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Ostprignitz-Ruppin Seniorengarten für schmerzende Rücken
Lokales Ostprignitz-Ruppin Seniorengarten für schmerzende Rücken
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00:17 07.07.2016
Dieter Stoll aus Maulbeerwalde in seinem „Seniorengarten" mit rückenschonenden höher gelegten Beeten. Quelle: Björn Wagener
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Maulbeerwalde

Für Dieter Stoll aus Maulbeerwalde ist Gartenarbeit die reinste Erholung. Zwar ist er inzwischen 76 Jahre alt und greift zuweilen auf eine Gehhilfe zurück, aber seine Pflanzen hat er trotzdem im Griff. Denn Dieter und Meert Stoll haben den wohl rückenschonendsten Garten weit und breit. Die Idee ist ebenso simpel wie effektiv: Die Beete sind höher gelegt, damit das lästige Bücken oder die Arbeit auf den Knien entfällt. Stattdessen ergibt sich bei den Stolls eine angenehme Arbeitshöhe.

Blick in die friedliche Oase der Stolls. Quelle: Björn Wagener

Der Hausherr kann sich auf seine Gehhilfe setzen und dabei wunderbar die Gartenarbeit erledigen. Auch das Gießen sei konzentrierter möglich und dadurch wassersparender und schneller erledigt als in einem herkömmlichen Garten, sagt Dieter Stoll. Schließlich werden die Wege nicht mitbewässert wie bei einer großen, flächendeckenden Beregnung. Außerdem müsse auch erheblich weniger Unkraut gezupft werden, weil die einzelnen Beete als abgeschlossene, kompakte Kästen im Garten stehen, in die nichts hineinwuchern kann.

Das Konzept trägt Früchte

Die Idee zu diesem „Seniorengarten“ kam Dieter Stoll als er sich einen zusammensteckbaren Holzrahmen für einen Komposthaufen kaufte. Er kleidete das Ganze mit einer Plastikfolie aus und füllte den Kasten mit Torf, Stallmist, Dünger und Muttererde, also alles, was Pflanzen zum Gedeihen brauchen. Als er feststellte, dass das Konzept aufgeht, begann der gelernte Zimmermann sich weitere solcher Beetekisten aus Brettern selbst zu bauen. Inzwischen sind es gut 20 Stück. „Gezählt habe ich sie noch nicht“, sagt er. Es sollen aber auf jeden Fall noch weitere hinzukommen, denn der Platz ist da, und Dieter Stoll ist von seinem Seniorengarten begeistert.

Hier wachsen unter anderem nicht nur Grüner Spargel, Bohnen, rote Rüben, Kartoffeln, Gurken, Salate, Knoblauch oder Radieschen, auch exotische Pflanzen wie Ingwer oder Soja gedeihen prächtig. „Ich mag die Abwechslung. Der Einheitsbrei ist nichts für mich. Auch die deutsche Geradlinigkeit brauche ich nicht“, sagt Stoll. Viel wichtiger sei ihm die Natürlichkeit. „Wenn man all diese Sachen aus dem eigenen Garten haben kann, will man das Gekaufte nicht mehr.“ Deshalb lag ihm so viel daran, eine Lösung zu finden, den Garten auch im fortgeschrittenen Alter noch bewirtschaften zu können – und das möglichst ohne Rückenschmerzen. Dieter Stoll hätte nichts dagegen, wenn seine Hochbeetkultur vielleicht sogar Nachahmer fände.

Es muss nicht immer Arbeit sein

Aber auch über diese Idee hinaus ist der Maulbeerwalder immer auf der Suche nach praktischen Lösungen für den gärtnerischen Alltag. So hat er als Rankhilfe für seine Bohnenpflanzen Baustahlmatten aufgestellt. „Da kommt man von beiden Seiten viel besser heran.“ Und auch für seine höher gelegten Beete schwebt ihm eine Aufwertung vor. Für den gleichmäßigen Untergrund könnte Rindenmulch gute Dienste leisten. Was immer die Stolls in ihrem Garten noch tun – es muss nicht immer Arbeit sein. Schließlich gibt es dort auch gemütliche Sitzgelegenheiten.

Von Björn Wagener

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