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Ostprignitz-Ruppin Opfer: „Versuchter Mord am Geburtstag“
Lokales Ostprignitz-Ruppin Opfer: „Versuchter Mord am Geburtstag“
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00:19 07.01.2018
Auch ein Fernseh-Team ist wegen der Schießerei angereist. Quelle: André Reichel
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Kyritz

Der Konflikt zwischen zwei konkurrierenden Imbissbetreibern in der Kyritzer Innenstadt hat offenbar neue Dimensionen angenommen. Eine eigens gegründete Ermittlergruppe prüft nun mit der Mordkommission den Verdacht eines versuchten Tötungsdelikts.

Hat die Auseinandersetzung zwischen verfeindeten Döner-Buden-Besitzern eine neue Gewaltstufe erreicht? Die Polizei schließt das jedenfalls nicht aus, nachdem ein Unbekannter mitten in der Kyritzer Innenstadt Schüsse abfeuerte.

Am Neujahrsabend schoss ein bisher Unbekannter gegen 19.45 Uhr mehrfach auf zwei auf der Johann-Sebastian-Bach-Straße fahrende Autos schoss und rannte davon, als die Fahrzeuge anhielten, informierte Dörte Röhrs, Sprecherin der Polizeidirektion Nord in Neuruppin, auf MAZ-Nachfrage. Demnach gibt es von diesem Täter bislang auch nur eine „vage Beschreibung“. Selbst, um was für eine Waffe es sich handelte, stehe noch nicht fest und werde ohnehin „aus ermittlungstaktischen Gründen“ zunächst nicht kommuniziert. Es handele sich um Täterwissen.

Bisherige Vorfälle werden in den Ermittlungen berücksichtigt

Dem voraus geht ein Fall von Mitte Juli: Die 23 und 35 Jahre alten Fahrer der beiden beschossenen Fahrzeuge hatten einen 37-jährigen Landsmann angezeigt, weil dieser sie wohl aus einem Transporter heraus massiv bedroht haben soll. Alle sind türkischer Herkunft.

Osman Sahin (25) bei der Eröffnung des "Sahin-Grill" im Juli 2017. Quelle: Alexander Beckmann

Zum Hintergrund hieß es da bereits, dass wiederum dieser Beschuldigte und dessen Brüder in der Prignitz und Ostprignitz mehrere Dönerläden betreiben und keine Konkurrenz haben wollen. Die beiden damals Bedrohten hatten da ihren Imbiss in der Bach-Straße gerade erst eröffnet. Es ist der fünfte in der Kleinstadt.

Opfer spricht von bewusstem Mordversuch an seinem Geburtstag

Unterdessen erklärte der ältere Betreiber des betroffenen Imbisses mit dem Namen „Sahin-Grill“ Medien gegenüber, dass der Anschlag allein ihm gegolten haben soll: „Ich habe am 1. Januar Geburtstag. An diesem Tag wollte man mich ermorden“, sagte er und verwies auf die Stelle, an welcher der Schütze gestanden haben soll. Mit gelber Kreide hat die Polizei markiert, wo Patronenhülsen gefunden wurden.

Derweil mutmaßten mehrere überregionale Medien über den Hintergrund des Vorfalls, dass es sich um einen „Döner-Krieg“ handeln könnte. Die Fahrer der beiden beschossenen Fahrzeuge sind schließlich türkischer Herkunft und einem Döner-Imbiss zuzuordnen, der bereits im September 2017 in die Schlagzeilen geriet. Zuletzt war es vor ihrem Imbiss zu einer blutigen Rangelei gekommen.

Dörte Röhrs spricht dagegen von keinem Döner-Krieg. Das würde nur unnötig Angst in der Stadt schüren. „Dazu gibt es keinen Anlass“, so die Polizeisprecherin. Denkbar sind demnach viel länger zurückliegende Streitigkeiten.

Der MAZ gegenüber hieß es bereits, dass diese Vorfälle in die neuen Ermittlungen einbezogen werden. „Einen Zusammenhang können wir nicht ausschließen“, erklärte Röhrs weiter. Aber: „Es kann auch etwas komplett anderes dahinterstecken. So lange wir nicht Täter und Motiv kennen, kann nicht gesagt werden, dass es ein Konkurrenzkampf unter ihnen ist“, sagte die Sprecherin am Mittwoch.

Von Matthias Anke

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