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Ostprignitz-Ruppin Schulhort zieht um
Lokales Ostprignitz-Ruppin Schulhort zieht um
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00:18 24.03.2017
Der etwas triste Anblick des Breddiner Hortgebäudes setzt sich im Inneren fort. Es müsste dringend investiert werden, um die Bedingungen für die Schüler zu verbessern. Quelle: André Reichel
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Breddin

Auf dem Gelände der Breddiner Kita „Zwergenland“ soll es ab dem Spätsommer spürbar ruhiger zugehen – zumindest nachmittags: Zum nächsten Schuljahr wird der Hort das Gelände an der Bahnunterführung verlassen und in das Gebäude der Grundschule umziehen. Derzeit werden in Breddin rund 35 Krippen- und Kindergartenkinder sowie gut 20 Hortkinder betreut.

Die Gemeindevertretung hatte im Dezember einstimmig den Umzug des Hortes beschlossen. Grund waren die baulichen Verhältnisse im Hortgebäude auf dem Kitagelände. Es gilt als dringend sanierungsbedürftig. „Die Gemeinde hat gesagt, das Haus wird auf Dauer nicht mehr zu bewirtschaften sein“, fasst die zuständige Neustädter Amtsleiterin Kathrin Lorenz zusammen.

Platz für bis zu 30 Kinder

In der Schule wäre hingegen durchaus noch Platz, um einen Hortbereich für bis zu 30 Kinder zu schaffen. Gemeinsam mit dem Gesundheitsamt hatte man sich im November die Gegebenheiten dort angesehen. Einwände von amtlicher Seite gab es keine. Größere Umbauten, so die Einschätzung, seien nicht erforderlich. Zwei Räume im Obergeschoss mit gut 50 und gut 20 Quadratmetern sollen den Hortkindern für die außerschulische Betreuung künftig zur Verfügung stehen. Hinzu kommen die Pausenhalle und Sanitäreinrichtungen. „Die Räume bieten die nötigen Voraussetzungen für bis zu 30 Kinder“, schätzt Kathrin Lorenz ein. „Die Gemeinde hat 10 000 Euro für die Umgestaltung bereitgestellt.“ Darüber hinaus biete die Schule mit dem Hof, dem Hauswirtschaftsgebäude und der Sporthalle gute Bedingungen.

Aber die Liste der Voraussetzungen war noch länger. „Wir müssen ja auch eine Betriebserlaubnis haben“, sagt Kathrin Lorenz. Und das betrifft nicht nur die künftigen Horträume in der Schule, sondern auch das Hauptgebäude der Kita. Denn da sollen künftig außerhalb der Öffnungszeiten der Schule – also am Morgen, später am Abend oder in den Ferien – bis zu zehn Hortkinder betreut werden.

Von Amts wegen kaum Einwände

In der vergangenen Woche gab es dazu in Breddin eine Gesprächsrunde mit Vertretern des Landesjugendamtes. Auch eine Ortsbegehung gehörte zum Programm. Einwände gegen die Hortpläne wurden dabei nicht erhoben. Die Ergebnisse der knapp zwei Wochen zuvor erfolgten Brandverhütungsschau der Bauaufsicht des Landkreises stehen zwar offiziell noch aus, doch ernste Einwände werden auch von dieser Seite nicht erwartet.

Bis zum Mai soll die Umgestaltung der neuen Horträume in der Schule abgeschlossen sein. Mit Beginn des neuen Schuljahres könnten sie dann genutzt werden.

Bürgermeister Reinhard Neumann wirkt sehr zufrieden mit dieser Lösung: „Hier ist das Geld gut angelegt. Im alten Haus hätte es sowieso kaum etwas bewirkt.“ Neumann ist überzeugt, dass die Gemeinde mit dem Hortumzug den richtigen Weg geht. „Am Anfang waren ja viele nicht so begeistert, aber jetzt sind wir auf einem guten Weg.“ Selbstverständlich gehe es für die Kommune dabei auch ums Geld. Aber nicht nur. „Wir festigen damit natürlich auch den Standort der Schule.“ Denn die Auslastung des Gebäudes werde deutlich verbessert.

Schul-Spielplatz offen für alle

Der Wunsch nach guter Auslastung gilt übrigens nicht nur für das Haus, sondern genauso für den Spielplatz der Schule. Ab sofort ist die Anlage nämlich auch nachmittags für Familien mit Kindern zugänglich. Das gilt montags bis freitags bis 17 Uhr. „Dann schließt der Hausmeister wieder zu“, sagt Bürgermeister Reinhard Neumann. Mit der Öffnung des Spielplatzes reagiere man auf Anfragen aus der Bevölkerung nach Freizeitangeboten für Kinder. Vor allem für die Bewohner des umliegenden Wohngebietes verbessere sich die Situation damit.

Wie es mit dem alten Hortgebäude an der Kita weitergeht, das nun voraussichtlich ab dem Spätsommer leer steht, das vermag Reinhard Neumann derzeit noch nicht zu sagen. „Da wollen wir noch ein Konzept entwickeln.“

Von Alexander Beckmann

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