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Ostprignitz-Ruppin Schwer im Stress im Neuruppiner Stadtgarten
Lokales Ostprignitz-Ruppin Schwer im Stress im Neuruppiner Stadtgarten
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00:17 04.05.2016
Markus Maria Profitlich wie er leibt und lebt mit großer Geste auf der Bühne. Quelle: Regine Buddeke
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Neuruppin

„Ein Fest für die Augen, Balsam für die Seele“, hallt die Stimme aus dem Off, die den Star des Abends ankündigt. Mag sein. Dass er indes „der Mozart unter den Komikern und ein Genuss für die Ohren“ ist, führt Markus Maria Profitlich die Behauptung augenblicklich ad absurdum, als er mit der Blockflöte, mehr quietschend als musizierend, die Bühne betritt. „Ich könnte auch noch weiter spielen“, sagt er breit grinsend und kokett die Augen rollend. Die 500 Zuhörer im Saal des Neuruppiner Stadtgartens rollen ihre ebenso – und lachen das erste Mal an diesem Freitagabend. Denn das, was das Schwergewicht der Comedy zu erzählen hat, ist schon eher ein „Genuss für die Ohren“.

Genüssliches Mienenspiel in Zeitlupe

Das große Thema ist Stress. Und Profitlich ist natürlich „schwer im Stress“ – bei einem Mann dieses Formates wundert das niemanden. Und an ebenjenem Stress lässt er sein Publikum gerne teilhaben – frei nach dem Motto: Geteilter Stress ist halber Stress. Und doppelter Spaß. Den ersten Stress des Tages habe er im Neuruppiner Einkaufszentrum gehabt, wo er vor der Show noch rasch zwei kleine Leergutflaschen abgeben wollte. Pustekuchen. Der Mann vor ihm, mit seinen fünf gelben Säcken voller Bierdosen, entpuppte sich schnell als Meister der aufreizenden Gemächlichkeit – ein Vorzug, der in heutiger Zeit durchaus gesund ist und Burnouts sicher entgegensteuert. Profitlich zelebriert den Mann in genüsslicher Zeitlupe. In der er alle Zeit der Welt hat, sein urkomisches schauspielerisches Können in allen Facetten zu zeigen. Sein Können ist bekannt aus Serien wie „Mensch Markus“ oder als Erklärbär in der „Wochen-Show“. Bereits dreimal konnte er den „Deutschen Comedypreis“ einheimsen.

Stress ist ein Alltags-Phänomen und lauert überall – so zeigt es Profitlich. Schon Fernsehen sei heutzutage Stress bei all den Sendern. Früher gab es nur den An-Aus-Schalter am Gerät. Fürs Programmwechseln waren die Kinder da. „Bis ich zwölf war, dachte ich, ich heiße Schaltung“, sagt er. Noch mehr Stress sei heutzutage, gesund zu leben. „Wenn ich die Topmodels sehe, alle in Reihe und in schwarz, denke ich: Strichcode auf der Müslipackung“, höhnt er. Für ihn als Pfundskerl ist das eher keine Alternative. Und auch Sport sei viel schöner, wenn man ihn im Fernsehen verfolge. Obschon: „Ich habe gestern 68 412 Schritte in nur zwei Stunden gemacht“, sagt er stolz und wiegelt ab: „Eigentlich habe ich nur den Schrittzähler in den Schwingschleifer gelegt.“

Gutes Benehmen ist manchmal Glückssache

Dabei sei es so einfach zu erkennen, wenn man unter Stress stehe, plaudert Profitlich. Kinder etwa würden einfach umfallen und einschlafen. Dann zeigt er rasch den Unterschied zweier Kinder im Einkaufswagen: eines hyperaktiv, eines ritalin-gedämpft. Während er eben noch lauthals nach Schokolade kreischt und sein Gesicht zur Grimasse verzieht, hängt er Sekunden später schlaff über der Stuhllehne und lallt in Zeitlupe mit gebrochenem Blick „Scho...ko...rie...gel“.

Gutes Benehmen – auch so ein Thema, schwadroniert er heiter weiter. Deutsche Männer in Badehosen im Strand-Restaurant etwa. Vor allem wenn die Badehose Nummern zu klein ist. „Da vergeht einem schon der Appetit auf Kiwis“, höhnt er und imitiert imaginäre hervorquellende Weichteile der Gerügten.

Was tut man gegen Stress? Meditation oder Metaxa, löst er das Rätsel und gibt von beidem eine urkomische mimische Kostprobe. Vor allem bei Beziehungsproblemen habe sich ersteres bewährt. Dann gibt er eine Szene mit verteilten Rollen, bei der aus liebevollem Gesäusel der schönste Ehekrach wird. Er läuft zur Hochform auf, wenn er mit multipler Lust mal in die kichernd-kindische Säusel-Susi schlüpft und alsbald in den Brummel-Bär mit dem frivol-rauen Lachen. Mögen die Dialoge auch nicht messerscharf sein – das komödiantische Talent wiegt das locker auf. Mensch Markus rollt die aufgerissenen Augen – das Publikum rollt sich fast am Boden.

Von Regine Buddeke

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