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Schulanfänger besuchten Busschule

Blumenthal Schulanfänger besuchten Busschule

Drängeln und Schubsen an der Bushaltestelle sind gefährlich. Und wenn die Markierungen an der Borsteinkante missachtet werden, gerät ein Schulkind schnell unter den Bus. Bei der Gemeinschaftsaktion von der Busgesellschaft ORP, Polizei und Landkreis erfahren Jahr für Jahr alle Schulanfänger, wie das Abc beim Busfahren lautet. Die Hauptrolle spielt dabei die Holzpuppe Tom.

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So ist es richtig: Bei der Fahrt halten sich die Schulanfänger fest.

Quelle: Christamaria Ruch

Blumenthal. „Tom, das tut weh!“ Immer wieder hört der kleine Junge diesen Satz, doch er hat scheinbar taube Ohren. Schon wieder verlässt er das Absperrgitter an der Bushaltestelle vor der Grundschule in Blumenthal. Kurze Zeit später wird er mehrmals vom Bus angefahren.

Doch zum Glück ist Schulanfänger Tom nur eine Puppe aus Holz. Bei der Busschule führt er den Abc-Schützen eindrücklich vor Augen, wie Fehlverhalten enden kann. „Denn ein Bus bringt immerhin zwölf Tonnen auf die Waage – das entspricht dem Gewicht von drei ausgewachsenen Elefanten“, sagte Busfahrer Olaf Engel. Bei der Gemeinschaftsaktion von der Busgesellschaft ORP, der Polizei und dem Amt für Bildung des Landkreises erfahren alljährlich alle Schulanfänger, wie das Abc beim Busfahren lautet.

Auf Augenhöhe

Auf Augenhöhe: Busfahrer Olaf Engel zieht die Abc-Schützen in Blumenthal in den Bann.

Quelle: Christamaria Ruch

„Niemals mit dem Bus anlegen, denn er ist viel stärker als ihr“, ermahnte Engel die Mädchen und Jungen am Mittwochabend in Blumenthal. Für 17 Schulanfänger heißt es dort ab Montag, jeden Tag sicher zur Schule und wieder nach Hause zurück zu gelangen. Allein zehn Mädchen und Jungen aus Blandikow, Dahlhausen, Grabow, Herzsprung und Königsberg sind dabei auf den Bus angewiesen. „Ich finde es ganz toll, dass die Busschule hier immer in der Vorbereitungswoche angeboten wird, denn jetzt sind sie noch nicht mit neuen Eindrücken überfüttert“, sagte Schulleiterin Elke Budnick.

Sicherheitsabstand missachtet

Sicherheitsabstand missachtet: Die Holzpuppe Tom gerät unter den Bus.

Quelle: Christamaria Ruch

Das ist „der erste Schultag in der letzten Ferienwoche“, so Olaf Engel zum Auftakt der 45-minütigen Schulung. Da saßen die Mädchen und Jungen gemeinsam mit ihren Eltern mucksmäuschenstill auf der Schulbank. Im Kurzfilm sahen sie, dass Drängeln oder Schubsen an der Bushaltestelle gefährlich sind. Doch noch schlimmer endet die Mutprobe, die Markierungen an der Bordsteinkante zu missachten. Rollt dann der Bus heran, geraten die scheinbar Mutigen ganz schnell unter die Räder. Auch im Bus lauern Gefahren. Jeder muss während der Fahrt auf seinem Platz sitzen bleiben, ansonsten fallen die Insassen beim Bremsen auf die Nase. Beim Ausstieg an der Schule oder dem Heimatort müssen die Augen auf bleiben – niemals dürfen die Kinder vor dem Bus über die Straße laufen. Nach der letzten Filmszene geht ein Blondschopf mit runder Brille zu Olaf Engel und sagt: „Ich war schon gut beim Busfahren in der Kita.“

Ralf Wolter und Olaf Engel zeigen dann auf der Straße, dass sie ein eingespieltes Team sind. Sie ziehen die Kinder schnell in den Bann. Auch wenn die Busschule und der Auftritt von Tom zunächst nach einer Show aussehen, steckt ein ausgefeiltes Sicherheitskonzept darin. Zu Tom entwickeln alle Steppkes auf Anhieb einen Draht. Und sie fühlen mit ihm. „Tom, Du musst in das Krankenhaus nach Neuruppin“, ruft der Blondschopf, als der Junge aus Holz auf der Straße liegt.

Klassenlehrerin in Bustüren eingeklemmt

Olaf Engel gewinnt anschließend Klassenlehrerin Sylvia Geisendorf für eine Anschauung. Sie steht im Ausstieg und als sich die Bustüren schließen, wird sie kurz hin und hergerüttelt. „Die Türen klemmen aber niemanden ein“, sagt Engel. Wenig später steigen alle in den Bus und drehen eine erste Runde durch den Ort. Dabei halten sie sich filmreif an den Vordersitzen fest.

Von Christamaria Ruch

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