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Ostprignitz-Ruppin Schule klagt nach Wasserschaden
Lokales Ostprignitz-Ruppin Schule klagt nach Wasserschaden
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00:17 26.11.2016
Wegen Schäden an einer Regenleitung unter dem haus wurde Wasser durch die Bodenplatte ins Innere gedrückt. Die Reparaturen waren aufwändig und teuer Quelle: Peter Geisler
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Neuruppin

Hoffnung für die Evangelische Schule in Neuruppin: Das 2014 offiziell eröffnete neue Atelierhaus soll demnächst wieder voll nutzbar sein. Nach mehreren Wasserschäden war das Gebäude quasi von Anfang an nur eingeschränkt in Betrieb. Die Sanierung des nagelneuen Hauses zieht sich seit Monaten hin. Jetzt stehen die Arbeiten aber kurz vor dem Abschluss, bestätigt Schulleiterin Anke Bachmann auf Nachfrage.

Unterdessen versucht das Landgericht Neuruppin seit mehr als einem Jahr zu klären, wer für die Reparaturen des ersten Wasserschadens aus den Jahren 2013/14 verantwortlich ist – und wer dafür zahlen muss. Die Schulstiftung der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg schlesische Oberlausitz (Ekbo) fordert knapp 300 000 Euro Schadenersatz. Sie hat eine Baufirma und zwei Planungsbüros verklagt.

Schulstiftung bietet widerstrebend einen Vergleich an

Am Mittwoch deutete sich nach eindringlichem Bitten der Richter ein Kompromiss an. Die Schulstiftung bot einen Vergleich an: Sie würde auf 50 000 Euro verzichten, wenn damit ein langwieriger und teurer Prozess vermieden werden kann. Vieles deutete darauf hin, dass die beklagten Firmen das Angebot annehmen – Zusagen machten die Anwälte aber nicht.

Bei dem Streit geht es im Wesentlichen um ein zerstörtes Regenwasserrohr. Die Grundleitung wurde 2013 im Boden unter dem späteren Atelierhaus verlegt. Doch das Rohr muss beim Einbau oder kurz danach beschädigt worden sein. Regenwasser sammelte sich deshalb unter dem Haus und wurde durch die Bodenplatte ins Innere gedrückt. Die Holzwände wurden feucht, es entstand Schimmel.

Zumindest eine entscheidende Frage schien klar. „Ein beschädigtes Rohr ist jedenfalls ein Baumangel“, fasste es der Vorsitzende Richter Michael Pulfrich zusammen. Aber wer ist Schuld daran? Die Schulstiftung hatte einen Sachverständigen losgeschickt, der das klären sollte. Für den deutet vieles darauf hin, dass die Baufirma einen Fehler gemacht hat. Aber hätte der den Planern nicht auffallen müssen? Sieben Anwälte und drei Richter befassten sich am Mittwoch damit.

Landgericht fürchtet ohne gütliche Einigung sehr hohe Kosten

Michael Pulfrich warnte die Streitparteien: Sollten sie sich nicht gütlich einigen, würde ein Verfahren wohl sehr teuer werden. Allein Gerichts- und Gutachterkosten könnten bei einem Verfahren vor dem Land- und danach vielleicht vor dem Oberlandesgericht auf 100 000 Euro steigen. Der Streitwert liegt bei 284 156 Euro.

Die beklagten Firmen und Planer schienen am Mittwoch vor allem uneins, wer von ihnen welchen Anteil an dem Kompromissvorschlag von 238 000 Euro an die Schulstiftung zahlen müsste. Die Anwälte hoffen auf einen Hinweis von den drei Berufsrichtern. Doch für das Gericht spielt das eine untergeordnete Rolle, wurde schnell klar. Die Verteilung der Kosten müssten die Firmen schon unter sich klären. Die baten um Bedenkzeit bis Anfang 2017.

Von Reyk Grunow

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