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Ostprignitz-Ruppin Seit zehn Jahren geht es drunter und drüber
Lokales Ostprignitz-Ruppin Seit zehn Jahren geht es drunter und drüber
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16:27 05.01.2014
Tiefe Gruben wurden für die Überführungen ausgehoben Quelle: Wolfgang Benn
Neustadt

Aber nicht nur die Wartezeiten waren lästig. An schienengleichen Bahnübergängen ereignen sich bekanntlich nicht selten Unfälle. Deshalb erfüllte sich 1999 ein lange ersehnter Wunsch, als am Ihlenweg der Trog für die Unterführung erbaut wurde.

Das Ziel war, bis zum Inkrafttreten des Winterfahrplans im Dezember 2004 nicht nur das Gleis zu ertüchtigen, sondern auch die alten Bahnübergänge durch Unter- oder Überführungen zu ersetzen. Im Amt Neustadt war das an fünf Orten erforderlich: in Damelack, Breddin, Zernitz, Plänitz und bei Dreetz. Vor zehn Jahren wurde an mehreren Orten von mehreren Firmen gebaut, wobei mit viel Technik sehr viel Erde, Stahl und Beton bewegt werden musste.

Brückenbau auf dem ehemaligen ACZ-Gelände Quelle: Wolfgang Benn

Nicht überall waren die Straßen so stark befahren wie die B 102 am Neustädter Ihlenweg. Deshalb wurde für den Fall Damelack diskutiert, ob man hier überhaupt ein so teures Bauwerk errichten sollte, denn hier kreuzt nur eine Ortsverbindungsstraße nach Bendelin (Landkreis Prignitz ) die Bahn. Die Alternative wäre eine Schließung des Übegangs gewesen.

In Breddin befand man sich zu dieser Zeit in der ersten Bauphase. Hier sah man noch die mächtigen Gerippe für die Pfeiler, die später mit Beton gefüllt wurden. In Breddin kreuzte die Kreisstraße 6819 nach Kyritz über Kötzlin die Bahn. Die Überführung wurde einige hundert Meter östlich des alten Bahnübergangs gebaut, und zwar auf dem Gelände des ehemaligen Agrochemischen Zentrums (ACZ), heute Breddiner Landhandel. In diesem Zusammenhang wurde die stillgelegte Molkerei abgerissen, um Baufreiheit zu schaffen. Termin der Fertigstellung war der August 2004.

Am Südrand von Plänitz kreuzt die Kreisstraße 6816 die Hauptstrecke, eine Abzweigung von Neustadt nach Wusterhausen, die auch für den Busverkehr von Bedeutung ist. Da hier der Gleiskörper wieder tiefer liegt, wurde eine Überführung in Angriff genommen, und zwar als erste Baustelle. Sie war bereits seit Dezember 2003 befahrbar. Die Straßenführung lag jetzt einige Meter rechts neben dem Plänitzer Neubaublock.

Die östlichste Überführung im Amt wurde einige Kilometer abseits von Dreetz errichtet. Die Straße führt von Dreetz aus zur B5. Sie war in den 1930er-Jahren im Zusammenhang mit dem Bau des Sprengstoffwerkes mit Betonbelag entstanden und war 2003 noch eine ziemlich marode Trasse. Als die anderen Über- und Unterführungen zum Teil schon fertig waren, hing die "Brücke" auf zwei Pfeilern noch in der Luft. Die Zufahrten mussten erst gebaut werden. Auch dieses Bild war für die vielen Schaulustigen aus der Region recht beeindruckend.

Vor jeder Baustelle hatte man zu Beginn eine Tafel mit dem Termin der Fertigstellung aufgestellt. Diese wurden, anders als beim neuen Berliner Flughafen, eingehalten.

Nachdem alles fertig war, konnte man sich kaum noch vorstellen, welche beeindruckende Bauleistungen vollbracht worden waren, da ein großer Teil wieder mit Erde und Grün bedeckt war. Die Kosten wurden gedrittelt zwischen der Deutschen Bahn, dem Bund und dem jeweiligen Straßenbaulastträger. Letztere waren entweder das Land Brandenburg, der Kreis Ostprignitz-Ruppin oder die Gemeinde, je nach Einstufung der Straße.

Von Wolfgang Benn

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