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Shoppen an sechs Sonntagen

Rheinsberg Shoppen an sechs Sonntagen

Der Rheinsberger Wirtschaftsausschuss empfiehlt die neuen Sonntagsöffnungszeiten für Geschäfte – trotz Kritik. Die Beanstandungen beziehen sich auf die Anzahl der Sonntage, an denen die Geschäfte Kunden empfangen dürfen, aber auch an die Uhrzeit, zu der die Ladeninhaber ihre Waren verkaufen dürfen.

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Stadt bleibt dabei: Die Geschäfte in Rheinsberg sollen 2017 an sechs Sonntagen öffnen dürfen.

Quelle: Celina Aniol

Rheinsberg. In Mecklenburg-Vorpommern sei es üblich, dass die Supermärkte in Touristenorten auch sonntags geöffnet sind. „Wäre das nicht auch bei uns möglich?“, fragte Christian Halbeck im jüngsten Wirtschaftssausschuss in Rheinsberg. Halbeck ist Stadtverordneter in Rheinsberg, aber auch Geschäftsführer der Firma Boat City, die sich um die Bedürfnisse von Wassergäste kümmert. „Wir sind hier in Brandenburg und nicht in Mecklenburg“, stellte der Bauamtsleiter Guido Brückmann klar. Und in der Mark dürfen die Ladeninhaber ihre Geschäfte sonn- und feiertags nun einmal höchstens sechsmal pro Jahr öffnen. Das sei für alle Kommunen bindend. Sie dürfen bisher lediglich selbst entscheiden, welche Tage dafür ausgewählt werden.

2012 haben die Stadtvertreter festgelegt, wann das in der Prinzenstadt möglich sein soll. Da die Verordnung aber nur fünf Jahre gültig ist, ist eine erneute Entscheidung nötig. Die Verwaltung schlägt dabei folgende Termine vor: den dritten Sonntag im April wegen des Kunsthandwerkermarkts, den zweiten Maisonntag (Drachenbootrennen und Leuchtturmfest), den dritten Sonntag im Juli (Leuchtturmfest), der letzten Augustsonntag (Bahnhofsfest), den zweiten Sonntag im Oktober (Töpfermarkt), den zweiten Adventssonntag (Weihnachtsmarkt). Gültig ist dieser Plan, wenn er von den Stadtvertretern bestätigt wird, allerdings nur für das laufende Jahr. Das begründet das Rathaus mit der geplanten Gesetzesänderung in der Mark. Vorgesehen ist eine brandenburgweit einheitliche Regelung für fünf Sonntage, der sechste ist frei wählbar. Wenn das Gesetz Pflicht wird, dann muss die Kommune ihre Termine ohnehin anpassen.

Ein größeres Problem als ihre Zahl sei die Öffnungszeit an diesen Sonntagen, sagte Jürgen Tangermann, berufener Bürger im Ausschuss. Von 13 bis 20 Uhr dürfen die Läden Kunden empfangen. „Das ist für Gewerbetreibende ungünstig.“ Denn egal ob Rheinsberger selbst oder seine Gäste: An Festtagen seien die Menschen meistens schon morgens, aber nur bis zum Nachmittag in der Stadt unterwegs. Deshalb wäre in Rheinsberg eine Öffnungszeit von 11 bis 16 oder 18 Uhr viel besser. Das mag zwar stimmen, so Brückmann. Da der Zeitraum aber gesetzlich vorgeschrieben ist, sei an dieser Stelle nichts zu machen. Der Ausschuss empfahl daraufhin den Verwaltungsvorschlag.

Von Celina Aniol

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