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Schule feiert ihren 25. Geburtstag

Neuruppin Schule feiert ihren 25. Geburtstag

Mit drei Festtagen feiert die Neuruppiner „Schule am Kastaniensteg“ ihr 25-jähriges Bestehen. Zum Auftakt am Dienstag zeigen die Schüler das Theaterstück „Im Kastanienwald“, ein Stück über zwei Hexen, die nicht lesen können. Wo sie schließlich lernen, ihre Zaubersprüche doch noch zu entziffern? In der Schule natürlich!

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Langjährige Tradition: Sommerfest an der „Schule am Kastaniensteg“.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Die beiden Hexen können nicht lesen. Warum die Zauberinnen schließlich doch in die Schule gehen, erzählt das Theaterstück „Im Kastanienwald“, mit dem die Neuruppiner „Schule am Kastaniensteg“ heute die Festtage anlässlich ihres 25-jährigen Bestehens eröffnet. Schüler aller Altersstufen werden mitspielen – beim offiziellen Auftakt und am Donnerstag beim Abschluss mit den Familien der Schüler.

Das jährliche Theaterstück – „das ist eine unserer Traditionen“, sagt Betreuerin Reintraut Gloe. Viele Schüler wüchsen über sich hinaus, wenn sie sich auf der Bühne darstellen und Sprechrollen einüben müssten. Auch die zahlreichen Kooperationen mit anderen Schulen – der Montessorischule etwa, der Lindower Sportschule oder dem Oberstufenzentrum – haben sich bewährt. Die „Schule am Kastaniensteg“, eine Förderschule für Kinder und Jugendlichen mit geistigen Behinderungen, will eine ganz normale Schule sein. „Wir wollen offen sein“, sagt Gloe. „Wir dürfen nicht ausgegrenzt werden.“

Im Schwimmbad oder im Sanarium können sich Kinder entspannen

75 Kinder und Jugendliche besuchen die Schule derzeit – 22 Lehrer, drei Betreuer und eine Therapeutin fördern sie. „Wir sind eine Schule des Lebens“, sagt Gloe. Gemeinsam mit ihren Kollegen versucht sie, Kinder und Jugendliche für das Leben nach der Schule fit zu machen. „Wir sind bemüht, die besonderen Fähigkeiten eines jeden Kindes herauszukitzeln.“ Bei aller Förderung ist es ihr auch wichtig, dass die Kinder sich in der Schule wohl fühlen. Ein Snoezelraum, regelmäßige Besuche einer Physiotherapeutin, ein Schwimmbad oder das Sanarium sollen den zum Teil schwerst mehrfachbehinderten Kindern helfen zu entspannen.

Viele Jahre hatte es gedauert, bis die Schule den Kindern ein solch breites Angebot machen konnte. Im Gründungsjahr 1991 wurden die Kinder zunächst noch in einer alten Villa am Fontane-Denkmal unterrichtet. „Das Haus war wunderschön, aber leider nicht behindertengerecht“, erinnert sich Lehrerin Wilma Kamnick. Vier Jahre später dann zogen die ersten Schüler in eine ehemalige Kita am Kastaniensteg um, 1998 folgten die übrigen. Den Schülern bot der neue, behindertengerechte Schulstandort völlig neue Freiheiten. „Schüler im Rollstuhl konnten sich plötzlich selbstständig bewegen“, sagt Kamnick. „Einige Kinder haben allein dadurch große Entwicklungssprünge gemacht.“

Nach dem Umzug war die Schule noch längst nicht fertig. Eine Schwimmbad und auch eine Turnhalle wurden gebaut. „Wir haben lange auf einer Baustelle gelebt“, sagt Sachbearbeiterin Annerose Marschner. Interessierte können die Schule und ihre Kinder beim heutigen Festtag ab 10 Uhr gerne kennen lernen. „Wir wollen zeigen, wie toll sich die Kinder entwickelt haben“, sagt Kamnick.

Von Frauke Herweg

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