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Ostprignitz-Ruppin Schüler helfen beim Restaurieren
Lokales Ostprignitz-Ruppin Schüler helfen beim Restaurieren
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02:15 18.03.2017
Axel Redepenning ist zuversichtlich, dass die jungen Damen vom Keramikkurs eine ebenso funktionale wie dekorative Lösung finden. Quelle: Alexander Beckmann
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Bork

Es ist ein echter Dachbodenfund. Als Borker und Lellichower im vergangenen Jahr die Modernisierung des Läutwerks der kleinen Borker Kirche angingen, stießen sie beim Aufräumen des Turms unter allerlei Schutt und Gerümpel auf die Überreste zweier alter Deckenleuchter. Die stammen wohl mindestens aus dem 19. Jahrhundert und sind radförmig: Speichen halten einen Reifen, an dem zwölf Kerzenhalter befestigt sind. Das war beim Fund aber nur einem der beiden Stücke noch anzusehen. Es hat inzwischen seinen Platz in der kleinen Ausstellung zur Kirchengeschichte im Turm gefunden.

Der andere Leuchter war schwer beschädigt und bestand im Grunde nur noch aus Fragmenten. Aufgeben wollten die Mitglieder des Gemeindekirchenrates und die anderen engagierten Einwohner das Relikt aber nicht. Sie machten den Leuchter zum Restaurationsobjekt und zu einem Schulprojekt.

Die noch vorhandenen Teile wurden gereinigt und so weit wie möglich hergerichtet. Schnell stand fest, dass das gute Stück wieder einen Platz im Kirchenraum bekommen sollte. Ergänzungen, um alle Teile zusammenzuhalten, waren allerdings unumgänglich.

Beleuchtung soll tropfsicher sein

Und noch etwas bereitete einiges Kopfzerbrechen: Bei besonderen Anlässen sollen wieder Kerzen im Leuchter brennen. Doch wie hindert man die ebenso zuverlässig wie dekorativ daran, ihr Wachs auf die Kirchenbesucher zu tropfen? Heißwachs von oben – das käme bestimmt nicht gut an.

Unterstützung fand der Lellichower Ortsvorsteher Axel Redepenning, der sich sehr für die denkmalgeschützte Borker Kirche einsetzt, in der Kyritzer Carl-Diercke-Schule. Seine Mutter Christel Redepenning leitet dort im Zuge des Faches „Wirtschaft-Arbeit-Technik“ der Klasse 9 einen Töpferkurs. So entstand die Idee, Schüler in die Gestaltung eines Tropfschutzes mit einzubeziehen. „Wir dachten uns, das Alte mit dem Neuen zu verbinden“, erklärt Axel Redepenning.

Einer der beiden Radleuchter hängt inzwischen schon in der kleinen Ausstellung zur Borker Kirchengeschichte. Quelle: privat

Der Borker Gemeindekirchenrat ging das Ganze mit großer Sorgfalt an und gestaltete sogar eine Informationsmappe mit Texten und Fotos über die Leuchter für die Schüler.

„Wir freuen uns ganz doll, dass wir hier Unterstützung finden“, sagt Axel Redepenning. „Natürlich laden wir die Gruppe, die das macht, zur Einweihung beim Sommerfest ein.“ Zu Pfingsten soll das sein.

Keramikerinnen sind optimistisch

Vier junge Frauen der 9. Klassen haben sich zur Mitarbeit an dem Projekt bereit erklärt. Deren Kursleiterin Christel Redepenning berichtet: „Wir haben schon angefangen, daran zu arbeiten. Wir wollen mindestens drei Vorschläge zur Gestaltung vorlegen. Ich denke, wir bekommen da was hin.“ Zudem ist die Gruppe eingeladen, sich in der Kirche selbst ein Bild von den Umständen zu machen.

Dazu gehört die Geschichte des Leuchters. „In den Kirchen ringsum gibt’s diese Leuchter eigentlich gar nicht mehr. Die sind sehr selten geworden“, sagt Axel Redepenning. Die sogenannten Jerusalem-Leuchter seien aber trotzdem ein Stück Regionalgeschichte, das es wert sei, bewahrt zu werden.

Gerade diese Überlegung macht die Sache für die Schulleiterin Christine Kruschel so interessant. Es gehe eben nicht nur um Kunst, Technik oder Geschichte, sondern um die Verbindung vieler verschiedener Fächer. „Das ist ja das, was wir eigentlich in der Schule wollen. Schön, dass sie dabei an uns gedacht haben.“

Von Alexander Beckmann

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