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Ostprignitz-Ruppin Schüler verzauberten ihr Publikum
Lokales Ostprignitz-Ruppin Schüler verzauberten ihr Publikum
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10:36 22.02.2018
Justin Dzealek (v. l.) als Dracula, Caroline Bullert als „Blondie“ und Timon Elisei Müller als „Alter Fritz“ begeisterten das Publikum in ihren Rollen. Quelle: Christian Bark
Wittstock

Seit Montag hatten sie jeden Tag mehrere Stunden geprobt, bis Textpassagen, Auf- und Abgänge und vor allem das Spiel miteinander funktionierten. Am Freitagabend war es dann soweit: zwölf Jugendliche der Wittstocker Polthier-Oberschule und zehn rumänische Jugendliche aus ihrer Partnerschule, dem Deutschen Lyzeum in Mühlbach, konnten bei der Premiere ihres Theaterstücks für mehr Toleranz zeigen, welche Schauspieltalente in ihnen steckten. Als Bühne diente den Schülern der große Saal im Kino Astoria.

Am Ende des Stücks sangen die Jugendlichen die Europahymne „Ode an die Freude“ in Deutsch und Rumänisch. Quelle: Christian Bark

Bevor es losging, gab es noch eine kurze Therapie gegen „Aufgeregtsein“, wie Lehrerin Laura Sandor die Schüler kurz vor Beginn der Vorführung für ein gemeinsames „Gruppen-Toi-Toi“ nochmal alle in den Umkleideraum rief. Sie und ihr Kollege Ferdinand Mohr, der die schuleigene Theater AG betreut, hatten mit den vergangenen fünf Tagen gemeinsam mit den Schülern geprobt. Die Rolle des Regisseurs hatte dabei Klaus-Peter Krüger, Partnerschaftsbeauftragter der Brandenburgischen Landesregierung, die das Projekt finanziell unterstützte, übernommen.

Die Schüler hatten in dem Stück die zwei berühmtesten Persönlichkeiten ihrer jeweiligen Region – für Brandenburg König Friedrich, den Großen, und für Siebenbürgen Vlad III. Draculea, besser bekannt als Graf Dracula – wieder auferstehen lassen. Die Figuren, gespielt von Timon Elisei Müller aus Mühlbach und Justin Dzealek aus Heiligengrabe, führten quasi in kurzen Auftritten durchs Stück. Das drehte sich um den Besuch deutscher Schüler in Rumänien. Sowohl die Deutschen, als auch ihre rumänischen Gastgeber hatten vorab mit Vorurteilen gegenüber der jeweils anderen Gruppe zu kämpfen. Von wegen Rumänen wären faul und Deutsche würden den ganzen Tag nur Bratwurst und Bier zu sich nehmen.

Klischeehaft war die Figur der Schülerin „Blondie“, gespielt von Caroline Bullert, besonders mit Vorurteilen behaftet, da sie ihre Bildung unter anderem auf private Fernsehsender und Urlaubstrips nach „Malle“ zurückzuführen war. Durch den persönlichen Besuch konnten Vorurteile jedoch rasch abgebaut und Freundschaften geschlossen werden – auf der Bühne wie im echten Leben.

Nach der gelungenen Premiere gab es Blümchen und lobende Worte. Lyzeumleiterin Verona Maria Onofrei bedankte sich für die Gastfreundschaft. Lehrerin Sina Brigzinsky sagte: „Die Schüler haben gezeigt, dass sie gemeinsam ein Publikum verzaubern können.“ Klaus-Peter Krüger gab dem Publikum am Ende mit: „Rumänien ist wunderschön, kommt doch alle, Ihr seid herzlich eigenladen.“

Von Christian Bark

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