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Ostprignitz-Ruppin Lebensgeschichten aus der Nachbarschaft
Lokales Ostprignitz-Ruppin Lebensgeschichten aus der Nachbarschaft
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00:52 10.03.2018
Wiedersehen unter OTB-Kollegen: Christa Löchel (l.) und Marialuise Marx arbeiteten in der Entwicklungsabteilung. Quelle: Foto: Christamaria Ruch
Sewekow

Geht es um den einstigen Obertrikotagenbetrieb (OTB) in Wittstock, ist den früheren Beschäftigten kaum ein Weg zu weit, um ehemalige Kollegen wiederzusehen. Denn Marialuise und Wolfgang Marx trafen beim Seniorentreffen am Mittwochnachmittag im Seehotel Ichlim in Sewekow auf eine frühere Arbeitskollegin.

Christa Löchel und Marialuise Marx hatten einst im Obertrikotagenwerk in einer Abteilung gearbeitet. „Frau Marx war meine Chefin in der Entwicklungsabteilung“, sagte Christa Löchel aus Blumenthal. „Das ist doch schön, wenn wir uns wieder sehen“, sagte sie. Die 35 Kilometer Anfahrtsweg bis Sewekow nahm sie für dafür gern in Kauf.

Motto „Mein unbekannter Nachbar“

Die Seniorentreffen in Sewekow stehen seit Januar vergangenen Jahres unter dem Motto „Mein unbekannter Nachbar.“ Monat für Monat kommen dabei Lebensgeschichten zutage. Nun gab das Ehepaar Marx Einblicke in ihre Arbeit beim Obertrikotagenbetrieb (OTB) in Wittstock, einem zu DDR-Zeiten strukturbestimmenden Werk für Wittstock mit bis zu 3000 Beschäftigten, das nach der Wende wie viele Betriebe abgewickelt wurde.

Die Reihe „Mein unbekannter Nachbar“ hat in Sewekow eine längere Vorgeschichte. „1998 hatten wir kanadische Mitbürger hier im Ort“, erinnert sich Heidi Schäfer vom Heimatverein Sewekow. Schäfer beobachtete damals, wie die Neubürger begannen, sich in die Dorfgemeinschaft einzufügen. „Dann kam mir die Idee, einen kanadischen Abend zu organisieren und da hatten wir ein großes Echo“, so Schäfer.

Themennachmittage wieder aufleben lassen

Dennoch gerieten die Themennachmittage wieder in Vergessenheit. Die Resonanz auf die monatlichen Seniorentreffen ließ in diesem Zuge nach. „Eines Tages beklagten die Gastronomen bei uns im Dorf, dass immer weniger Besucher zu den Treffen kommen“, sagt Schäfer.

Daraufhin startete sie im Januar 2017 den Wiederbelebungsversuch für die Mottonachmittage – mit vollem Erfolg. „Das Motto ist ein gutes Zugpferd“, sagt Heidi Schäfer. Im Wechsel finden diese Begegnungen im Feriengut in Sewekow und im Seehotel Ichlim statt. Zwischen zwölf und 20 Frauen und Männer lauschen jeden Monat den Lebensgeschichten. Längst kommen dabei nicht nur Sewekower zu Wort. Die Veranstaltungsreihe zieht Kreise bis Wittstock.

Im April ist Christian Hernjokl, Geschäftsführer der Lagagesellschaft Wittstock, eingeladen. Die pensionierte Biologin Gisela Flemming gibt im Mai Einblicke in die Pflanzenwelt. „Vielen ist Frau Flemming noch aus der Zeit ihrer Arbeit beim Pflanzenschutz bekannt“, sagt Heidi Schäfer.

Von Christamaria Ruch

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