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Schüler proben für Zirkusauftritt

Alt Ruppin Schüler proben für Zirkusauftritt

Kinder und Jugendliche der Alt Ruppiner Grundschule „Am Weinberg“ proben für einen Auftritt in der Zirkusmanege. Im Rahmen einer Projektwoche versuchen sie sich als Jongleure, Trapezartisten, Seiltänzer oder Zauberer. Am Donnerstag und Freitag führen sie ihre Tricks im Zelt am Weinberg vor Publikum vor.

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Manege frei: Steven Sperlich probt mit Noemi an einem Trapezkunststück.

Quelle: Frauke Herweg

Alt Ruppin. Mit Tauben kennt Sina sich ein wenig aus. Schon einmal hat die Elfjährige bei einer Taubennummer mitgemacht. Sie weiß, dass die Tiere auf den hingehaltenen Finger springen, wenn man ihren Bauch leicht anhebt. „Ich mag Tiere“, sagt die Sechstklässlerin. „Deshalb mache ich wieder bei den Tauben mit.“

Seit Montag proben die Kinder der Alt Ruppiner Grundschule „Am Weinberg“ verschiedene Zirkusnummern. Gemeinsam mit den Artisten des Projektzirkus Sperlich versuchen sie sich als Trapezkünstler, Jongleure, Taubendresseure, Zauberer oder Seiltänzer. Am Donnerstag und Freitag spielen sie im Zirkuszelt auf dem Weinberg vor Publikum – als „Manegenzauber Ruppino“.

Tiertrainerin Iris Kuhwald erklärt Sina, wie man ein Gitter hält, über das später Tauben balancieren sollen

Tiertrainerin Iris Kuhwald erklärt Sina, wie man ein Gitter hält, über das später Tauben balancieren sollen.

Quelle: Frauke Herweg

Von der ersten Zirkuswoche vor einigen Jahren waren die Kinder begeistert gewesen. Die Schule engagierte den Projektzirkus deshalb ein weiteres Mal. „Niemand ist hier ganz allein der Star“, sagt Lehrerin Gabriela Schröder. „Es funktioniert nur im Team.“ Für schüchterne Kinder biete die Manege die Chance, sich ein wenig Selbstvertrauen zu erspielen. Lautere Schüler müssten sich in der Gruppe disziplinieren. „Wir lernen unsere Schüler von einer ganz anderen Seite kennen“, sagt Schröder. „Und die Kinder sich selbst vielleicht auch.“

Seit zehn Jahren arbeitet Taubentrainerin Iris Kuhwald mit immer wieder anderen Schülergruppen. Auch Kinder mit ganz unterschiedlichen Handicaps lernen unter ihrer Anleitung die Tauben vorzuführen. Mit dem eigentlichen Auftritt in der Manege und den Kunststücken hat kaum ein Kind Probleme, so ist ihre Erfahrung. „Viel schwieriger ist es, leise zu sein und zuzuhören“, sagt sie.

Die Tauben kommen erst später dazu

Am Dienstag blieben die Tauben zunächst in ihren Käfigen. Erst einmal sollten sich die Kinder die bloßen Abläufe ihres Auftritts einprägen. „Die Tauben kommen erst gegen Mittag dazu“, sagt Kuhwald. „Sonst wird es für die Tiere zu anstrengend.“

Auch die angehende Trapezartisten beginnen zunächst mit einer Trockenübung. Wie ein paar Raubtiere sollen sie durch die Manege schleichen und mit lautem Gebrüll die Matte unter dem Trapez verlassen. Das Gebrüll ertrinkt in Gekicher. „Das üben wir noch mal“, sagt Artist Steven Sperlich. „Wenn ihr die Nummer lächerlich macht, macht ihr euch selbst lächerlich.“

Pepe als Schwertkünstler

Pepe als Schwertkünstler: Gemeinsam mit anderen Piraten wird am Donnerstag und Freitag im Zirkuszelt am Weinberg zu sehen sein.

Quelle: Frauke Herweg

Noemi gelingt der Hang am Trapez ganz ohne Gekicher. „Ich mag schöne Bewegungen – deshalb habe ich Turnen am Trapez genommen“, sagt die Achtjährige. Gegen Ende der Woche wird die Zweitklässlerin in einem Tigerkostüm in der Manege zu sehen sein. Auch das findet sie gut. „Besser als so was Niedliches.“

Von Frauke Herweg

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