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Schüler lernen Leben retten

Wittstock Schüler lernen Leben retten

Jede Menge Herzdruckmassagen in der Aula des Städtischen Gymnasiums Wittstock: Innerhalb der Woche der Wiederbelebung lernten Siebtklässler am Montag und Dienstag, worauf es ankommt, wenn es nach einem Unfall um Leben und Tod geht. Das Projekt soll künftig noch weitere Kreise ziehen.

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Chefarzt Arne Teschner leitete die Kinder bei der Herzdruckmassage an.

Quelle: Björn Wagener

Wittstock. Erste Hilfe kann anstrengend sein. Das erfuhren Siebtklässler am Städtischen Gymnasium Wittstock jetzt am eigenen Leibe. Denn in der Aula lernten die Kinder, worauf es bei der Herzdruckmassage ankommt. Sie kann nach einem Unfall einem Menschen das Leben retten.

Arne Teschner, Chefarzt am KMG-Klinikum Wittstock, machte es an einer Puppe vor – ebenso wie die Ärzte Jörg Lennart und Joanna Spollnik und die Krankenschwestern Katja Heese und Rebecca Lipowski. Wenn der Verletzte nicht ansprechbar ist und der Notruf bereits abgesetzt wurde, muss die Zeit bis zum Eintreffen der Rettungssanitäter nicht ungenutzt verstreichen.

Den Brustkorb nach jedem Druck loslassen

Für die Herzdruckmassage setzt der Helfer eine Hand in der Mitte des Brustkorbes auf und drückt, unterstützt von der anderen Hand, mindestens 100 Mal pro Minute – bis professionelle Hilfe da ist. „Dabei ist es wegen der Blutzirkulation wichtig, nach jedem einzelnen Druck den Brustkorb ganz loszulassen“, erklärte Arne Teschner den Kindern und empfahl, die Hand dort aufzusetzen, „wo der Knochen des Brustbeins zu Ende ist“. Dann konnten sich die Kinder, aufgeteilt in mehreren Gruppen, auch schon selbst an der Herzdruckmassage versuchen.

Die Erste-Hilfe-Unterweisungen fanden am Montag und Dienstag in dieser Art erstmalig am Städtischen Gymnasium statt. Sie waren Bestandteil der Woche der Wiederbelebung. Sie ist eine Aktion unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Gesundheit. Ärzte und medizinisches Personal sollen unter dem Motto „Ein Leben retten. 100 Pro Reanimation“ Maßnahmen der Ersten Hilfe den Menschen nahe bringen, um sie so noch mehr dazu zu ermutigen, im Ernstfall aktiv zu werden und Leben zu retten.

Künftig auch an anderen Wittstocker Schulen

Neben den praktischen Übungen zur Herzdruckmassage erhielten die Siebtklässler von Arne Teschner in einem kleinen Theorie-Kurs auch erste Einblicke in die Erste Hilfe. „Wir möchten diese Unterweisungen ab dem kommenden Schuljahr an allen weiterführenden Schulen in Wittstock etablieren, wenn diese es wollen“, so der Chefarzt. Der Kurs am Städtischen Gymnasium sei zunächst ein Pilotprojekt gewesen. „Er ersetzt natürlich keinen DRK-Kurs, sondern soll den Schülern lediglich einige Eindrücke von Erster Hilfe vermitteln.“ Für die Siebtklässler habe man sich entschieden, weil etwa für eine Herzdruckmassage gewisse körperliche Voraussetzungen vorhanden sein müssen. Die praktischen Übungen dauerten auch nur 20 Minuten. „Danach gehe die Konzentration verloren. Das Ganze soll den Kinder auch Spaß machen, aber der ernste Hintergrund darf natürlich nicht vergessen werden“, betonte Arne Teschner, der am Ende Teilnahme-Urkunden an die Kinder verteilte.

 

Von Björn Wagener

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