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Schwimmer trotzen Wind und Regen

Neuruppin Schwimmer trotzen Wind und Regen

Das schlechte Wetter war am Sonnabend eine Herausforderung für die Teilnehmer des Langstreckenschwimmens in Neuruppin. Den Organisatoren des Familienfestes am Bollwerk machte der Regen gänzlich einen Strich durch die Rechnung. Die meisten Hobbyhändler für den Flohmarkt sagten ab.

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Start der 5- Kilometer-Schwimmer am Bollwerk.

Quelle: Cornelia Felsch

Neuruppin. Mit einer halben Stunde Verspätung starteten am Sonnabend die Langstreckenschwimmer in Wustrau. Das unwirtliche Wetter legte sich zum Glück noch am Vormittag und der Regen ließ nach, so dass die Schwimmer ihre Wettkampfstrecken von zehn beziehungsweise 15 Kilometern in Angriff nehmen konnten. Von Wustrau nach Neuruppin wurde gekrault. Die ganz Eisernen legten noch eine Schleife über das Jahnbad zurück – zusätzliche fünf Kilometer.

Zum 17. Mal luden das Deutsche Rote Kreuz und die Wasserwacht zum Langstreckenschwimmen nach Neuruppin ein. 31 Schwimmer gingen in Wustrau an den Start. Sieben von ihnen entschieden sich für die lange Distanz von 15 Kilometern. Die Schwimmstrecken sind durch Bojen gekennzeichnet, begleitet werden die Schwimmer von Booten.

Der Sieger über 15 Kilometer, Stephan Herting, legt nach der Ankunft im Ziel erst einmal die Schwimmflossen ab

Der Sieger über 15 Kilometer, Stephan Herting, legt nach der Ankunft im Ziel erst einmal die Schwimmflossen ab.

Quelle: Cornelia Felsch

„Was die Fitness betrifft, ist jeder Schwimmer für sich selbst verantwortlich“, sagt Michael Zander von der Wasserwacht. „Aber wir denken, dass die Schwimmer fit sind, denn wir haben auch Teilnehmer, die International starten.“

Beispielsweise aus Österreich sind zwei Schwimmer dabei. Anna Hawlik ist mit ihrem Mann aus der Nähe von Wien angereist. „Wir waren im vergangenen Jahr zufällig hier und haben das Langstreckenschwimmen miterlebt. Zum Scherz haben wir gesagt, dass wir im nächsten Jahr auch mitmachen werden.“ Das Paar, das auch in Österreich regelmäßig schwimmen geht, um sich fit zu halten, startete am Sonnabend als Team „Rixmanns Hof“ über die Fünf-Kilometer-Distanz.

Kritik übten einige Schwimmer an der Kennzeichnung der Strecke

Thomas Franke aus Rostock hat gerade seine fünf Kilometer absolviert. Noch einmal wartet er auf das Startsignal – diesmal für die Ein- Kilometer-Distanz. Das kommt dem Leipziger Dirk Philipp nicht in den Sinn. „Ich habe noch nie so einen anstrengenden Schwimmwettkampf erlebt“, sagt er.

Kritik übten einige Schwimmer an der Kennzeichnung der Strecke. Vor allem am Seedamm sei auf Grund der Lichtverhältnisse erst sehr spät zu erkennen gewesen, wie die Strecke verläuft. Hier wäre sicher eine weithin sichtbare Kennzeichnung über der Durchfahrt hilfreich gewesen.

Nach über drei Stunden ist der Sieger im Ziel

Über drei Stunden sind vergangen, als der Berliner Stephan Herting das Bollwerk erreicht – als Erster der 15-Kilometer-Schwimmer. Er ist zum dritten Mal in Neuruppin dabei. Noch etwas rot im Gesicht, kann er dennoch schon wieder lachen. „Eigentlich hört der Spaß bei zehn Kilometern auf“, sagt er. „Die letzten fünf schwimmt man nur noch, um es endlich hinter sich zu haben. Aber schließlich ist man auch stolz, es geschafft zu haben.“ Der Schwimmer bestätigt, dass die Wetterlage schwierig war, sich der Wind aber zum Glück später gelegt hat. 60 Einsatzkräfte waren vor Ort, um die 90 Schwimmer zu betreuen. Darunter die Wasserwacht mit Verstärkung aus Stendal und Salzwedel, die Feuerwehr aus Alt Ruppin, Neuruppin und Rheinsberg sowie das Deutsche Rote Kreuz aus Rheinsberg und Kyritz.

Das Wetter machte allerdings den Organisatoren des Familienfestes am Bollwerk einen Strich durch die Rechnung. Der Elternverein der Neuruppiner Kita „Storchennest“ hatte einen Flohmarkt geplant. Auf Grund des Wetters haben allerdings die meisten Hobbyhändler abgesagt. Mandy Deter und ihre Helferinnen vom Kita-Verein ließen sich dennoch nicht unterkriegen. Sie verkauften selbstgebackenen Kuchen, damit das Klettergerüst in der Kita erweitert werden kann. Das Grundgerüst, das erweitert werden soll, hatte bereits die Stadt Neuruppin für 9000 Euro aufstellen lassen.

Die Sieger des Schwimm-Wettbewerbs

15 Kilometer, Männer: Stephan Herting (Teamwork Berlin), 3:45:56

15 Kilometer, Frauen: Anke Höhne (SV Poseidon), 6:01:20

10 Kilometer, Männer: Uwe Hartrampf (SC Chemnitz), 3:00:41

10 Kilometer, Frauen: Jessica Nash (HPC Heemstede) 3:07:31

5 Kilometer, Männer: Christian Binner (Berliner TSC), 1:13:49

5 Kilometer, Frauen: Juliane Starke (Tauchclub Potsdam), 1:09:13

1 Kilometer, Männer: Georg Gallitz (DLRG-Halle Saalekreis), 16:03

1 Kilometer, Frauen: Carolin Berndt (Eberswalde) 20:27

Von Cornelia Felsch

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