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Ostprignitz-Ruppin Schüler helfen im Rheinsberger Wald
Lokales Ostprignitz-Ruppin Schüler helfen im Rheinsberger Wald
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02:15 25.09.2015
Isabelle, Mert Can, Tim und Mischa bei der Arbeit. Quelle: Peter Geisler
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Rheinsberg

Nachdem im August ein Sturm Verwüstungen in und um Rheinsberg verursacht hat, sind Forst und Bauhof noch immer damit beschäftigt, die Schäden zu beseitigen. Hilfe bekamen sie in den vergangenen beiden Wochen von ungewöhnlicher Seite: Zwei Schulklassen beteiligten sich an einem Projekt zur Wiederaufforstung.

Nachdem zunächst Schüler des Immanuel-Kant-Gymnasiums aus Berlin-Lichtenberg mithalfen, packt derzeit die Klasse 8b der Stadtteilschule Rissen aus Hamburg mit an. Unterstützt von professioneller Anleitung, setzen die Schüler Pflöcke und ziehen Zäune, transportieren Äste und Zweige ab und ziehen unliebsame Traubenkirschen aus dem Unterholz.

Ein Projekt gegen „egomane Strukturen“ in der Pubertät

Lehrerin Nicole Kloppenburg ist von dem Arbeitseinsatz begeistert. „Seit Gründung unserer Schule gibt es in jedem Jahr für die achten Klassen eine so genannte Herausforderungstour“, sagte Kloppenburg. Die beginnende Pubertät sei eine Phase, in der es gelte, dem Auftreten „egomaner Strukturen“ entgegenzuwirken. Kloppenburg gefällt der Nachhaltigkeitsaspekt an dem Projekt, zudem seien in der Inklusionsklasse alle gefordert.

Entsprechend motiviert packten auch am Dienstag alle mit an und ließen sich auf die Natur ein. Die Smartphones haben die Schüler ein wenig widerwillig zuhause gelassen, so dass sie sich auf ihrer einwöchigen Projektfahrt ganz auf ihre Arbeit konzentrieren können.

Projektleiter Henning Rothe ist zufrieden mit dem Einsatz der Stadtkinder. Quelle: Peter Geisler

„Man merkt schon, dass es Stadtkinder sind“, sagte Henning Rothe vom Bergwaldprojekt, der die Jugendlichen federführend anleitet. „Hier gibt es Spinnen und Insekten und der Boden ist uneben.“ Die Unterstützung durch die jungen Leute sei trotz der Widrigkeiten groß – die Berliner und Hamburger Schüler werden in der Summe bis zum Ende der Woche etwa einen halben Kilometer Zaun gezogen haben. Die Stadt Rheinsberg als Besitzer des Waldes hätte diese Arbeit sonst an externe Firmen vergeben müssen.

Der Bauhof ist unterdessen immer noch reichlich mit den Aufräumarbeiten nach dem Sturm beschäftigt, wie Bürgermeister Jan-Pieter Rau am Dienstag erklärte. Finanziell lasse sich der Schaden im Stadtwald nicht beziffern, sagte Rau. 10 000 Euro hatte Rheinsberg für Schäden an der Kita, dem Jugendklub und der Rau-Schule aufbringen müssen. Insofern war die Hilfe von auswärts im Rathaus doppelt willkommen. Rau überzeugte sich selbst vor Ort vom Fleiß der Schüler. „Das ist schon eine gute Unterstützung“, sagte Rau.

Ein wenig Trost lieferte ferner Revierförsterin Annette Meckel. Das Areal des Stadtwalds sei mit einem Harvester bearbeitet und das Holz zum Teil schon verkauft worden, was der Stadt Rheinsberg zumindest einige Einnahmen beschert. Wiederaufgeforstet werden soll der Wald mit Laubbäumen wie Eichen und Buchen, so dass ein Mischwald entsteht – der Sturm hat somit einen Waldumbau eingeleitet.

Von Mischa Karth

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