra" der Volkssolidarität (VS). "Wir laufen kreuz und quer und überall dorthin, wo es in der Stadt etwas zu sehen gibt", erzählt Manfred Lau. Zu sehen gibt es in der Dossestadt immer dann etwas, wenn gebaut wird. Das ist in der vergangenen Zeit oft der Fall. "In der Kleinen Kettenstraße und in der Werderstraße", zählte Waltraud Minkwitz auf. "Schön sind auch die Gassen der Stadt. Zum Beispiel die 'Bürgermeistergasse', durch die man nur vom Parkplatz in der Werderstraße aus gelangt", berichtet die Seniorin aus Biesen. Sie ist von Wittstock aufs Land gezogen. Die 3000 Schritte hat sie so manches Mal schon hinter sich gebracht, wenn sie mittwochvormittags zum Treffpunkt in der Volkssolidarität in die Poststraße nach Wittstock kommt. Denn nicht immer hat sie eine Fahrgelegenheit.

3000 Schritte extra

  • Die Aktion „3000 Schritte extra“ wird seit 2. Mai 2009 von der Volkssolidarität (VS) angeboten. Es gibt eine Gruppe in Wittstock und eine in Freyenstein.
  • In Wittstock treffen sich die Teilnehmer jeden Mittwoch um 9 Uhr in der Geschäftsstelle der VS in der Poststraße 11.
  • Teilnehmen kann jeder – egal welchen Alters. Auch Nicht-Mitglieder sind willkommen.

Die Senioren planen ganz individuell ihre Laufrouten durch die Stadt. Mal geht es ein Stück um die fast zweieinhalb Kilometer lange Stadtmauer oder quer durch die Innenstadt. Der Skaterpark und die Parkanlage vor den Wohnhäusern am Stadion des Friedens waren bisher die weitesten Routen. Mit bis zu 8000 Schritten befinden sich diese Ziele weit außerhalb der Norm.

Einen Schrittzähler brauchen sie nicht mehr. Der, den sie vor fünf Jahren, zu Beginn der Aktion, überreicht bekamen, hat längst seinen Geist aufgegeben. Was sich die Senioren jedoch wünschen, sind weitere Teilnehmer. "Wir sind eine richtig gute Truppe", sagt Ingetraud Malcherek. Sie ist vom Land in die Stadt gezogen und kannte kaum jemanden. "Es kamen neue Eindrücke auf mich zu. Mit denen musste ich mich erst zurechtfinden. Doch hier in der Gruppe habe ich gute Kontakte zu anderen aufgebaut", erzählt Ingetraud Malcherek. Dadurch hat die Neu-Wittstockerin ihre Leidenschaft fürs Bowlen entdeckt.

Wind und Wetter können die Vier nicht von ihren 3000 Schritten abhalten. Selten haben sie ihre mittwöchlichen Schritte ausfallen lassen müssen. "Auch nur, weil es spiegelglatt war oder extrem geregnet hat", erinnert sich Manfred Lau. Aber getroffen haben sie sich immer bei der VS.

Von Madlen Wirtz

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