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Schwimmbad in Kyritz geplant

Stadt-Umland-Wettbewerb Schwimmbad in Kyritz geplant

Im Kyritzer Beitrag für den landesweiten Stadt-Umland-Wettbewerb um Fördergeld aus drei EU-Töpfen ist auch ein Therapiezentrum samt Schwimmbad verzeichnet. Es ist ein Projekt, das auch unabhängig vom Ausgang dieses Wettbewerbs umsetzt werden soll – und auf die gesamte Region ausstrahlen würde.

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Von Sportzentrum bis Fontane-Therme: In Neuruppin gibt es für den Schwimmunterricht so einige Schlechtwettervarianten. In Kyritz gibt es sie noch nicht.

Quelle: Peter Geisler

Kyritz. In naher Zukunft schon könnten Bewohner rund um die Kyritzer Seenkette ihren Badespaß auch wintertags haben. Denn in der Stadt Kyritz ist ein Schwimmbad geplant, das darüber hinaus auch Menschen von weiter her als Besucher haben dürfte – und zwar nicht nur des Freizeitspaßes wegen: Ein ganzes Therapiezentrum soll auf einem Gelände neben der sogenannten Kyritzer Festwiese entstehen. Das geht aus den Unterlagen hervor, mit denen sich Kyritz am landesweiten Stadt-Umland-Wettbewerb beteiligt. Es geht um Fördergelder in Millionenhöhe aus den EU-Töpfen Efre, ESF und Eler.

Fristgerecht Ende Oktober im Brandenburger Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung eingereicht, haben den vollständigen Wettbewerbsbeitrag nach und nach nun auch die Mitglieder aller Kyritzer Ausschüsse in die Hände bekommen. Bei der Stadtverordnetenversammlung nächste Woche soll einmal mehr darüber informiert werden. Ebenso ist das Thema bei den Nachbarn Neustadt, Wusterhausen und Gumtow aktuell. Alle vier Kommunen gehören zu diesem Beitrag mit dem Titel „Kleeblatt-Region 2030: An einem Strang“. Hinzu kommen Partner wie etwa der Landkreis Ostprignitz-Ruppin, die Kyritzer Wohnungsbaugesellschaft, das Eisenbahnunternehmen Regio-Infra und ein Trägerverein für das Therapiezentrum.

Die Kleeblatt-Kommunen haben Visionen – und brauchen Geld

Ähnliche Kooperationen aus den Nachbarregionen vom Nordwesten über den Norden bis jenseits der A 24 haben in einem Schnellläuferverfahren bereits gewonnen. Für die Kleeblatt-Kommunen gibt es nun auch Visionen, wie beispielsweise für den Neustädter Bahnhof oder das Schloss Demerthin, die ohne finanzielle Unterstützung wohl Visionen bleiben. Um alle rund zwei Dutzend Einzelprojekte umzusetzen – von der Umgestaltung von Uferbereichen am Untersee bis zu Lückenschlüssen im Radwegenetz – wären 35 Millionen Euro nötig.

Das Gelände in Kyritz ist derzeit noch ungenutzt

Das Gelände in Kyritz ist derzeit noch ungenutzt.

Quelle: Matthias Anke

Das Therapiezentrum in Kyritz gehört dabei zu den Vorhaben, die auch ohne einen Sieg im Wettbewerb zeitnah verwirklicht werden sollen. „Wir hoffen natürlich auf den Wettbewerb, ansonsten machen wir das aber auch so“, erklärt auf Nachfrage Kathrin Boleslawsky. Sie ist auf den Gebieten Wellness, Gesundheit und Rehasport in der Stadt längst aktiv und gehört nach ihren Worten zu einem Kreis von etwa „zehn wackeren Recken“, die das Zentrum errichten möchten. „Die Idee gibt es schon einige Jahre, doch es stellte sich immer die Frage nach einem Grundstück.“ Das dürfte nun gefunden sein mit dem Areal an der Festwiese, auf der auch weiterhin Platz für Zirkuszelte bleibt.

