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Schüler basteln am Schwimmbad der Zukunft

Wittstocker Gymnasiasten beim Energiesparwettbewerb Schüler basteln am Schwimmbad der Zukunft

Die Schüler der Klasse 8 c am Wittstocker Gymnasium bauen gerade ihr Modell für den Wettbewerb „Mission Energiesparen“. Die Jury wird am Mittwoch in Potsdam entscheiden, ob der Sieg bereits zum vierten Mal hintereinander an die Dosse geht. Obwohl das Modell eines Schwimmbades strengster Geheimhaltung unterliegt, durfte die MAZ schon einen Blick drauf werfen.

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Die Achtklässler haben noch ein ganzes Stück Arbeit vor sich. Aber es geht voran.

Quelle: Christian Bark

Wittstock. Im Werkstattraum des Wittstocker Gymnasiums wird in diesen Tagen fleißig gesägt, geschleift, gemalt und getüftelt. Die Schüler der Klasse 8 c und ihr Physiklehrer Bernd Frühauf fertigen dort ihr Modell eines energiesparenden Schwimmbads. Die Aufgabe haben sie vor zwei Wochen bekommen. Das Modell ist der Wittstocker Beitrag für den Schulwettbewerb „ Mission Energiesparen“.

„Die Zeit ist ganz schön knapp“, sagt Bernd Frühauf. Darum müsse jetzt auf Hochtouren gewerkelt werden, um das Modell bis zum kommenden Montag fertigzustellen. Deshalb kommen die Schüler nach Unterrichtschluss in den Keller des Gymnasiums und opfern dafür einige Stunden ihrer Freizeit. So wie Jenniffer Lohmann. „Gestern habe ich auch schon zwei Stunden gebastelt“, sagt die 13-Jährige. Für sie sei das kein Problem, denn sie wohnt in Wittstock. Schwerer hätten es da Schüler aus den Ortsteilen, die ihren Bus nicht verpassen dürften.

Spaß und Lernen stehen an erster Stelle

„Hauptsache es macht Spaß“, sagt Jenniffers Mitschülerin Julia Fischer. Obwohl die Erwartungshaltung an die Wittstocker nach den drei Siegen der vergangenen Wettbewerbe natürlich hoch sei. „Wir sind auch nicht traurig, wenn es kein erster Platz wird“, betont Bernd Frühauf. Immerhin sei der Wettbewerb eine originelle Idee, das im Physikunterricht erworbene Wissen nun praktisch umzusetzen. „Gerade eine Schwimmhalle ist für Energiespar-Ideen gut geeignet“, erklärt der Lehrer. Dabei könnten die Schüler mit Wasser-, Wärme-, Sonnen- und elektrischer Energie experimentieren und zugleich ihre Kreativität ausleben.

Endausscheid bei der Mission Energiesparen 2015/16

Zwölf Punkte konnten die Wittstocker im diesjährigen Wettbewerb verbuchen. Damit führen sie aktuell die Liste der sechs Finalisten an.

Am 20. April findet das große Finale im Treffpunkt Freizeit in Potsdam statt. Dort wird die Jury alle Modelle begutachten.

Rund zehn Minuten haben die Schülergruppen Zeit, ihre jeweiligen Modelle vorzustellen und deren Funktionsweise zu erläutern. Die Wittstocker müssen sich dabei gegen Gymnasiasten aus Rathenow, Stahnsdorf, Wilhelmshost, Gransee und Beelitz durchsetzen.

Bei den vergangenen drei Wettbewerben ging der Sieg nach Wittstock.

Das Gebäude wird im Maßstab 1 zu 50 gebaut, erklärt Niklas Linke. Er wird der Jury am kommenden Mittwoch in Potsdam das Energiekonzept des Modells vorstellen. „Das muss ich in zweieinhalb Minuten schaffen“, sagt er. Fünf seiner Mitschüler gingen dann in den restlichen acht Minuten auf andere Details ein. Zum Beispiel darauf, wo das Schwimmbad in Echt mal stehen könnte. „Eigentlich hatten wir uns den Wittstocker Bahnhof dafür ausgeguckt“, blickt der 14 Jahre alte Leon Blum zurück. Alternativ könne das Bad auch die Rote Mühle Turnhalle erweitern.

Preisgeld könnte in Klassenfahrten fließen

Bern Frühauf zufolge haben die Schüler für Material und Schmuckdetails vom Ausrichter des Wettbewerbs, dem Energieversorger Energie Mark Brandenburg, 30 Euro zur Verfügung gestellt bekommen. Das reiche jedoch nicht ansatzweise, und deshalb brächten die Schüler die Bauelemente von zuhause mit oder sammelten sie aus Restbeständen hiesiger Märkte.

Immer wieder vibrieren die Mobiltelefone der Schüler. In ihrer Whats-App-Gruppe verständigen sie sich darüber, wer was mitbringt und wer wann Zeit hat. Der Aufwand lohnt sich aber, wie Frühauf erklärt. Denn den Siegern winkt eine Geldprämie von mehreren tausend Euro. Geld, das die Schüler gut für eine Klassenfahrt gebrauchen könnten.

Von Christian Bark

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