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Seniorenbeauftragte kritisiert hohe Kanten

Wusterhausen Seniorenbeauftragte kritisiert hohe Kanten

Schade, dass Wusterhausen bei der Barrierefreiheit auf halbem Weg stehen geblieben ist, findet die Seniorenbeauftragte Hannelore Rose. Sie bemängelte in der jüngsten Gemeindevertretersitzung zu weite Wege und zu hohe Kanten. Als der frühere Bürgermeister Ralf Reinhardt mal im Rollstuhl durch die Stadt fuhr, habe sich danach einiges getan. Anderes aber blieb uneingelöstes Versprechen.

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Ein positives Beispiel: Der Zugang zur Arztpraxis Kuball in Wusterhausen ist barrierefrei. Doch es gibt noch genug Kanten in der Stadt.

Quelle: Matthias Anke

Wusterhausen. Mit einem Aufruf hat sich Wusterhausens Seniorenbeauftragte Hannelore Rose an die Gemeindevertreter gewandt. Ihre Wortmeldung war Teil der Sitzung der am Dienstag. „Es ist wichtig, dass Sie bei Ihrer Arbeit in den Ausschüssen regelmäßig am Leben der Menschen im höheren Lebensalter teilhaben, deren Sorgen und Nöte erfahren“, so Rose, die seit sieben Jahren die Interessen ihrer Altersklasse vertritt.

Die macht immerhin rund 30 Prozent der Einwohner in der Großgemeinde aus. Hannelore Rose hat täglich das Ohr an Masse. Was sie erfährt, trägt sie weiter, etwa in die regelmäßigen Gesprächen mit Bürgermeister Roman Blank oder wie jüngst innerhalb der brandenburgischen Seniorenwoche.

Der neue Netto-Markt erregt die Gemüter

Da waren im Klub von Pro Seniorenpflege neben Kommunalpolitikern aus der Region auch Landrat Ralf Reinhardt sowie Bundes- und Landtagsabgeordnete zu Gast. „Eine gelungenen Veranstaltung“, findet Hannelore Rose, in der sie selbstredend auch das Wort ergriffen hatte. Was Rentner in Wusterhausen bewegt, brachte sie nun vor Gemeindevertretern und Gästen in „Ribbes Partyhaus“ auf den Punkt.

So errege die Schließung des alten und Eröffnung des neuen Netto-Marktes in der Stadt die Gemüter. „Mich fragen meine Leute, wie sie da wohl hinkommen sollen. Die Berliner Straße ist eine Huckelpiste.“ Bei den Gehwegen sehe es nicht viel besser aus. „Und entlang der B 5 lauern Gefahren, selbst auf dem Zebrastreifen. Auf dem sollte man eigentlich gefahrlos über die Bundesstraße zum neuen Verkaufsort von Bäcker und Fleischer gelangen,“ so die Rednerin.

Als Ralf Reinhardt mal im Rollstuhl saß

Gleich schloss sie eine Einschätzung zur Barrierefreiheit in der Dossestadt an. Sie erinnerte an einen Versuch, bei dem sich der damalige Bürgermeister Ralf Reinhardt im Rollstuhl durch die City schieben ließ. Im Ergebnis wurden zum Beispiel an der Lilien-Apotheke Bordsteine abgesenkt. Die Stellen sollten farblich markiert werden. Sollten! Mittlerweile ist Reinhardt-Nachfolger Roman Blank schon sechs Jahre im Amt. Barrierefreiheit müsste auch im Wohnbereich stärker Beachtung finden – mit Einfluss der Gemeindevertreter auf den Großvermieter, die Wohnungsbaugesellschaft. Auch damit hatte Hannelore Rose ihre Liste nicht ganz abgearbeitet. Sie kritisierte den Zustand des Umfeldes in Seenähe am ehemaligen „Volksgarten“, um doch noch positiv zu enden. Der dicke Pluspunkt galt dem Erhalt der Begegnungsstätte von Pro Seniorenpflege, besonders durch die Unterstützung von Seiten der Gemeinde. „Gut, dass wir die Räume haben und unsere unermüdliche Lisa Probst als Leiterin“, hieß es zum Schluss. Allerdings kam dann doch noch ein Achtungszeichen. „Lisa geht im nächsten Jahr in den Ruhestand. Hoffen wir auf eine gute Nachfolgerin.“

Von Wolfgang Hörmann

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