Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ostprignitz-Ruppin Shamisen-Klänge in Bartschendorf
Lokales Ostprignitz-Ruppin Shamisen-Klänge in Bartschendorf
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 06.04.2016
Shamisen-Spielerinnen im Konzert. Quelle: Wolfgang Hörmann
Anzeige
Bartschendorf

Weiße Bluse, bunter Rock, grellrote Lippen und Kirschblüten im Haar – die junge Berlinerin wusste, was sie der Saisoneröffnung im japanischen Garten in Bartschendorf schuldig war. Ihr Kunstblütenkranz duftete natürlich nicht. Aber er war der deutlichste Fingerzeig auf das, was uns der Frühling in den nächsten Wochen bescheren wird. Den Vorgeschmack genossen am Sonntag hunderte Besucher im wunderschönen Refugium von Gesine und Reiner Jochems. Die Gäste flanierten zwischen den akkurat geschaffenen Anlagen, ließen sich an allen Ecken des Gartens, eine Schale Tee in der Hand, von der Sonne bescheinen und lauschten dabei einer seltenen Musik.

Neun junge Frauen vom deutschlandweit einzigen Shamisen-Orchester hatten sich zunächst aufgeteilt, um hier und da mit ihren Instrumenten den Augenschmaus noch akustisch schmackhafter zu machen. Dann begann ein einstündiges Konzert des gesamten Ensembles.

Das Shamisen ist ein Dreisaiteninstrument. Gespielt wird es mit imponierender Fingerfertigkeit und einem Bacci. Was für Rock-Gitarristen das Plättchen, mit dem sie die Saiten berühren, ist für das traditionelle japanische Musikspiel das Bacci. Es sieht aus wie eine Mischung aus Spachtel und Eiskratzer, ist aber als überdimensionales Plektrum unerlässlich, um dem Instrument mit dem langen Hals zirpende Töne in unterschiedlichen Lagen zu entlocken.

Auftritte in den Gärten der Welt und im Bonsai-Garten

„Wir sind schon das dritte Mal hier in Bartschendorf. Es ist der Beginn vieler weiterer Auftritte, zum Beispiel in den Gärten der Welt in Berlin-Marzahn und im Bonsai-Garten Ferch. Denn die Kirschblütenzeit steht ­bevor. Sie wird gebührend auch rund um Berlin und im Märkischen begangen“, sagt Juliane Lippok. Die Archäologin ist seit zwei Jahren in der Gruppe. Sie hat etwa 20 Mitglieder, die in den kommenden Wochen also reichlich Gelegenheit haben werden, ihr Können zu zeigen.

Gastgeberin Gesine Jochems war wie das Publikum sehr angetan vom Auftritt und auch von der guten Resonanz dieses ersten Aprilsonntags 2016. Gemeinsam mit Ehemann Reiner begann sie im Jahr 1992, das 7500 Quadratmeter große Gelände zu einem japanischen Garten zu gestalten. Letzte Ideen dürften die beiden bei einem zweimonatigen Aufenthalt im Land der Sonne bekommen haben, der damals gerade hinter ihnen lag. Mitte der 1990er Jahre luden sie erstmals Gäste ein, zunächst viermal im Jahr, bis die Idee heranreifte, von April bis Oktober an jedem Wochenende Besichtigungen zu ermöglichen.

Das Paar nutzt das Areal aus Bäumen, Sträuchern, Blumen, Wasser und Steinen auch als Musterobjekt. Ihr Planungsbüro „Roji“ („taubedeckter Waldweg“) berät Kunden bei der Gartengestaltung. Das Interesse ist längst international.

Shamisen-Spielerinnen im Garten. Quelle: Matthias Anke

Von Wolfgang Hörmann

Wie am Rande des Auftritts von Pittiplatsch in Kyritz bekannt wurde, gab es einst eine Verbindung von dessen Schöpfer in die Knatterstadt. Ob das stimmt? „Ach du meine Nase“, würde der kleine, freche Kobold im Fall der Fälle sagen. Mit seinen Späßen belustigte er die Kinder und brachte auch viele weitere Figuren aus dem DDR-Fernsehmärchenwald mit.

03.04.2016
Ostprignitz-Ruppin Fit für den Frühling - Herzberg putzt sich

Seit Jahren helfen die Herzberger Gemeindemitglieder und der Heimatverein, das Dorf schön für den Frühling zu machen. Am Sonnabend waren zwei Dutzend Helfer unterwegs, um Kirche und Kreisverkehr, Friedhof und Gemeindezentrum zu entstauben und entlauben. Auch 100 Nordmanntännchen wurden gepflanzt – am sogenannten Blütenweg.

06.04.2016

Die Kleinbahn Pollo in Lindenberg (Gemeinde Groß Pankow) erfreut sich sogar überregional einer zunehmenden Beliebtheit. Vom Kleinbahn-Boom soll nun auch das Dorf profitieren. Der Anfang könnte ein Café mit Grundversorgung sein.

03.04.2016
Anzeige