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Selbsthilfewerkstatt eingerichtet

Wittstock Selbsthilfewerkstatt eingerichtet

Eine Selbsthilfewerkstatt wurde jetzt bei der Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung in Wittstock eingerichtet. Doreen Bobzien gibt dort sozial schwachen Menschen Hilfe zur Selbsthilfe in Alltagsfragen.

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Doreen Bobzien an ihrem Arbeitsplatz in Wittstock.

Quelle: Björn Wagener

Wittstock. Bei der Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung (GAB) in Wittstock wurde jetzt eine Selbsthifewerkstatt eingerichtet. Sie unterstützt sozial schwache Menschen bei Behördengängen, vermittelt Kenntnisse in der Textilbehandlung und -pflege, informiert zu kostenlosen Freizeitangeboten und gibt Anleitung bei Reparaturarbeiten im hauswirtschaftlichen Bereich: Wie wird ein Reißverschluss eingenäht? Wie werden Kleidungsstücke ausgebessert? „Das Ganze soll sozialbedürftigen Menschen Hilfe zur Selbsthilfe geben, da viele von ihnen nicht in der Lage sind, ihren Alltag allein zu meistern“, sagt dazu Brigitte Liebetrau, die Leiterin der GAB-Außenstelle in Wittstock.

Förderprogramm als Sprungbrett

Ansprechpartnerin in der Selbsthilfewerkstatt ist Doreen Bobzien aus Wittstock. Sie nimmt damit am Förderprogramm „Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales teil. Es richtet sich vor allem an Langzeitarbeitslose, denen damit größere Chancen auf eine Stelle im ersten Arbeitsmarkt eröffnet werden sollen. Dazu wird die Arbeitszeit allmählich heraufgesetzt – von anfangs 15 Wochenstunden bis maximal 30 Stunden pro Woche. So sollen die Betroffenen wieder an den Tagesablauf im Arbeitsprozess herangeführt werden. Das Förderprogramm läuft bis 31. Dezember 2018.

Laut Katrin Viebig, die das Programm beim Landkreis betreut, sollen kreisweit 40 Menschen mit dem Programm vorangebracht werden. Auch Doreen Bobzien hofft auf ihre Chance.

Hoffnung auf einen beruflichen Neustart

Die gelernte Zootechnikerin, die in den vergangenen Jahren als Ein-Euro-Jobberin und im Bundesfreiwilligendienst beschäftigt war, könnte sich vorstellen, dass sich mit Hilfe des Förderprogramms womöglich ein beruflicher Neuanfang in einer sozialen Einrichtung ergibt, mit einer langfristigen Anstellung. Brigitte Liebetrau schließt nicht aus, dass der Angebotsumfang der Selbsthilfewerkstatt der GAB künftig noch erweitert werden könnte. Das hänge davon ab, wie stark sie in Anspruch genommen wird oder ob Bedarf an anderen Angeboten besteht.

Die GAB ist darüber hinaus im Landkreis breit aufgestellt. Das Spektrum bietet Bedürftigen in Wittstock, Neuruppin und Kyritz zum Beispiel auch Gebraucht­artikel­börsen, in denen Möbel, Haushalts­geräte und Kleidungsstücke angenommen, aufbereitet und für kleines Geld an neue Besitzer abgegeben werden. Außerdem gibt es am Standort in Wittstock die Löffelstube – eine Drehscheibe für Essbares, das sozial schwachen Familien helfen soll. In der Tastothek wird therapeutisches Spielzeug für die Frühförderung von Kindern hergestellt.

Die Selbsthilfewerkstatt ist dienstags, mittwochs und donnerstags jeweils von 9-12 Uhr geöffnet.

Von Björn Wagener

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