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Selbst Walter Momper war schon da

Wusterhausen Selbst Walter Momper war schon da

In einigen Tagen eröffnet „Netto“ seien neue Filiale an der Wusterhausener B 5. Was mit dem bisherigen Markt passiert, ist indes unklar. Aber es gibt Bestrebungen, das Objekt nicht lange leer stehen zu lassen. Selbst Berlins früherer Bürgermeister Walter Momper spielte in diesem Fall schon eine Rolle.

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Auch Bäcker und Fleischer weisen am alten Standort schon seit einigen Tagen auf ihren Umzug hin.

Quelle: Wolfgang Hörmann

Wusterhausen. Die Bauarbeiten am neuen „Netto“-Einkaufsmarkt gehen dem Ende entgegen. Der Umzug des Supermarktes von der Wusterhausener Borchertstraße an die Bundesstraße 5 soll in drei Wochen erfolgen. Am Dienstag, 13.  September, öffnen sich dann die Türen des neuen Objektes.

Zurück bleiben eine leere Halle in der Borchertstraße und Kunden, die mittlerweile Zeit genug hatten, sich mit dem Ortswechsel anzufreunden. Vielen dürfte das schwer fallen. Die Zeit der kurzen Wege ist für sie vorbei. Und es kommt ja noch ärger: Im konkreten Fall verabschieden sich Fleischverkaufsstelle und Backwarenshop gleich mit. Beide ziehen auch zur B 5, allerdings in eine etwas weitere Nachbarschaft – in genau jenes Gebäude, das „Lidl“ einst verlassen hat. Die Kundschaft kann schon Schildern entnehmen: Wer bei der Stange bleiben will, muss ab dem 13.  September auf die andere Seite der viel befahrenen Trasse. Trotz Ampel und Zebrastreifen sind das keine rosigen Aussichten. Aber wenigstens herrschen in Bälde wieder „alte Zustände“ in dem Bau. Wir erinnern uns: Fleisch, Wurst und Backwaren gab es ja hier unter anderen Etiketten auch schon mal.

Gehweg- und Straßenbau wegen des neuen Discounters wieder aktuell

Der Umzug von „Netto“ bringt Beschwerlichkeiten auch für den Etat der Gemeinde. „Um zum neuen Markt zu kommen, ist es immer noch am sichersten, die Berliner Straße zu benutzen“, rät Bürgermeister Blank. Die Holperpiste schreit aber nach Sanierung. Und sie hat keinen Gehweg bis zum neuen Einkaufstempel. „Etwa 100 Meter fehlen. Da werden wir wohl aktiv werden müssen“, schwant es dem Chef der Verwaltung. Noch ist nichts offiziell geplant. Aber man habe das „im Blick“,

Auch die Motorisierten dürften sich wegen der schlechten Qualität der Straße bedanken. Vorsorglich hat der Rathauschef schon mal beim Landesbetrieb Straßenwesen in Kyritz angeklopft. Zwar ist die „Berliner“ keine Landesstraße, dafür aber offizielle Umleitungsstrecke, wenn auf der Berlin-Hamburger mal plötzlich nichts mehr rollt. Ein paarmal hat der abgehängte Teil der ehemaligen Fernstraße schon Blechlawinen aushalten müssen. Die Fahrbahn verlangt nach Sanierung. Vielleicht ließen sich also zwei Notwendigkeiten in einem Rutsch erledigen. Vielleicht.

Dieser Tage galt der neue Standort von „Netto“ zumindest außen noch als Baustelle

Dieser Tage galt der neue Standort von „Netto“ zumindest außen noch als Baustelle.

Quelle: Wolfgang Hörmann

Vielleicht bekommt ja auch der Noch-„Netto“ wieder einen Nachnutzer. Blank versucht, Interessenten zur Eigentümerin der Immobilie hinzuleiten. Ein Promi war sogar schon darunter: Walter Momper, Regierender Bürgermeister von Westberlin, als 1989 die Mauer fiel, hat seinen markanten roten Schal längst abgelegt und der Politik Valet gesagt. Schon seit 1993 gibt es die Momper-Projektentwicklungsgesellschaft mit ihm als Geschäftsführer. Die kümmert sich auch um leerstehende Immobilien.

Und es gibt noch einen weiteren Geschäftsmann mit ernsten Absichten. Nach MAZ-Informationen kommt er sogar aus der Großgemeinde, will aber derzeit noch ungenannt bleiben.

Die Ernsthaftigkeit seiner Absicht, am angestammten Ort weiterhin Lebensmittelverkauf zu organisieren, wird daran erkennbar, dass er den Kontakt zur „Netto“-Zentrale in Berlin suchte. Es ging ihm darum, die vorhandene Ausstattung in der Halle zu belassen. Der designierte Nachfolger wollte sie kaufen. Das aber wurde rundheraus abgelehnt. Neue Regale anzuschaffen, kommt dem Interessenten zu teuer.

„Netto“ bleibt noch bis zum Ende des Monats als Mieter Herr im Haus. Was dann kommt, ist offen. Einen Konkurrenten zu fördern, dürfte aber kaum im Interesse des gelb-roten Discounters liegen.

Von Wolfgang Hörmann

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