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Senioren wollen die Prignitz

Beirat hat sich zur Kreisgebietsreform verständigt Senioren wollen die Prignitz

Der Kreisseniorenbeirat Ostprignitz-Ruppin hat sich auf eine einheitliche Position zur Kreisgebietsreform verständigt. Bevorzugt wird dabei ein Zusammengehen des bestehenden Landkreises OPR mit der Prignitz.

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Sigrid Schumacher

Quelle: Alexander Beckmann

Neuruppin. Der Kreisseniorenbeirat Ostprignitz-Ruppin hat sich einhellig zur bevorstehenden Kreisgebietsreform positioniert. Einer Aufteilung auf verschiedene künftige Landkreise, wie sie bereits vorgeschlagen wurde, erteilen die Seniorenvertreter eine klare Absage. „Wir waren uns einig, dass der Landkreis nicht zerteilt werden sollte“, berichtet die Vorsitzende des Beirats Sigrid Schumacher aus Lohm. Schließlich würden damit viele über Jahrzehnte gewachsene Strukturen verloren gehen – beispielsweise auch in der Seniorenarbeit.

Den geeigneten Partner für eine Kreisfusion sehen die Senioren in der Prignitz. Schließlich seien beide Regionen mit ähnlichen Voraussetzungen und Problemen konfrontiert, die sich zum Teil deutlich von denen im Berlin-nahen Raum unterscheiden. „Wir möchten nicht nur ein Anhängsel des Speckgürtels sein.“

Viel wichtiger als eine verwaltungstechnische Angliederung an die Hauptstadtregion seien die Verkehrsverbindungen. Die älteren Menschen in der Region brauchen nach Auffassung des Seniorenbeirats vor allem verlässlich funktionierende Bahnangebote. Das sei auch für junge Familien wichtig, die in viel höherem Ausmaß, als noch vor Jahren vorhergesagt, eine Heimat in der Region suchen.

Mehr Serviceleistungen zu den Kommunen verlagern

Zugleich geht der Seniorenbeirat auf die mit den künftigen größeren Landkreisen verbundenen Befürchtungen ein. „Viele sagen: Mit noch größeren Gebilden wird alles noch anonymer. Der Zusammenhalt geht verloren“, fasst Sigrid Schumacher zusammen. Deshalb spreche sich der Beirat nachdrücklich dafür aus, im Zuge der anstehenden Veränderungen mehr Serviceleistungen von den Kreisen hin zu den Kommunen zu verlagern. „Damit die Leute das, was sie brauchen, vor Ort finden.“

Der Seniorenbeirat Ostprignitz-Ruppin sieht sich als Interessenvertreter einer nach wie vor wachsenden Bevölkerungsgruppe. „Wir wollen zeigen: Wir sind politisch engagiert und wollen mitreden“, sagt die Beiratsvorsitzende. Das Gremium setzt sich aus Vertretern der lokalen Seniorenbeiräte von Neuruppin, Fehrbellin, Wittstock und des Altkreises Kyritz zusammen. Mit von der Partie sind auch der Landkreis und die Arbeitsgemeinschaft 60plus der SPD. Die Einbeziehung weiterer Kommunen und der Feuerwehr wird aktuell angestrebt.

Derzeit arbeitet der Beirat an den Leitlinien des Landkreises für die Seniorenarbeit mit. „Wir sind jetzt so weit, dass wir Mitte August die erste Beratung mit der Kreisverwaltung haben werden“, berichtet Sigrid Schumacher. In den Leitlinien soll beispielsweise festgelegt werden, bei welchen Entscheidungen in Politik und Verwaltung künftig die Seniorenvertreter anzuhören sind.

Von Alexander Beckmann

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