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Seen unter Naturschutz

Königsberg/Lellichow Seen unter Naturschutz

Der Königsberger See, der Kattenstiegsee und der Lellichower See bilden zusammen das jüngste Naturschutzgebiet im Landkreis Ostprignitz-Ruppin. Auf rund 225 Hektar soll damit eine möglichst vielfältige Flora und Fauna erhalten bleiben.

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Als Idylle galt die Gegend rund um die Kattenstiegmühle schon lange. Nun soll die Natur dort Vorrang haben.

Quelle: Madlen Wirtz

Lellichow/Königsberg. Der Königsberger See und der Katten­stiegsee zwischen Königsberg und Lellichow sowie ihre Umgebung sind ab sofort Naturschutzgebiet (NSG). Das geht aus einer aktuellen Pressemitteilung des Landkreises Ostprignitz-Ruppin hervor. Demnach wurde das Verfahren zur Unterschutzstellung kürzlich mit der entsprechenden offiziellen Verordnung des Landes abgeschlossen.

Mit seltenen Pflanzen und Tieren

Das neue Naturschutzgebiet umfasst zwei getrennte Teilflächen mit insgesamt rund 225 Hektar. Zum einen handelt es sich um den Königsberger See inklusive der Wutiker Torfstiche (Landkreis Prignitz) und dem dazwischen liegenden Grünland. Der Campingplatz und die Badestelle am See sind ausgenommen. Zum anderen wurden der Katten­stiegsee und der Lellichower See samt Uferbereich unter Schutz gestellt. Anlass dafür waren nach Angaben der Kreisverwaltung die vielfältigen Lebensräume in dem Bereich wie Feuchtwiesen, Moore, Moorwälder und Seggenriede (röhrichtartige Pflanzenbestände). Dort seien noch seltene und zum Teil gefährdete Pflanzen wie das Sumpf-Herzblatt, Torfmoose, der Sumpf-Schlangenwurz und das Breitblättrige Knabenkraut sowie Tiere wie die Bekassine, der Kiebitz, der Rohrschwirl, der Kammmolch, die Gebänderte Prachtlibelle, die Gemeine Malermuschel und die Schmale Windelschnecke anzutreffen.

Außerdem gelte das Gebiet als wichtiger Rastplatz für Zugvögel. „Es ist wesentlicher Bestandteil des regionalen Biotopverbundes.

Einschränkungen für den Menschen

Mit der Ausweisung als Naturschutzgebiet wird der Schutz dieser Arten und ihrer Lebensräume angestrebt“, heißt es in der Mitteilung der Kreisverwaltung. Daher ist es in dem Gebiet ab sofort beispielsweise verboten zu zelten, zu lagern oder gar Feuer zu entzünden. Jagd, Angeln und Wassersport bleiben zwar erlaubt unterliegen aber bestimmten Einschränkungen. Das gilt auch für die Nutzung durch Land- und Forstwirtschaft.

Die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises will demnächst durch spezielle Schilder direkt am Ort darüber informieren, was erlaubt und was untersagt ist. Außerdem sollen Hinweiszeichen an den Zugängen zum Naturschutzgebiet installiert werden.

Das neue Schutzgebiet Königsberger See-Kattenstiegsee ist das 18., das ganz oder teilweise im Landkreis Ostprignitz-Ruppin liegt.

Von Alexander Beckmann

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