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Ostprignitz-Ruppin Schulleiter begrüßen digitale Klassenzimmer
Lokales Ostprignitz-Ruppin Schulleiter begrüßen digitale Klassenzimmer
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13:04 26.02.2018
Handys als Unterrichtsbegleiter: Die digitale Zeitenwende im Klassenzimmer sei unaufhaltsam, meinen einige Schulleiter der Region. Quelle: dpa
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Neuruppin

Wissen per Smartphone oder Tablet vermitteln, wie es die märkische Bildungsministerin Britta Ernst fordert? Darauf haben die Schulen in und rund um Neuruppin Lust – eigentlich. Eine Stichprobe der MAZ unter den Schulleitern hat ergeben, dass sie der Digitalisierung in den Klassenzimmern offen gegenüberstehen. In diesen Schulen ist auch die Nutzung von Handys im Unterricht jetzt schon erlaubt, wenn der Lehrer das für sinnvoll hält. Allerdings sagen die Rektoren auch ganz klar, dass noch viele rechtliche, finanzielle und technische Hürden zu nehmen sind. Und dass sie den groß angelegten Eintritt in die Internet-Ära am Lehrpult nicht allein stemmen können.

Ulf-Rainer Polzin von der Rheinsberger Rau-Oberschule ist begeistert, welche Chancen das Netz beim Vermitteln von Wissen bietet. „Wenn ein Kollege in Kunst zu einem zeitgenössischen Künstler arbeitet, dann steht das nicht unbedingt im Lehrbuch. Auf dem Handy finden die Schüler aber sofort etwas über ihn.“ Christine Schippers vom Neuruppiner Schinkelgymnasium lässt die Schüler in ihrem Musikunterricht selbst öfter mal Smartphones zu Recherchezwecken zücken. „Das hat sich bewährt.“ Die Leiterin plädiert aber für einen ausgewogenen Einsatz neuer und alter Medien. „Buch und Kreide sollten immer noch eine Rolle spielen, damit die Schüler lernen auszuwählen, welche Methode für welchen Zweck die richtige ist – und auch einen kritischen Umgang mit neuen Medien lernen.“

Carmen Hendel von der Fehrbelliner Rhin-Oberschule ist ebenfalls leicht skeptisch bei inflationärer Nutzung von Ta­blets und Co. im Unterricht: „ Lesen und Schreiben kommen dabei viel zu kurz.“ Bereits jetzt gebe es alarmierende Rechtschreibschwächen bei den Schülern, die Hendel auf die Nutzung von Handys mit automatischen Fehlerkorrekturprogrammen zurückführt. Dennoch ist auch sie überzeugt, dass die Schulen digitaler werden müssen, um die Jugend auf die Arbeitswelt vorzubereiten.

Genau aus diesem Grund steht in Rheinsberg der Kauf von Schul­tablets weit oben auf der Wunschliste. Dort – wie auch am Schinkelgymnasium – gibt es außerdem Probleme mit dem Internetempfang. Für die technische Ausstattung sind die Kommunen als Schulträger verantwortlich. „Wenn das Land aber eine Digitaloffensive will, dann sollte es auch bezahlen“, so Polzin.

Aus der Sicht von Christine Schippers und Carmen Hendel sollte Potsdam vor allem bei der Anschaffung von Smartphones in die Tasche greifen. „Fast alle Kinder haben ein Handy, nicht mit jedem aber kann man das Internet nutzen“, so Schippers, die auf Chancengleichheit pocht. Eltern zu zwingen, ein solches Gerät anzuschaffen, wäre falsch. Denn nicht alle können es sich leisten. „Dafür muss das Land sorgen.“ Carmen Hendel, deren Schule technisch gut ausgerüstet ist, findet ganz wichtig, dass Lehrer geschult werden. Dass dabei aber alle für die neue Art der Wissensvermittlung fit gemacht werden können, glaubt sie nicht: Die Kontroverse um die digitale Zeitenwende im Klassenzimmer sei eine Generationenfrage. Sein Team sei bereits geschult, sagt Ulf-Rainer Polzin. Das Problem: Weil Geräte fehlen, können seine Kollegen ihr Wissen nicht anwenden – und brauchen bald wieder einen Auffrischungskurs.

Von Celina Aniol

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