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Mangelnde Hygiene im Gemeinderaum

Schweinricher Ortsvorsteher kritisiert Dorfverein Mangelnde Hygiene im Gemeinderaum

Von dem sogenannten Kulturgeld im Ortsteil Schweinrich (Ostprignitz-Ruppin) will der Dorfverein einen Happen abbekommen. Die Vorstandsmitglieder wünschten sich im Ortsbeirat in der letzten Sitzung dieser Legislaturperiode einen Pauschalbetrag. Ortsvorsteher Armin Stutz wies den Wunsch dagegen klar abgewiesen.

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Ortsvorsteher Armin Stutz wies die finanziellen Wünsche des Dorfvereins zurück.

Quelle: Gerd-Peter Diederich

Schweinrich. Da das Anliegen des Dorfvereins zudem nicht als Antrag formuliert war, wurde darüber nicht abgestimmt.

Stutz hatte den Kulturverein zu dieser Sitzung eingeladen. Er wollte alten Ärger beseitigen, den ihm der Dorfverein eingebrockt hatte. Mitarbeiter der Stadtverwaltung in Wittstock hatten den Zustand und die organisatorische Verfahrensweise zur Nutzung des Gemeinderaums, der vollständig in die Verantwortlichkeit des Dorfvereins übertragen ist, bemängelt. Mitarbeiter vom Gebäudemanagement hatten in der Hausbegehung "erheblich Unzulänglichkeiten" festgestellt, fehlende Schlüssel, unhaltbare hygienische Zustände, fehlende Inventarnachweise, einen unerklärlichen Strommehrverbrauch und fragwürdige Raumvergaben.

Stutz ist ebenfalls erbost wegen des Verdachts "von nicht ordnungsgemäß vom Dorfverein abgerechnetem Geld". Dass der Vereinsvorstand, der nach eigenem Bekunden den steuerlich relevanten Status der Gemeinnützigkeit abgelegt hat, nun vom Ortsbeirat mit einer regelmäßigen Geldpauschalzuweisung bedacht werden will, ärgert Stutz. Ebenso der unberechtigte Vorwurf, dass der Beirat im Dorfleben untätig sei. "Bisher sind alle Dorf- und Erntefeste vom Ortsbeirat initiiert und mit den Menschen organisiert worden", weist Stutz den Vorwurf zurück. Der Kulturverein habe mit dem gemeinsamen Weihnachtsmarkt in Schweinrich im Dezember 2013 erstmalig eine größere Veranstaltung natürlich mit der Hilfe aus den anderen beteiligten Ortsteilen organisiert, entgegnete Stutz. Über pauschale Geldwünsche für den Dorfverein aus der Pro-Kopf-Schlüsselzuweisung lässt er nicht mit sich reden.

"Die Verwendung haben wir am Jahresbeginn im Beirat beschlossen. An dieser öffentlichen Beratung hat niemand vom Dorfverein teilgenommen und projektbezogen Geld beantragt", sagt Armin Stutz.

Peter Kaplon kritisiert am Beirat, dass der sich nur "in Zuschauerposition hält, anstatt sich aktiv in die bestehenden zwei Bürgerinitiativen im Dorf einzubringen". Der Ortsvorsteher sagt dazu: "Es ist nicht unsere Aufgabe, an Initiativen teilzunehmen und jeden Wunsch nach Geld zu erfüllen."

Mit den knappen 800 Euro seien keine großen Sprünge möglich. Per Beschluss sind sie vollständig für Jubiläen, Dorffeste und die kleine Kulturgruppe der "Schweineriken" verplant. "Wieso lässt sich der klamme Dorfverein bei einer Firma Flyer gegen Bezahlung drucken, wenn das sonst in Eigeninitiative im Dorf viel günstiger selbst gemacht wurde? Das beweist mir, der Verein kann nicht mit Geld umgehen", beendet Stutz die Diskussion. Vom Vorstand fordert er, Mängel abzustellen und ordentliche Verhältnisse in der Raumvergabe, Sauberkeit und Abrechnung herzustellen. "In anderen Ortsteilen verwaltet der Beirat den Gemeinderaum und Nutzer müssen sich rechtzeitig anmelden. Das ist eine denkbare Alternative, über die der nächste Ortsbeirat in Schweinrich nach der Wahl beraten sollte", schlägt der Ortsvorsteher vor.

Von Gerd-Peter Diederich

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