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Schulstunde mit Hund Odin

Wittstock Schulstunde mit Hund Odin

Kinder aus der Waldring-Grundschule Wittstock lernen Grundregeln im Umgang mit den Vierbeinern hautnah. Jäger Sebastian Paul aus Dossow hatte am Montag Jagdhund Odin mit dabei

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Kinder lernen an der Wittstocker Waldring-Grundschule die wichtigsten Regeln im Umgang mit Hunden.

Quelle: Björn Wagener

Wittstock. Odin ist geduldig. Immer wieder geht der siebenjährige Jagdhund der Rasse Kleiner Münsterländer „bei Fuß“ ein Stück den Schulhof entlang, soll dann „Sitz“ machen und „bei Fuß“ wieder zurücklaufen. Das klappt meist ganz gut, auch wenn ab und an mal sanft mit der Hand nachgeholfen werden muss. Seine Begleitung wechselt ständig. Schließlich ist es nicht Odin, der hier etwas lernen soll. Vielmehr geht es um die Kinder und Jugendlichen der Wittstocker Waldring-Grundschule.

Sie bekamen mit Hilfe von Odin und seinem Herrchen, Jäger Sebastian Paul aus Dossow, die Gelegenheit, einmal einen Hund zu führen und einige Grundregeln im Umgang mit den Vierbeinern kennenzulernen. So sollte man sich einem Hund niemals von hinten nähern, sich nicht hektisch oder hastig bewegen und ihn nicht umklammern wollen. Das seien die häufigsten Fehler, die gemacht werden, sagt Sebastian Paul.

Gemeinsam mit Odin absolvierte er die sechste von insgesamt zehn Unterrichtsstunden dieser Art. Erstklässler sowie eine Flex-Klasse mit Schülern aus der 1. und 2. Klasse und einige der sieben Schüler aus dem Sprachkurs für junge Flüchtlinge drehten mit Odin ihre Runden. Mancher Schüler ging schon recht routiniert mit dem Vierbeiner um, andere ließen sich eher von Odin führen.

Direkter Kontakt zum Hund

Auf jeden Fall aber hatten alle einmal direkten Kontakt mit einem Hund. Denn es gehe bei diesen Übungsstunden auch darum, Ängste abzubauen, sagt Schulsozialarbeiterin Hille Heinecke. Die Übungen seien für alle Schüler der Waldring-Grundschule gedacht. Klassenweise oder innerhalb von Arbeitsgemeinschaften lernen sie Odin und mit ihm die Welt der Hunde näher kennen. „Vor allem Flüchtlingskinder haben oftmals große Angst vor Hunden“, sagt Schulleiterin Ute Lehms. Das könne entweder an schlechten Erfahrungen mit den Tieren liegen oder daran, dass im muslimischen Kulturkreis anders mit Hunden umgegangen wird.

An der Wittstocker Waldring-Grundschule lernen Flüchtlingskinder montags bis mittwochs jeweils vier Stunden lang die deutsche Sprache. Den Kurs besuchen zurzeit sieben Jugendliche im Alter zwischen zehn und 15 Jahren aus Kroatien, Tschetschenien, Somalia und Äthiopien. Sie kommen von der Polthier-Oberschule; dem Städtischen Gymnasium und der Diesterweg-Grundschule. Sprach-Lehrerin Ludmila Beck stammt aus Russland, lebt aber schon seit 29 Jahren in Deutschland.

Der Kurs rund um den Umgang mit Hunden sei von der Aktion Mensch finanziell ermöglicht worden, sagt Hille Heinecke.

Von Björn Wagener

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