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Seniorenverein feiert 25-jähriges Bestehen

Neuruppin Seniorenverein feiert 25-jähriges Bestehen

„Jahresringe“ heißt der bundesweite Verein, der 1992 auch in Neuruppin eine Gruppe gründete. Ein Vierteljahrhundert ist seitdem vergangen, weshalb am Dienstag viele Mitglieder und Freunde im Haus der Begegnung gemeinsam feierten. Die Neuruppiner Vorsitzende Renate Neumann ließ dabei 25 Jahre Revue passieren.

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„Ich bin dankbar, ein Mitglied der Jahresringe sein zu dürfen“, sagte Vereinsvorsitzende Renate Neumann (l.), hier mit Schatzmeisterin Ilse Lisch.

Quelle: P. Geisler

Neuruppin. „Was wäre ich ohne die Jahresringe? Ich säße zuhause, würde mit meinem Mann über Krankheiten sprechen und wäre unglücklich“, sagt Renate Neumann, Vorsitzende des Seniorenvereins Jahresringe Neuruppin. Am Dienstag feierte sie mit Freunden, Mitgliedern, Unterstützern und Kooperationspartnern den 25. Geburtstag des seit Juli 1992 bestehenden Vereins im Haus der Begegnung. Mehr als 60 Gäste waren zum Gratulieren gekommen, auch Vereinsmitglieder der Jahresringe Hennigsdorf und Berlin.

„Was wäre der Verein ohne Renate Neumann?“, entgegnete Schatzmeisterin Ilse Lisch und sagte:„Renate ist ein ganz großer Glücksfall: Herzlich, aufopferungsvoll, mit einer netten und zuvorkommenden Art.“ Ein Jahr nach der Gründung des Vereins in Neuruppin hatte Neumann den Vorsitz übernommen und sich seitdem aktiv und mit großem Engagement in ihrem Ehrenamt eingesetzt. In ihrer Ansprache bedankte sich Neumann bei allen Mitgliedern und Unterstützern für ihre jahrelange Treue und Mithilfe, ließ das vergangene Vierteljahrhundert Revue passieren und erzählte von den Projekten des Seniorenvereins.

Viele Projekte erfolgreich umgesetzt

Dazu zählte von 1994 bis 2013 „Sonja“ (Soziale Notdienste Jahresringe), in dessen Rahmen Mitglieder des Vereins Bewohner des Seniorenwohnparks Neuruppin betreuten. Das Kaffeestübchen, 1997 ins Leben gerufen, ist seitdem noch immer regelmäßig für Besucher geöffnet.

Auch der „Literaturzirkel“ mit Lesungen und Literaturnachmittagen, ein Schulprojekt, in dem der Verein über Erfahrungen aus dem Dritten Reich und der Nachkriegszeit sprach, sowie die Gründung der „Herzsportgruppe“ im Jahr 1997 gehören zu den Erfolgen der Jahresringe. Außerdem organisiert der Verein Tages- und Mehrtagesfahrten; Danzig, Krakau, Breslau, der Harz, Kopenhagen, Sylt und Kiel waren bereits Ziele der Ausflüge. Im September soll es nach Dresden gehen. Seit 2016 organisiert der Verein monatlich einen Tanznachmittag.

„Ich sage auch persönlich Danke“, betonte Neumann. Durch die abwechslungsreiche Arbeit im Verein fühle sie sich gebraucht und erfüllt. Auch hier greife das Vereinsmotto: „Wer anderen hilft, hilft sich selbst.“

„Optimale Lösung“ für Vorruheständler

Herbert Kinder, Vorsitzender des Vereins in Hennigsdorf, sagte: „Mit den Jahresringen wurde in den vergangenen 25 Jahren eine wichtige, gesellschaftspolitische Lücke geschlossen, erfolgreich Sozialgeschichte geschrieben und insbesondere den Vorruheständlern ein altersgerechtes Leben in Würde gestaltet.“ Nach der Wende waren in Brandenburg etwa 150 000 Berufstätige ab 55 Jahren in den Vorruhestand entlassen worden; die Gründung der Jahresringe als Interessenvertreter und „Auffangbecken“ sei die optimale Lösung gewesen – unabhängig von jeder politischen und Glaubensideologie.

Von Christina Koormann

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