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Schüler machen Theater im Dunkeln

Blumenthal Schüler machen Theater im Dunkeln

Zauberhafte Szenen und Effekte sind den 17 Schülern aus Wittstock und Heiligengrabe bei ihrer Schwarzlichttheateraufführung am Mittwoch in Blumenthal gelungen. Auf die Beine gestellt wird das Projekt jedes Jahr von den Schulsozialarbeitern, die bei der Darbietung erstmals auch eine eigene Szene hatten.

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In der Szene „Traumland“ begeisterten die Schüler mit vielen Lichteffekten ihr Publikum.

Quelle: Christian Bark

Blumenthal. Die Idee war schon vor einigen Jahren entstanden. Damals waren an der Wittstocker Förderschule mit dem Schwerpunkt „Lernen“ Schwarzlichtstrahler angeschafft worden, zudem noch Material, das, von jenen angeleuchtet, im Dunkeln hervorragend sichtbar ist, erinnerte sich Antje Gansau. Sie ist Soziarabieterin an der Schule. Im Austausch mit anderen Schulsozialarbeitern verschiedener Träger in Wittstock und Heiligengrabe habe man sich vor sieben Jahren dann an ein gemeinsames Projekt gewagt: Schwarzlichttheater.

Freudig wurde das Publikum schon auf dem Schulhof begrüßt

Freudig wurde das Publikum schon auf dem Schulhof begrüßt.

Quelle: Christian Bark

In diesen Herbstferien fanden wieder Proben für eine neue Aufführungen statt. Drei Tage hatten Schulsozialarbeiter und insgesamt 17 Schüler aus der Förderschule, der Waldring-Grundschule, der Diesterweg-Grundschule in Wittstock sowie der Kleinen Grundschule in Blumenthal ihre Szenen vorbereitet. Am Mittwochnachmittag präsentierten sie es dann ihrem Publikum in der Turnhalle der Kleinen Grundschule in Blumenthal. Sieben Szenen im Dunkeln brachten die Kinder auf die Bühne. „Schön, dass sich die Gruppen schon bei den Proben unaufgefordert vermischt hatten“, sagte Antje Gansau.

Seine neue Kamera brachte der 13-jährige Tom Jelinski in Position, um die Darbietung aufzuzeichnen. Eigentlich geht er schon aufs Gymnasium, doch seine Sozialarbeiterin habe ihm Lust auf das Projekt gemacht. Beim Filmen und Moderieren wurde Tom von seinem Kumpel Dominik Wille unterstützt. Beide waren an dem Nachmittag quasi die Ansager für die nächst folgende Szene.

Isabel Jugel (Mitte) wurde in der Szene „Waldgang“ angegriffen und verteidigt

Isabel Jugel (Mitte) wurde in der Szene „Waldgang“ angegriffen und verteidigt.

Quelle: Christian Bark

Den Anfang machten die Schulsozialarbeiter selbst mit ihrem „Sozi’s Tanz“, wie es auf der Programmtafel hieß. „Das ist unser allererster Auftritt bei dem Projekt“, sagte Hille Heinecke, die Sozialarbeiterin an der Waldring-Grundschule ist. Eine Premiere es auch für Isabel Jugel aus Wittstock. Die Neunjährige machte erstmals beim Schwarzlichttheater mit und spielte in der Szene „Waldgang“ eine Prinzessin, die von Bösewichten angegriffen und edelen Rittern verteidigt wurde. Einer der Verteidiger wurde von ihrem Bruder Tristen gespielt. „Den Stockkampf haben wir während der Proben intensiv geübt“, erklärte er.

Erstmals gab es auch eine Szene der Schulsozialarbeiter

Erstmals gab es auch eine Szene der Schulsozialarbeiter.

Quelle: Christian Bark

In der Dunkelheit gelang den Schülern so mancher atemberaubender Effekt, wie Antje Gansau feststellte. Den hätten neben selbstgebastelten Requisiten auch einfache Sachen wie helle Socken oder Kleidungselemente hervorgerufen. Das Publikum applaudierte fleißig, darunter auch Susan Kenzler aus Wittstock. Ihr Sohn Leon hatte beim Stück mitgespielt. „Das ist eine tolle Beschäftigung für die Ferienzeit“, sagte sie. Und weil die Kinder so kreativ und die Sozialarbeiter so engagiert waren, hatte die Mutter dem Schwarzlichttheaterteam noch eine besondere Leckerei zur Stärkung gebacken: Gugelhupf-Kuchen. Dafür und für das zahlreiche Erscheinen bedankte sich Hille Heinecke zum Abschluss der Vorführung noch einmal herzlich.

Schwarzlichtszenen werden am Donnerstag, 30. November, in der Waldring-Grundschule zu sehen sein. Dann findet an der Schule zwischen 17 und 19 Uhr ein Adventsmarkt statt.

Von Christian Bark

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