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Schule ohne Wartezeit für Flüchtlingskinder

Für eine zügige Integration Schule ohne Wartezeit für Flüchtlingskinder

Flüchtlingskinder sollen nicht ewig warten, bis sie in die Schule dürfen – auch wenn sie noch nicht schulärztlich untersucht wurden. Dieser Meinung ist die Regionalstelle des Landesschulamtes. Sie hat vor Kurzem eine entsprechende Anweisung an alle Schulleiter in ihrem Zuständigkeitsbereich geschickt.

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Flüchtlingskinder sollen schnell am Unterricht teilnehmen.

Quelle: dpa

Neuruppin. Flüchtlingskinder dürfen auch im Landkreis Ostprignitz-Ruppin sehr bald nach ihrer Ankunft zur Schule gehen – auch wenn sie noch nicht von einem Amtsarzt auf ihre Schulfähigkeit untersucht worden sind. Das bestätigt Dietmar Menzel, der stellvertretende Leiter der Regionalstelle des Landesamtes für Schule und Lehrerbildung, auf MAZ-Anfrage. „Es geht darum, dass die Kinder nicht ewig warten müssen“, so Menzel. Eine entsprechende Anweisung sei vor etwa zwei Wochen an alle Schulleiter im Einzugsbereich der Regionalstelle verschickt worden. Aufgrund der Ferienzeit habe er aber noch keine Rückkopplung, wie die Umsetzung in den einzelnen Schulen funktioniert.

Länger als zwei Wochen sollte kein Kind fehlen

Grundsätzlich müssen aber die Schulleiter im Einzelfall überlegen, ob sie mit der Aufnahme der Flüchtlingskinder ein paar Tage warten, bis die Untersuchung stattgefunden hat. Denn erst dadurch erfahren sie, ob ihre künftigen Schützlinge richtig hören und sehen können, welche motorischen Fähigkeiten sie haben und vor allem, ob in der Lage sind, dem Unterricht erwartungsgemäß zu folgen. Länger als zwei Wochen sollte aber kein Kind vom Unterricht ausgeschlossen bleiben, stellt Dietmar Menzel klar. Allerdings soll die Kontrolluntersuchungen beim Gesundheitsamt so schnell wie möglich nachgeholt werden. Diese Richtlinie ist vom Land abgesegnet. „Noch nicht durchgeführte schulärztliche Untersuchungen stellen keinen Grund dar, die Aufnahme an einer Schule zu verweigern“, sagt Florian Engels, Sprecher des Bildungsministeriums.

Kreis bestreitet lange Wartezeiten

Dass es überhaupt überlange Wartezeiten bei den Schulfähigkeitsuntersuchungen im Landkreis Ostprignitz-Ruppin gibt, wie es in der vergangenen Woche aus Rheinsberg zu hören war (die MAZ berichtete), dementiert die Kreisverwaltung indes. Dass die jungen Neuankömmlinge bis Januar auf einen Termin beim Gesundheitsamt warten müssen, sei „nicht nachvollziehbar“, sagt Kreissprecherin Britta Avantario. Allein in den vergangenen Monaten wurden in der Region 115 ältere Flüchtlingskinder auf Schulfähigkeit untersucht.

Kinder von Asylsuchenden oder Flüchtlingen werden zwar in den Erstaufnahmestellen des Landes einer medizinische Erstuntersuchung unterzogen. Diese ersetze aber nicht die schulärztliche Untersuchung, betont Florian Engels vom Bildungsministerium.

Von Celina Aniol

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