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Ostprignitz-Ruppin Schüler bereiten sich auf Opern-Premiere vor
Lokales Ostprignitz-Ruppin Schüler bereiten sich auf Opern-Premiere vor
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16:07 17.10.2017
Letzte Probetage: Schüler des Neuruppiner Schinkel-Gymnasiums arbeiten an „Narziss und Echo“. Quelle: Peter Geisler
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Rheinsberg

„Du hast die schönsten Augen der Welt.“ Am Anfang hatte Anna Nguyen bei dieser Textzeile unwillkürlich lachen müssen. So kitschig, so übertrieben, so fremd erschien ihr dieser Satz. Inzwischen hat sich die 16-Jährige in ihre Rolle der „Echo“ so gut reingefunden, dass ihr der Satz problemlos über die Lippen kommt.

Am Donnerstagabend wird Anna Nguyen zusammen mit anderen Elftklässlern des Neuruppiner Schinkel-Gymnasiums auf der Bühne des Rheinsberger Schlosstheaters stehen und das Musiktheaterwerk „Narziss und Echo“ aufführen. Zwei intensive Probephasen haben die 15- und 16-Jährigen bereits hinter sich. Am Freitag begann der letzte Probenblock. „Manchmal fühle ich mich überfordert“, sagt Nguyen. Aber sie merkt auch, wie sehr sie sich entwickelt hat. Bei den hohen Tönen etwa oder der deutlichen Aussprache. „Wir haben alle ein Talent – auch wenn man das erst nicht denkt.“

Ein Profi-Team unterstützte die Schüler

Etwa 25 Jugendliche haben das Musiktheaterwerk „Narziss und Echo“ selbst geschrieben, komponiert und inszeniert. Unterstützt wurden sie bei dem von der Musikakademie initiierten Projekt von Musiklehrerin Ulrike Schubach und einem internationalen Profi-Team. Tänzer und Opernspezialist Arturo Gama übernahm die Regie. Aurélien Bello, der in Rheinsberg zuletzt Carmen dirigiert hatte, wurde als Komponist und Dirigent verpflichtet, Erika Otto schrieb das Libretto.

Wie viele andere Jugendliche auch hatte Anna Nguyen mit Oper zunächst nicht viel anfangen können. Zu verstaubt erschien ihr das gesamte Genre. „Einige von können noch nicht mal Noten lesen“, sagt sie lachend. Inzwischen begeistert sie sich für das Singspiel. „Wir haben es für uns gefunden.“

Fragen nach dem eigenen Selbst

Regieassistentin Ulrike Schladebach ist von den Jugendlichen begeistert. Sie haben sich ganz enorm entwickelt“, sagt Schladebach. „Sie sind über Grenzen gegangen.“ Das Thema von „Narziss und Echo“ habe den Jugendlichen einen Einstieg in die Opernwelt erleichtert. Eitelkeiten, die eigene Position in einer Gruppe, die Wertschätzung von Freunden – all diese im Narziss-Mythos verhandelten Konflikte seien für 16-Jährige spannend.

Auch die Musik mache den Schülern einer Auseinandersetzung mit dem Opernstoff leicht. Komponist Aurélien Bello habe aus den musikalischen Leitmotiven der Jugendlichen ein „sehr charmantes“ Stück entwickelt. „Das ist eine lustvolle moderne Oper“, sagt Schladebach. Es gäbe schmetternde Chöre und ein „erstaunlich musicalmäßiges Ende“. „Man muss keine Angst vor Oper haben.“

Das Musiktheaterwerk „Narziss und Echo“ ist am Donnerstag, 19. Oktober, und am Freitag, 20. Oktober, im Rheinsberger Schlosstheater zu sehen – jeweils ab 19.30 Uhr.

Von Frauke Herweg

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