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Ostprignitz-Ruppin Seuche bei den Bienen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Seuche bei den Bienen
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02:16 01.06.2017
Unbefallene Waben eines Bienenvolkes. Imker sollten sich prophylaktisch mit Kontrollen vor Krankheiten ihrer Bienen schützen. Quelle: Peter Geisler
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Neuruppin

Mit sofortiger Wirkung hat Amtstierärztin Simone Heiland Rheinsberg sowie Banzendorf und Hindenberg im Amt Lindow zu Sperrbezirken erklärt. Grund: Dort wurde die Amerikanische Faulbrut bei Bienen entdeckt. Um zu verhindern, dass sich die Krankheit ausbreitet, dürfen Bienenvölker weder aus dem Sperrgebiet heraus- noch hineingebracht werden. Zudem sind alle Bienenvölker und Bienenstände in dem Sperrbezirk „umgehend“ auf die Amerikanische Faulbrut zu untersuchen, so Heiland.

300 registrierte Bienenstandorte in Ostprignitz-Ruppin

Die Amerikanische Faulbrut ist ein sogenanntes sporenbildendes Bakterium. Die Sporen sind sehr widerstandsfähig und selbst bei Temperaturen von bis zu 120 Grad ansteckungsfähig. Der Erreger befällt dabei ausschließlich die Brut der Honigbiene. Eine Gefährdung von Verbrauchern durch den Verzehr von Honig ist nicht zu befürchten, heißt es von Experten. Durch die Tierseuche sind die Larvenstadien betroffen, nicht die ausgewachsenen Bienen. Die Bienenbrut wird durch die Seuche meist zerstört, aber mindestens in ihrer Entwicklung gehemmt.

In Ostprignitz-Ruppin gibt es rund 300 registrierte Bienenstandorte mit etwa 3500 Völkern. Laut Kreissprecherin Britta Avantario wurde die Amerikanische Faulbrut zum letzten Mal 2006 im Landkreis nachgewiesen.

Sperrkreis ebenfalls in Oberhavel

Auch im benachbarten Oberhavel wurde die Seuche nachgewiesen, und zwar in Schulzendorf bei Gransee. Als sofortige Schutzmaßnahme richtete das Veterinäramt in Absprache mit Ostprignitz-Ruppin einen Sperrbezirk mit einem Drei-Kilometer-Radius ein. Aufgefallen ist die Krankheit beim obligatorischen Monitoring. „90 festgelegte Bestände werden in Oberhavel regelmäßig auf die Amerikanische Faulbrut untersucht“, sagte Ronny Wappler, Sprecher der Kreisverwaltung in Oranienburg. Als feststand, dass es sich um die bösartige Faulbrut handelt, wurde der gesamte Bestand getötet. Der Bienenstand wurde untersucht und gereinigt. Laut MAZ-Informationen stammen die Bienen aus Ostprignitz-Ruppin und wurden auf der Gemarkung von Schulzendorf platziert. Deshalb ragt der Sperrkreis bis über die Kreisgrenze Ostprignitz-Ruppin.

Oberhavel machte zuletzt 2016 Bekanntschaft mit der bösartigen Faulbrut. Damals brach sie in Birkenwerder aus. Zwei Monate später wurde der Sperrkreis aufgehoben. Wie lange der Sperrkreis diesmal gelten wird, steht noch nicht fest. Er kann bis zu neun Monaten aufrechterhalten werden.

Von Andreas Vogel

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