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Senioren dürfen am Sonnenufer bleiben

Neuruppin Senioren dürfen am Sonnenufer bleiben

Nach dem Protest von Mietern hat der Eigentümer der Seniorenresidenz am Neuruppiner Sonnenufer die Kündigungen gegen zwei Mieterinnen, die schwer an Demenz erkrankt sind, zurückgenommen. Zudem ist der Eigentümer weiter bestrebt, die Auflagen des Kreises zu erfüllen. Das Aus für die Einrichtung scheint damit vorerst abgewendet.

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Bei dem Brand in der Seniorenresidenz im November 2016 in Neuruppin war eine 95-jährige Mieterin ums Leben gekommen.

Quelle: Andreas Vogel

Neuruppin. Im Streit über die Zukunft der Seniorenresidenz am Neuruppiner Sonnenufer hat der Eigentümer Rüdiger Wölk-Wurow nach einer Zusammenkunft mit Mietern und dem Heimbeirat die Wohnungskündigungen zurückgenommen, die er gegenüber zwei älteren Damen ausgesprochen hatte – beide Frauen leiden an starker Demenz. „Wir arbeiten jetzt mit Hochdruck daran, die Auflagen der Behörde zu erfüllen“, versicherte der Eigentümer. Demnach liegt inzwischen ein geprüftes Brandschutzkonzept für die Seniorenresidenz vor. Das wurde am Mittwochnachmittag vom Landkreis bestätigt. Demnach droht zumindest in diesem Jahr keine Aufforderung mehr, dass die Residenz leer gezogen werden muss.

Jetzt prüft der Landkreis das Brandschutzkonzept

Ganz vom Tisch ist diese Gefahr allerdings noch nicht. Denn das eingereichte Brandschutzkonzept muss jetzt erst noch die so genannte Brandschutzdienststelle des Landkreises prüfen. Diese Prüfung dauere im Schnitt einen Monat, sagte die Kreissprecherin Britta Avantario. Entscheidend ist demnach das „nachgelagerte Prüfzeugnis des Prüfingenieurs, den der Eigentümer beauftragen und auch bezahlen müsse“. Bei dem Prüfingenieur handelt es sich um einen selbstständigen Gutachter.

Die Bauaufsicht des Landkreises war auf die Seniorenresidenz am Sonnenufer aufmerksam geworden, nachdem bei einem Brand im November 2016 eine 95-jährige Mieterin ums Leben gekommen war. Dabei fiel auf, dass die Seniorenresidenz als normales Wohnhaus beantragt, genehmigt und 2013 eröffnet worden war. Diese Unterkunft aber stellt einen Sonderbau mit höheren Sicherheitsanforderungen dar.

Behörde hat auch andere Senioreneinrichtungen im Blick

Seitdem prüfe die Kreisverwaltung auch andere Unterkünfte für Senioren im Landkreis, sagte die Sprecherin Avantario. Demnach sind bereits mehrere Verfahren anhängig, weil nicht sichergestellt ist, dass im Brandfall die Mieter schnell gerettet werden können. „Jeder Einzelfall muss gesondert geprüft werden“, so Avantario.

Von Andreas Vogel

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