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Schweres Gerät ist nur was für Männer

Türen der Wehr Heiligengrabe weit offen Schweres Gerät ist nur was für Männer

Mitglieder der Heiligengraber Feuerwehr öffneten am Einheitsfeiertag ganz weit die Türen zum Gerätehaus. Jeder Besucher konnte sich im Haus umschauen und die Technik bestaunen. Die Jüngsten staunten, wie schwer manche Geräte sind. Zu schwer für eine Feuerwehrfrau, wie diese selbst sagte.

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Ein Horst in luftiger Höhe

Wasser marsch! Die Jüngsten übten schon mal fleißig an der Kübelspritze.

Quelle: Madlen Wirtz

Heiligengrabe. Für die Kameraden der freiwilligen Feuerwehr in Heiligengrabe gehört es schon zum guten Ton, den Tag der Deutschen Einheit mit einem Tag der offenen Tür zu begehen. So hatten sie auch am vergangenen Sonnabend ins Gerätehaus nach Heiligengrabe geladen.

Hochgerollt wurden nicht nur die Tore der Fahrzeughalle. Auch die Türen ihres Fuhrparks waren geöffnet. Von dem Innenleben des Tanklöschfahrzeugs und Einsatzwagens waren vor allem die Kinder begeistert. Einige sahen zum ersten Mal die überdimensional große Schere und den Spreizer. Truppführer Matthias Bumke erklärte den Knirpsen wie diese Geräte verwendet werden und worauf beim Einsatz zu achten ist: „Wir benötigen diese Geräte, um Personen nach einem Unfall aus ihrem Fahrzeug zu befreien. Derartige Technik gibt es auch in kleinere Ausführungen. Unsere Geräte sind tatsächlich sehr groß und deshalb ziemlich schwer.“ Von dem Gewicht der Schere durften sich die Mädchen und Jungen selbst überzeugen. „Für mich ist das nichts. Die Geräte sind für Frauen kaum händelbar“, bekennt die Feuerwehrfrau Patricia Wesner. In der Heiligengraber Wehreinheit übernimmt sie die technisch leichtere Aufgaben und ist bei Einsätzen für die Überwachung zuständig.

Matthias Bumke zeigt den Kids den schweren Spreizer

Matthias Bumke zeigt den Kids den schweren Spreizer.

Quelle: Madlen Wirtz

Gleich neben der schweren Technik stand die Kübelspritze. Mit der hatten die Kinder weitaus mehr Freude. Es machte einfach Spaß, den Schlauch in die Hand zu nehmen und mit dem Wasserstrahl auf einige Meter entfernte Plastikflaschen zu zielen bis diese vom Holzbock fielen.

Die Suppe aus der Gulaschkanone schmeckte

Die Suppe aus der Gulaschkanone schmeckte.

Quelle: Madlen Wirtz

Neben zahlreichen anderen Aktionen lockte vor allem die Hüpfburg zum Toben. Werner Lück aus Leipzig hat für diesen Spaß gesorgt. Von 1979 bis 1990 organisierte er jedes Jahr ein Kinderferienlager in der Heiligengrabe Schule. Und seit 2008 trifft er sich noch immer einmal jährlich mit seinen Freunden. „Viele der Kinder von einst sind erwachsen und haben selbst Kinder. Mich freut es, nun für sie da zu sein. Deshalb beteilige ich mich am Tag der offenen Tür“, erzählt Werner Lück. Seine Einstellung hätten zahlreiche andere geteilt, die den Tag ebenfalls mit Geld- und Sachspenden unterstützten. „Allein und aus eigener Kraft könnten wir das alles nicht schaffen“, sagt der Einheitsführer Ingo Lankau.

Von Madlen Wirtz

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