Einen idealeren Ort könnte es kaum geben angesichts im Wettbewerb geforderter Synergieeffekte der Vorhaben untereinander: Neben dem dort bereits neu geschaffenen Busbahnhof „Am Bürgerpark“ soll auch die Bahn bald halten und ein neuer Verkehrsknoten entstehen zum Thema Elektromobilität – etwa mit E-Bike-Stationen. Das alles befindet sich in unmittelbarer Nähe von KMG-Klinik, Jobcenter, Finanzamt, Kulturhaus, Mehrgenerationenhaus und zwei Schulen.

Endlich Schwimmunterricht in der Halle für Kyritzer Schüler

Noch ist der Trägerverein für das Therapiezentrum am Bürgerpark nicht gegründet. „Sobald das Formen annimmt, wird die Öffentlichkeit informiert und alle Interessierten können dabei sein“, sagt Kathrin Boleslawsky. Sie verweist neben der nahen Klinik und den Ideen für Rehasport, Babyschwimmen oder Wassersport für Vereine vor allen Dingen auf Schwimmunterricht für Schüler. Er ist in den Lehrplänen zwar vorgesehen, in Kyritz aber nur sommertags am See durchführbar. Im Wettbewerbsbeitrag wird dem Projekt daher eine „hohe Priorität“ beigemessen. Es ist von „Wechselwirkungen“ mit gleich fünf anderen Projekten unterschiedlicher Themenbereiche die Rede.

Schon 2017 könnte das zwei Millionen Euro teure Vorhaben rund um das Becken mit seinen 25-Meter-Bahnen und einem Zuschauerbereich realisiert werden. Fließt Fördergeld, bliebe ein Eigenanteil von 1,6  Millionen Euro zu stemmen, der sich „teilweise über den günstigen KfW-Kredit mit tilgungsfreien Anlaufjahren“ finanzieren lasse. „Wir müssen für den Wettbewerb also die Daumen drücken“, hieß es im Stadtentwicklungsausschuss angesichts der viel versprechenden Vorhaben. „Ich wünsche mir das sehr“, sagte Bürgermeisterin Nora Görke. Mit der Bekanntgabe des Wettbewerbsergebnisses rechnet sie in den kommenden Wochen.

Ringsherum schon Gewinner

In einem sogenannten Schnellläuferverfahren konnten sich regionale Kooperationen bereits um Fördergeld aus den drei Europäischen Fonds für regionale, soziale und ländliche Entwicklung bewerben: Sie werden kurz mit Efre, ESF und Eler bezeichnet.

Dabei stammten gleich drei der vier im September ausgezeichneten Beiträge von insgesamt zwölf Bewerbern in dieser ersten Runde aus Nordwestbrandenburg.

Neben dem Projekt „Sängerstadt und Elbe-Elster-Land: Gemeinsam für die Zukunft“ gewann das Ruppiner Land unter dem Titel „Für die Zukunft im Norden Brandenburgs: Gesund – Grün – Mobil im FreiRaum Ruppiner Land“. Fast 15 Millionen Euro erhält diese Kooperation der Orte Neuruppin, Rheinsberg, Fehrbellin, Temnitz, Lindow mit dem Evangelischen Klosterstift Lindow, dem Landkreis Ostprignitz-Ruppin und den Ruppiner Kliniken.

Die Ostprignitz mit dem Beitrag „Leben im ländlichen Raum – Zukunft gestalten“ bekommt etwas mehr als zehn Millionen Euro. Beteiligt sind hierbei die Orte Pritzwalk, Wittstock, Groß Pankow, Heiligengrabe, Meyenburg, Putlitz-Berge und der Verein Wachstumskern Autobahndreieck.

10 Millionen Euro gibt es für den Beitrag aus der Westprignitz „Ankommen und hier bleiben – familienfreundliche Region“. Diese Kooperation besteht aus den Orten Wittenberge, Perleberg, Karstädt, Bad Wilsnack/Weisen, Lenzen und Plattenburg. Involviert ist das Landesamt für Umweltschutz, Gesundheit und Verbraucherschutz. mke

Von Matthias Anke

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