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Ostprignitz-Ruppin Schwochow wird Bürgermeister in Rheinsberg
Lokales Ostprignitz-Ruppin Schwochow wird Bürgermeister in Rheinsberg
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20:56 15.10.2017
Frank-Rudi Schwochow wird neuer Chef im Rathaus von Rheinsberg. Der 30-Jährige übernimmt das Amt im Januar. Quelle: Frauke Herweg
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Rheinsberg

Das Duell ist entschieden: Frank-Rudi Schwochow (BVB/Freie Wähler) wird neuer Bürgermeister von Rheinsberg. Mit ganzen 42 Stimmen Mehrheit setzte sich der 30-Jährige bei der Stichwahl am Sonntag gegen den Amtsinhaber Jan-Pieter Rau von der CDU durch. Für Frank-Rudi Schwochow haben 50,5 Prozent der Wähler gestimmt, für Jan-Pieter Rau waren es 49,5 Prozent.

Noch-Bürgermeister Rau war die Enttäuschung anzumerken, als er kurz nach 20 Uhr die Zahlen hörte. „Ich hätte mir gewünscht, noch eine Weile gestalten zu können“, sagte er ganz offen. „Aber Rheinsberg hat gewählt, das ist demokratisch und insofern muss man das Ergebnis akzeptieren.“ Er wünsche der Stadt und seinem Nachfolger alles Gute.

Die Bürgermeisterwahl blieb spannend bis zuletzt. Nach der Auszählung der meisten Stimmen zeichnete sich am Abend ein leichter Vorsprung für Herausforderer Frank-Rudi Schwochow ab. Völlig offen war kurz nach 19 Uhr allerdings noch das Ergebnis der Briefwahl. Das hätte alle Zahlen über den Haufen werfen können.

Amtsinhaber Jan-Pieter Rau ist schwer enttäuscht

Ein Fünftel der Rheinsberger Wahlberechtigten hatte diesmal vorab Briefwahlunterlagen angefordert, 1334 hat die Stadtverwaltung verschickt. Auf den Ausgang der Wahl konnten diese Stimmen noch entscheidenden Einfluss haben.

Doch auch sie änderten am Ende nichts mehr am Ergebnis der Abstimmung. Zwar konnte Jan-Pieter Rau seinen Abstand zu Frank-Rudi Schwochow aus der Abstimmung am 24. September leicht verringern. Doch das genügte nicht. Am Ende lag Schwochow mit 2107 Stimmen vor Rau mit 2065 Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag in Rheinsberg bei 59,8 Prozent, so Wahlleiterin Christiane Winkelmann.

„Für mich war immer klar, dass es ein knappes Ergebnis werden würde“, sagt Schwochow am Abend. „Wir hatten hier ja die Situation alle gegen einen.“ Er sei froh, dass die Entscheidung endlich gefallen ist: „Die Spannung war zuletzt kaum noch auszuhalten.“

Schwochow hatte ein sehr knappes Ergebnis erwartet

Schwochow punktete vor allem in den Ortsteilen. Hatte er am 24. September auch noch alle vier Wahlbezirke in der Stadt Rheinsberg für sich entschieden, so konnte sich Jan-Pieter Rau dort diesmal in drei von vier Bezirken durchsetzen.

Rau und Schwochow mussten sich am Sonntag der Stichwahl stellen, nachdem in der ersten Abstimmung am 24. September keiner der vier Kandidaten fürs Bürgermeisteramt genügend Stimmen für sich verbuchen konnte. Um gewählt zu werden muss ein Kandidat mehr als 50 Prozent der abgegebenen Stimmen bekommen. Für Schwochow hatten Ende September 39,7 Prozent der Wähler gestimmt, für den 51 Jahre alten Amtsinhaber Rau waren es 34 Prozent. Ihre beiden Mitbewerber Sven Alisch (SPD) und Freke Over (Linke) landeten mit 13,7 und 12,6 Prozent der Stimmen weit dahinter.

Sieben Jahre ist Jan-Pieter Rau inzwischen hauptamtlicher Bürgermeister von Rheinsberg. 2010 hatte er sich gegen vier andere Kandidaten eindeutig durchgesetzt und zwei Drittel der Stimmen geholt. Dass es diesmal schwieriger werden würde, hatte sich schon vorher abgezeichnet. In der ersten Runde von seinem Kontrahenten Frank-Rudi Schwochow überholt zu werden, hatte Rau aber wohl kaum erwartet. Das Abstimmungsergebnis Ende September schien er trotzdem eher gelassen zu nehmen. Es habe ihn nicht überrascht, sagte er noch am Abend der Abstimmung. Schließlich habe es vier starke Kandidaten gegeben.

Auch SPD und Linke waren für Jan-Pieter Rau

Bei der Stichwahl waren es nur noch zwei. SPD-Kandidat Sven Alisch hatte unmittelbar nach seiner Niederlage seine Wähler aufgerufen, bei der Stichwahl für Jan-Pieter Rau zu stimmen. Auch die Linke und ihr Kandidat Freke Over hatten ihren Anhängern vor wenigen Tagen eine klare Wahlempfehlung für Rau abgegeben.

Bis 18 Uhr hatten die Wähler Zeit, sich zu entscheiden. Dann schlossen die Wahllokale. Das Interesse an der Abstimmung schien ganz verschieden zu sein. In einigen Wahllokalen meldeten sich bis zum Nachmittag ähnlich viele Wähler wie am 24. September, in anderen waren es viel weniger. Dagegen ist die Zahl der Briefwähler noch einmal deutlich gestiegen. 1334 Rheinsberger hatten Briefwahlunterlagen angefordert – rund 19 Prozent der Wahlberechtigten. In der ersten Wahlrunde gingen 1100 Stimmzettel per Briefwahl ein.

7001 Rheinsberger durften diesmal ihre Stimme abgeben. Für den Posten des hauptamtliche Bürgermeisters waren auch Jugendliche ab 16 Jahren stimmberechtigt.

Der neue Bürgermeister zieht erst im nächsten Jahr ins Rathaus. Jan-Pieter Rau ist noch bis 21. Januar im Amt.

Von Reyk Grunow

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