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Ostprignitz-Ruppin Seit vier Wochen vom Netz getrennt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Seit vier Wochen vom Netz getrennt
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17:46 02.11.2017
Internetverbindung? Fehlanzeige! Bei Norman (v. l.), Gerd-Dieter und Angela Helmuth herrscht Funkstille. Bei ihrer Nachbarin Birgit Feigel (2. v. r.) auch. Quelle: Christian Bark
Volkwig

Kurz mal die Emails checken oder eine Überweisung via Onlinebanking zu tätigen, das ist für Familie Helmuth aus Volkwig seit vier Wochen nicht mehr möglich. Seitdem das Sturmtief „Xavier“ am 5. Oktober über die Region gefegt ist, herrscht bei ihnen Funkstille. Wie Angela Helmuth berichtet, ist ein entwurzelter Baum auf das oberirdische Telefonkabel gefallen. Dadurch seien der Telefonmast ein Stück aus dem Boden gehoben und in Folge dessen Kabelfasern beschädigt worden.

Ein Baum ist auf den Kabelmast gefallen. Quelle: Christian Bark

Sofort hatte sich Angela Helmuth an die Deutsche Telekom gewandt. Die hätte auch relativ bald einen Mitarbeiter geschickt, der den Schaden begutachtete – dabei sei es dann geblieben. „Einmal musste ich über 45 Minuten in der Warteschleife hängen“, berichtet die Volkwigerin von ihren zahlreichen Anrufen bei der Telekom. Sie musste dort mit dem Handy anklinbgeln. Das Problem betrifft nicht nur die Familie, auch die Nachbarin Birgit Feigel klagt über fehlende Netzverbindung. Für sie sei das noch nicht mal so schlimm, mehr Sorgen mache ihr eine ältere Nachbarin, die im Ernstfall nicht mal den Notruf verständigen könnte. Auch ein örtlicher Handwerker sei auf sein Telefon und das Internet beruflich angewiesen. „Immerhin zahle ich genug, da möchte ich auch eine anständige Leistung für haben“, ärgert sich Angela Helmuth.

Telekom setzte Prioritäten bei Schadensbehebung

„Wenn ein Orkantief wie ’Xavier’ oder ’Herwert’ über Deutschland wütet, hat das auch für unsere Leitungen und technischen Einrichtungen oft erhebliche Konsequenzen“, erklärt die Telekom-Sprecherin Stefanie Halle. Die gewaltigen Sturmkräfte könnten durchaus Verteilerkästen aus ihren Verankerungen heben und die Schränke umstürzen lassen. Viel schlimmer, weil langwieriger, seien die Konsequenzen für die Kunden im ländlichen Raum. „Nach Sturmschäden sind mitunter ganze Waldgebiete nicht betretbar, weil Lebensgefahr wegen Astbruchs und umstürzender Bäume besteht“, sagt sie. In diesen Fällen müssten erst die Waldeigentümer mit dem Aufräumen fertig sein.

Der Mast muss aus der Erde gehoben worden sein. Quelle: Christian Bark

Dieses Problem war – den Helmuths zufolge – von Seiten der Gemeinde Heiligengrabe aber relativ schnell gelöst. Stefanie Halle sucht die Verantwortung hingegen bei den Gemeinden. „Solange unsere Experten nicht an die Schadensstellen herankommen, ist eine schnelle Entstörung nicht realisierbar“, sagt sie. Durch „Xavier“ seien allein in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg mehr als 2000 Schäden an oberirdischen Leitungen zu beklagen gewesen. Dabei räumt die Sprecherin aber ein, dass es bei verheerenden Unwettern wie „Xavier“ zu personellen Engpässen bei der Telekom komme. „Die lassen sich nicht immer durch den Einsatz von Mitarbeitern aus anderen Regionen oder Fremdkräften unmittelbar lösen“, erklärt sie. Deshalb gehe der Netzanbieter bei der Beseitigung solch großflächiger Schäden nach bestimmten Prioritätsmerkmalen wie Einwohnerzahl, wichtige öffentliche Einrichtungen und Ämtern wie Polizei, Feuerwehr, Rathäuser, Krankenhäuser und wichtigen Berufsgruppen wie Ärzte vor.

Die Störungen im Raum Heiligengrabe, zu dem auch Volkwig gehört, sollen der Sprecherin zufolge voraussichtlich bereits am heutigen Freitag behoben sein. „Dann sollten die Kunden wieder wie gewohnt telefonieren und surfen“, sagt Stefanie Halle. Wer einen Schaden erlitten habe, könne ihn jederzeit schriftlich einreichen. Die Telekom prüfe jeden Fall.

Von Christian Bark

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